Klaus Klinckhamer (CDU) legt am 21. April den Gremersdorfer Bürgermeisterposten nieder

Rücktritt nach 38 Jahren Amtszeit

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Klaus Klinckhamer beendet im April seine Laufbahn als Bürgermeister.

GREMERSDORF · Im April kann Klaus Klinckhamer auf 38 Jahre als Bürgermeister der Gemeinde Gremersdorf zurückblicken. Kein rundes Jubiläum, aber nach Ansicht des Christdemokraten dennoch ein guter Zeitpunkt, den Bürgermeistersessel zu räumen: „Es ist an der Zeit, einen Wechsel durchzuführen“, erklärt der 67-jährige seinen für viele unerwarteten Schritt.

„Mit Amtsmüdigkeit hat das nichts zu tun“, betont der scheidende Bürgermeister, doch man solle aufhören, solange man die Umstände seines Weggangs selbst bestimmen könne. „Ich übe das Amt immer noch mit Freude aus“, so Klinckhamer, doch sein Kopf sage ihm, dass es nun an der Zeit sei, das Zepter weiterzugeben. Bei seinem Stellvertreter Henning Pries sehe er diese Verantwortung jedoch in guten Händen.

Zudem hinterlässt der Bürgermeister seinen Nachfolgern keineswegs ein unbestelltes Feld: „Die wesentlichen Dinge sind in trockenen Tüchern“, bilanziert Klinckhamer und meint damit in erster Linie den geplanten Autohof, der Gremersdorf nach einigen Auseinandersetzungen mit benachbarten Gemeinden zugesprochen wurde. Doch auch nach seinem Rücktritt werde es keinen politischen Stillstand in Gremersdorf geben, ist sich Klaus Klinckhamer sicher.

Im Rückblick auf seine 38-jährige Amtszeit als Bürgermeister zeigt sich Klinckhamer durchaus zufrieden; mit zahlreichen Projekten wie dem Bau des Kindergartens, dem Ausbau des Sportplatzes oder der Anbindung an die A 1 habe er Gremersdorf in vielerlei Hinsicht vorankommen und wachsen sehen, bilanziert Klinckhamer.

Die Amtsniederlegung komme für manchen vielleicht überraschend, ein Schnellschuss sei die Entscheidung jedoch nicht, macht der 67-Jährige deutlich. Bereits seit einiger Zeit plane er das Ende seiner Bürgermeisterlaufbahn. Eine Rolle hierbei dürfte auch der Gesundheitszustand Klinckhamers gespielt haben, denn im vergangenen Jahr war der Bürgermeister schwer erkrankt und hatte seine Aufgaben für einige Zeit nur eingeschränkt wahrnehmen können. Vor allem aber wolle er künftig mehr Zeit für sich haben, betont Klinckhamer.

„Ich bin ja auch nicht aus der Welt“

Aus der aktiven Gemeindepolitik werde er sich ab dem 21. April zurückziehen, legt der Bürgermeister seine weitere Planung vor, doch: „Ich bin ja auch nicht aus der Welt“, merkt Klinckhamer an. Seine Position im Landtag hat er noch bis zur Wahl im Mai inne, zudem bleibt er den Bürgern noch eine Weile als Vorsteher des Amtes Oldenburg-Land erhalten. Klinckhamer hatte zwar bereits zuvor angekündigt, nicht erneut für den Vorsteherposten verfügbar zu sein, doch die aktuelle Amtszeit, die noch bis 2013 läuft, werde er noch vollenden. · wob

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