Planung im Hafenausschuss vorgestellt

Rosskur für Promenade am Binnensee

Die Planungen sehen vor, an der Ecke „Eichholzweg/Lauritz-Maßmann-Straße/Am Strande“ einen Kreisverkehr anzulegen.

Die Planungen sehen vor, an der Ecke „Eichholzweg/Lauritz-Maßmann-Straße/Am Strande“ einen Kreisverkehr anzulegen.

Von Andreas Höppner

HEILIGENHAFEN • In der vergangenen Woche ging die Stadt Heiligenhafen mit ihren Planungen für einen Hotelneubau sowie die Errichtung einer Golplatzanlage an die Öffentlichkeit und sorgte dadurch landesweit für Aufsehen. Nicht minder freudig überrascht waren nun die Mitglieder des Hafen- und Touristikausschusses, denen am Montag durch das Planungsbüro Siller Entwürfe zur Umgestaltung der momentan wenig ansehnlichen südlichen Binnenseepromenade sowie des Rosariums vorgestellt wurden.

Der überplante Bereich erstreckt sich von der Steinwarderbrücke im Osten bis hin zum westlichen Binnenseeufer. Intention des Planungsbüros ist es, dem Areal eine Struktur zu geben und das Wasser sichbarer zu machen. Zurzeit versperren recht wild wachsende Bäume den Blick aufs Binnenwasser. Architekt Arne Siller sprach von einer „grünen Wand“.

Aufgelockert werden soll der überplante Bereich durch „punktuelle Erlebniszonen“. Das soll durch Holzdecks geschehen, die den direkten Zugang zum Wasser ermöglichen. Verschiedene Spielstati- onen würden auch in die Kategorie der „Erlebniszonen“ fallen. Hinsichtlich der Parkplätze „Am Strande“ und vor dem ehemaligen „Haus des Kurgastes“ rät der Planer zu einer Erneuerung der Oberfläche. Er sprach ferner die Empfehlung aus, die Baumreihe der Weiden aufzureißen. Zudem schlug er im Bereich Eichholzweg/Lauritz-Maßmann-Straße/„Am Strande“ den Bau eines Kreisverkehrs vor. Zusätzlich soll das Rosarium seiner Funktion als Bindeglied zum Stadtpark wieder gerecht werden.

Modernität durch Lichteffekte

Für ein wichtiges Element einer zukunftsweisenden Planung empfiehlt Siller die Berücksichtigung von Lichtquellen. Hierbei denkt er nicht so sehr an die gewöhnliche 08/15-Glühbirne, sondern an Strahler und Lichtbänder.

Für die gesamte Maßnahme rechnet das Planungsbüro mit Kosten von rund fünf Millionen Euro. Dabei könnte eine Unterteilung in verschiedene Bauabschnitte erfolgen. Aufgesplittet würden laut Siller folgende Nettokosten entstehen: Uferpromenade (2,5 Millionen Euro), Binnenseeparkplatz (1,0 Millionen Euro), Parkplatz ehemaliges „Haus des Kurgastes“ (690000 Euro), Rosarium (450000 Euro) und Kreisverkehr (250000 Euro).

Die Ausschussmitglieder zeigten sich begeistert von den Planungen, wenngleich sie auch wussten, dass es noch große Mühen kosten wird, an die begehrten Fördergelder zu gelangen. „Wir müssen politisch alles versuchen, an Fördertöpfe heranzukommen. An uns liegt es jetzt, das Vorhaben umzusetzen“, so Ausschussvorsitzender Gerhard Poppendiecker.

Auch Bürgermeister Heiko Müller unterstrich die Bedeutung dieser Maßnahme. Denn schließlich müsse man sie auch in Verbindung mit der Errichtung des Golfresorts sehen. Denn die Zahl der Nutzer der Binnenseepromenade würde sich auf einen Schlag   verdoppeln. Umso wichtiger sei es, „diesen Schandfleck“ (Binnenseepromenade, d. Red.) zu beseitigen.

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