Aufkleber der „Identitären Bewegung“
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Der markante griechische Buchstabe Lambda ist das Logo der „Identitären Bewegung“ und klebte kürzlich an einem Mülleimer in der Lauritz-Maßmann-Straße.

Aufkleber waren in der Lauritz-Maßmann-Straße zu finden

Ist die rechte Gruppe „Identitäre Bewegung“ in Heiligenhafen vertreten?

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Kürzlich waren in Heiligenhafen Aufkleber der rechten Gruppierung „Identitäre Bewegung“ zu finden. Die Gruppe ist bereits seit 2012 in Deutschland aktiv und wird zur Neuen Rechten gezählt.

  • Das Symbol der rechten „Identitären“ ist der griechische Buchstabe Lambda.
  • Die Gruppe vertritt rassistische Ansichten und teilt Menschen in Kulturkreise ein.
  • Verboten sei die Bewegung nicht, sie wird aber beobachtet.

Heiligenhafen – Ihr Symbol ist das auffällige gelbe Lambda, ihre Slogans handeln von Heimatverbundenheit und Aufrufen, Europa gegen die vermeintliche „Islamisierung“ verteidigen zu müssen. Die Gruppe nennt sich „Identitäre Bewegung“ und verbreitete kürzlich auch in Heiligenhafen in der Lauritz-Maßmann-Straße ihr Logo in Form von Aufklebern an einer Bushaltestelle und an einem Ampel-Mast.

„Die Gruppe ist nicht verboten, aber sie ist dem rechten Spektrum zuzuordnen und wird beobachtet“, heißt es von der Polizeidirektion Lübeck. Jedoch seien die „Identitären“ im Kreis Ostholstein bislang noch nicht in Erscheinung getreten, erklärt die Pressestelle weiter. Die Bewegung habe sich in Frankreich aus dem Block „Les Identitaires“ entwickelt und teile Menschen in Kulturkreise ein, informiert die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Seit Ende 2012 sei die Gruppe auch in Deutschland aktiv.

„Identitäre“ vertreten rassistische Ideologie

Die „Identitären“ vertreten eine rassistische Weltanschauung, die sie mit Verschwörungstheorien untermauern wollen, erklärt die bpb weiter. Die Sprache der Mitglieder sei gewalttätig und zeichne sich dadurch aus, dass von „Bürgerkrieg“ und einem angeblichen „Austausch der Bevölkerung“ die Rede ist. Ihren Rassismus würde die Bewegung dadurch zu verschleiern versuchen, dass sie selbst nicht von „Rassen“ spreche, sondern von „Kulturen“, die aber ein statisches Konzept hätten. So würden die „Identitären“ einzelne Menschen fest mit einer Region auf der Erde verknüpfen, heißt es von der bpb. Die Gruppe vertrete deshalb die Ansicht, dass in einem Staat nur eine kulturell gleichartige Gesellschaft leben solle.

Auch der Verfassungsschutz zählt die „Identitären“ in den Erscheinungsformen des Rechtsextremismus in Deutschland auf und ordnet sie der Neuen Rechten zu. Ihre Vorstellungen seien mit dem Grundgesetz nicht vereinbar, heißt es auf der Informationsseite des Verfassungsschutzes. Die Vereinigung nutze vor allem soziale Netzwerke, um ihre Ansichten zu verbreiten.

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