Rastplatz „Ostseeblick“.
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Das Interesse zahlreicher Medienvertreter an der Musteranlage „Ostseeblick“ war am Mittwoch sehr groß.

Nach dreimonatiger Umbauzeit

Einer der modernsten Autobahn-Rastplätze Deutschlands ist in Heiligenhafen entstanden

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Weniger als drei Monate hat es gedauert, um aus dem an der A1 gelegenen Parkplatz „Ostseeblick“ einen der modernsten Rastplätze Deutschlands zu machen. Rund zwei Millionen Euro wurden investiert.

  • Aufwändig umgestalteter Rastplatz „Ostseeblick“ genießt Vorreiterrolle im Land.
  • Spiel- und Fitnessgeräte, W-Lan und eine umzäunte Hundeauslauffläche sind nur einige Neuerungen.
  • Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Ich bin überzeugt, dass das der nutzerfreundliche Rastplatz der Zukunft ist“

Am Mittwochvormittag hat die Autobahn GmbH Niederlassung Nord gemeinsam mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU), der live aus Berlin zugeschaltet wurde, sowie Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) die „neue Musteranlage für Deutschland“ feierlich wiedereröffnet. „Die Rastplatzanlage ist nun so modern, dass hier bereits der Urlaub beginnen kann“, sagte Scheuer, der darauf anspielte, dass der „Ostseeblick“ besonders bei Touristen beliebt sei. 

Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (v.l.), Stephan Krenz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Autobahn GmbH, und Klaus Franke, Direktor Nord der Autobahn GmbH, auf dem „Ostseeblick“-Aussichtshügel.

Direkt an der A 1 auf Höhe Heiligenhafens in Fahrtrichtung Fehmarn testet die Autobahn GmbH, welche innovativen Ideen zukünftig weiterverfolgt werden können. Insgesamt zwei Millionen Euro sind dafür in den vergangenen Wochen investiert worden. Erstmals gibt es auf einer unbewirtschafteten Rastanlage nicht nur Sanitäreinrichtungen und Sitzgruppen fürs Picknick, sondern auch vier Schnellladestationen für Elektrofahrzeuge, Spielgeräte für Kinder, einen umzäunten Auslauf für Hunde, Outdoor-Fitnessgeräte, eine digitale Informationstafel mit aktuellen Verkehrsinformationen, W-LAN sowie einen liebevoll gestalteten Aussichtspunkt mit gigantischem Blick auf Ostsee, Graswarder und Fehmarn. Nachhaltigkeit spielt dabei eine große Rolle: Strom und heißes Wasser werden durch Sonnenenergie erzeugt. „Und was mir besonders wichtig ist: An vier Schnellladepunkten können Elektrofahrzeuge Strom laden. Ich bin überzeugt, dass das der nutzerfreundliche Rastplatz der Zukunft ist – für Urlauber, Pendler und Trucker gleichermaßen“, erklärte der Bundesverkehrsminister. 

Es sind großzügige Freiflächen entstanden, unter anderem eine Hundeauslauffläche.

Dr. Bernd Buchholz: „Schleswig-Holstein hat schon Anfang 2020 und damit früher als andere Länder Aufgaben an die neue bundesweite Autobahn GmbH abgegeben. In dem Rahmen wurde auch dieses Pilotprojekt entwickelt.“ Für Buchholz sei der Standort Heiligenhafen sehr gut ausgewählt, schließlich befinde man sich direkt an einer zentralen europäischen Verkehrsachse „vor den Toren Skandinaviens“. „Ein großes Plus ist ganz sicher das Beleuchtungskonzept, sodass sich jeder im Dunkeln sicher fühlen kann“, hob Buchholz hervor. 

Auch Stephan Krenz, Geschäftsführer der Autobahn GmbH, war bei der Eröffnung anwesend: „Die Projektverantwortlichen haben hier anschaulich bewiesen, dass die Autobahn GmbH bundesweit gültige Lösungen zur kontinuierlichen Verbesserung des Angebots der Autobahn umsetzen kann.“ Der „Ostseeblick“ könne als Pilotanlage für die rund 200 neuen Schnellladestandorte auf unbewirtschafteten Rastanlagen in ganz Deutschland gelten, die demnächst vom Bund als Teil des „Deutschlandnetzes“ ausgeschrieben werden, so Krenz. 

Bernd Buchholz machte sich ein Bild von den neuen Schnellladesäulen für Elektroautos.

Als Gäste waren am Mittwochvormittag unter anderem auch der CDU-Bundestagsabgeordnete Ingo Gädechens (CDU), der Landtagsabgeordnete Peer Knöfler (CDU), Kreispräsident Harald Werner (CDU) und Heiligenhafens Bürgermeister Kuno Brandt (parteilos) gekommen. 

Letzterer zeigte sich begeistert, dass Heiligenhafen eine Vorreiterrolle einnehmen würde: „Toll, dass wir bei diesem Modellprojekt berücksichtigt wurden und nun einen der modernsten Rastplätze Deutschlands haben. Das ist auf jeden Fall ein Gewinn. Beeindruckend ist das Beleuchtungskonzept, so etwas fehlt an anderen Parkplätzen.“

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