Vier Jahrzehnte hat Dr. Hans Vogt als Zahnarzt in Heiligenhafen gearbeitet / Junger Nachfolger übernimmt

Praxisübergabe nach 41 Jahren

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André Meyer (l.) übernimmt zum 1. Juli die Zahnarztpraxis von Dr. Hans Vogt.

Wie schwer es heutzutage ist, im ländlichen Raum einen Nachfolger für seine Arztpraxis zu finden, weiß Dr. Hans Vogt aus Kollegenkreisen. Der 68-jährige Zahnarzt aus Heiligenhafen hatte dagegen Glück, denn seine Praxis im Thulboden 51 wird am 1. Juli von André Meyer übernommen.

„Ein echter Glücksfall für mich und den Ärztestandort Heiligenhafen. Ich freue mich sehr darüber, eine frisch renovierte Praxis und meinen treuen Patientenstamm guten Gewissens übergeben zu können“, erklärte Hans Vogt gegenüber der HP.

Der Kontakt zum 32 Jahre alten André Meyer wurde über das Internet geknüpft. Bei der Zahnärztekammer gibt es eine Praxisbörse, hier wurde Meyer auf das Angebot aus dem hohen Norden aufmerksam. Nach seinem Studium in Marburg arbeitete er in einer Zahnarztpraxis in Frankfurt, bevor ihn sein Weg für die nächsten Jahre an die Universitätsklinik Heidelberg führte. „Durch die vielseitige Tätigkeit in Forschung, Lehre und Patientenbehandlung fühle ich mich sehr gut auf den Praxisalltag in Heiligenhafen vorbereitet. Insbesondere freue ich mich darauf, mit dem gut eingespielten Team zusammenarbeiten zu können.“ Alle fünf Helferinnen werden von dem 32-Jährigen übernommen, der sich in seiner neuen Heimat sofort pudelwohl gefühlt hat. „Es war schon immer mein Traum, am Meer zu wohnen. Toll, dass es geklappt hat.

Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, nicht zuletzt für alle Heiligenhafener und die vielen Touristen. „Die Versorgungslage vor Ort hat sich massiv verschärft, nachdem eine Zahnarztpraxis 2016 ohne Nachfolger geschlossen hat“, erklärte der Neu-Ruheständler. Hinzu komme, dass immer mehr junge Kollegen die Verantwortung einer Praxisübernahme scheuen und lieber im Angestelltenverhältnis arbeiten würden. „Deshalb ist es umso erfreulicher, dass die Praxis in den gewohnten Räumlichkeiten erhalten bleibt“, so Hans Vogt abschließend.

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