Seenotretter bringen 69-Jährige an Land / Unterstützung durch Bundespolizei / Rettungshubschrauber fliegt Frau ins Krankenhaus nach Neustadt

Seglerin erleidet Herzinfarkt

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Das Seenotrettungsboot "Heiligenhafen" längsseits der Segelyacht im Einsatz vor Fehmarn.

HEILIGENHAFEN -mb- Der Ostsee-Törn eines Segler-Ehepaars aus den Niederlanden ist für die 69-jährige Frau an Bord des Seenotrettungsbootes "Heiligenhafen" zu Ende gegangen. Die Freiwilligen-Besatzung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) brachte die Seglerin nach einem Herzinfarkt am gestrigen Sonntag sicher an Land. Unterstützt wurden die Seenotretter von der Bundespolizei.

Gegen 15.10 Uhr erfuhren die Seenotretter von dem medizinischen Notfall. Allerdings war die telefonisch übermittelte Positionsangabe der etwa zwölf Meter langen Segeljacht nahe Fehmarn unvollständig. Zudem war das Boot zunächst nicht mehr zu erreichen. Deutlich geworden war jedoch, dass es sich um eine Jacht mit blauem Rumpf handelt.

Über den internationalen Sprechfunk-Notrufkanal 16 bat die DGzRS-Seenotleitung Bremen deshalb die gesamte Schifffahrt im Revier um Mithilfe. Eine Segeljacht meldete daraufhin eine blaue Jacht etwa anderthalb Seemeilen westlich des Flügger Leuchtturms. Die Seenotretter sandten die „Bayreuth“ zu der angegebenen Position. Das Einsatzschiff der Bundespolizei hatte seine Unterstützung angeboten und konnte am schnellsten vor Ort sein.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 12“ brachte einen Notarzt zum Liegeplatz der Seenotretter nach Heiligenhafen. Die "Heiligenhafen" der DGzRS nahm ihn an Bord und brachte ihn hinaus auf See. Unterdessen hatte ein Sanitätsteam der „Bayreuth“ auf die Segeljacht übergesetzt, die Patientin bei Bewusstsein vorgefunden und mit Sauerstoff versorgt. Ebenfalls vor Ort war der Seenotrettungskreuzer "Bremen".

Die Seenotretter übergaben den Notarzt auf die Jacht – er entschied, dass die "Heiligenhafen" die Frau an Land bringen sollte. In Heiligenhafen übergaben die Seenotretter die 69-Jährige in die Obhut der Besatzung des Rettungshubschraubers, der sie nach Neustadt ins Krankenhaus flog.

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