VR-Bank Ostholstein-Plön machte im Geschäftsjahr 2012 sieben Prozent Plus

Regionalität steht im Vordergrund

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Das Vorstandstrio der VR Bank Ostholstein-Plön Klaus Treimer, Lars Nissen und Stefan Frahm (von links) ist mit der Geschäftbilanz 2012 durchaus zufrieden.

OSTHOLSTEIN · Finanzkrise, wachsende Konkurrenz durch das Internet, schwer abwägbare Veränderungen in der Zukunft – leichtes Terrain sei es eben nicht, auf dem man sich derzeit bewege, räumt das Vorstandstrio der VR-Bank Ostholstein-Plön bei der Präsentation der Geschäftsentwicklung 2012 ein.

Doch Sprecher Klaus Treimer zeigt sich zuversichtlich: „Wir sind stark und stabil.“ Der Fokus auf die regionale Tätigkeit habe sich bislang bewährt und soll auch künftig die Erfolgsformel der Genossenschaftsbank sein.

Nach Ansicht Treimers sei dies ein durchaus solides Fundament: „Die regionale Wirtschaft macht einen sehr stabilen Eindruck“, bilanziert der Vorstandssprecher. Das gelte insbesondere für Landwirtschaft und Einzelhandel, aber generell herrsche in allen Branchen hohe Investitionsbereitschaft. Allein der Tourismus sei hier etwas schwächer vertreten, aber immer noch befriedigend, so Treimer.

Niedrige Zinssätze führten zu einer hohen Kreditnachfrage, was sich auch in der Gesamtbilanz niederschlage: die VR-Bank Ostholstein-Plön habe ihr Geschäftsjahr mit sieben Prozent Wachstum abschließen können, berichtet der Vorstandssprecher zufrieden. Es sei nun aber nicht so, dass man am 1. Januar die Bank aufmache und sie am Jahresende mit Gewinn wieder schließe, betont Lars Nissen; „Dazwischen liegt eine Menge Arbeit.“

Diese Leistung werde zu einem großen Teil von den 342 Beschäftigten erbracht, wirft Stefan Frahm ein – sie seien die Träger des Geschäftsmodells. Auf ihre Qualifikation und auch die Ausbildung von Nachwuchskräften habe die VR-Bank daher großen Wert gelegt, so Frahm. Trotz Finanzmarktkrise keinen Rückgang werde es zudem bei der Anzahl der Filialen und Geldautomaten geben. 2012 habe man zwei Geschäftsstellen neu errichtet (Selent und Schönberg) und dabei auch dem demographischen Wandel Rechnung getragen – ebenerdige Eingänge sollen älteren Kunden den Zugang erleichtern, merkt Lars Nissen an.

Hälfte der Kunden nutzt Online-Service

Die Maßnahmen scheinen erfolgreich: 1 500 neue Mitglieder habe man 2012 gewinnen können, berichtet Stefan Frahm. Deren Betreuung vor Ort werde auch weiterhin die tragende Säule bleiben. Natürlich sei man sich der wachsenden Konkurrenz durch die vorwiegend im Internet agierenden Direktbanken bewusst. Daher sei auch bei den Online-Dienstleistungen – die von knapp der Hälfte der Kunden genutzt werden – einiges getan worden. Doch vor allem durch Regionalität wolle man punkten, macht Klaus Treimer deutlich, denn die VR-Bank sehe sich als einer der Motoren Ostholsteins.

Damit dieser Motor auch in Zukunft optimal laufen könne, spricht Treimer in seinem Ausblick auf 2013 die künftige Entwicklung an. Insbesondere bei der Infrastruktur gebe es viel zu tun, so der Vorstandssprecher – und nennt hier vor allem die Feste Fehmarnbeltquerung nebst Hinterlandanbindung; doch auch das Anlegen einer Trasse nach Kiel sei ratsam, „damit die heimische Wirtschaft nicht abgekoppelt wird.“ Gleiches gelte für die Internet-Breitbandversorgung der Region sowie die Netz-ertüchtigung, damit die aus regenerativen Quellen gewonnene Energie auch abtransportiert werden könne, so Treimer. · wob

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