Polizeiboot „Staberhuk“ macht wieder in Heiligenhafen fest / Museumshafen gewinnt weiter an Attraktivität

Rückkehr in den Heimathafen

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Das Polizeiboot „Staberhuk“ an seinem Liegeplatz an der Nordbrücke im Eiswinter 1985. Rechts der Zollkreuzer „Dithmarschen“.

HEILIGENHAFEN -ft- Heiligenhafen ist eine alte Seefahrerstadt, das beweisen viele Zeugnisse im Heimatmuseum. Oldtimer der Seefahrtsgeschichte hautnah einem breiten Publikum näher zu bringen, das hat sich der Verein „Museumshafen am Warder“ zur Aufgabe gemacht. Neueste Errungenschaft wird das Polizeiboot „Staberhuk“ sein. Wie die erste Vorsitzende des Vereins, Beate Bock, mitteilte, wird die „Staberhuk“ in der nächsten Woche in Heiligenhafen erwartet.

Ein Liegeplatz, direkt an der Brücke östlich vom „Olifant“, ist bereits mit den Heiligenhafener Verkehrsbetrieben abgesprochen. Wie HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade der HP sagte, sei die „Staberhuk“ ein Zugewinn für den Museumshafen, denn sie verkörpere ein Stück Vergangenheit der Warderstadt. „Ich freue mich, dass ein ehemaliges Dienstboot der Wasserschutzpolizei wieder zurückkehrt. Ich hoffe, dass dieses Schiff auch für unsere Gäste zu einem Highlight wird. Für Heiligenhafens Entwicklung ist es auch wichtig, Traditionsschifffahrt im Hafen vorzuhalten, und hier sind wir auf dem richtigen Weg“, so Wohnrade. Das Boot lag bisher in Holland. Die heutigen Eigner Mark Riley und Romana Moreno haben das Schiff wieder in Deutschland eingeflaggt, sodass es nun wieder die deutsche Flagge trägt. Wie Beate Bock berichtet, ist die „Staberhuk“ am Mittwoch in Harlingen (Holland) ausgelaufen und hat Kurs auf Heiligenhafen genommen. Von der Nordsee wird es in die Elbe bis Brunsbüttel gehen und dann durch den Nordostseekanal nach Kiel. Von hier ist Heiligenhafen, übertrieben gesagt, schon bald in Sichtweite. 

Die „Staberhuk“ wurde 1967 bei der Fassmer-Werft an der Unterweser gebaut und hat bei der Wasserschutzpolizei in Heiligenhafen von 1968 bis 1989 als Patrouillenboot seinen Dienst versehen. Die „Staberhuk“ ist 27,2 Meter lang und 6,36 Meter breit. Der Antrieb wird von zwei Zehn-Zylinder-V-Motoren mit jeweils 900 Kilowatt Leistung erbracht. Bei voller Fahrt soll die „Staberhuk“ eine Geschwindigkeit von 24 Knoten erreichen. Rumpf und Aufbauten bestehen aus Aluminium.

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