Sandaufspülung: 450000 Euro für Heiligenhafen / Kriterien für Baugrundstücke festgelegt

Maximalförderung vom Land

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Rund 900000 Euro hat die jüngste Sandaufspülung im April gekostet. Mit 50 Prozent beteiligt sich das Land.

Heiligenhafen –ra– Eine gute Nachricht für Heiligenhafen verkündete Udo Ertmer (BfH), Vorsitzender des Finanz- und Wirtschaftsausschusses, gleich zu Beginn der jüngsten Sitzung. „Heiligenhafen erhält vom Land 450000 Euro für die durchgeführte Sandaufspülung im Frühjahr.“ 50 Prozent der Gesamtkosten bekommt die Stadt also erstattet. „Wir haben uns sehr früh um eine Förderung bemüht, das hat sich bezahlt gemacht“, so Ertmer.

Wie es zukünftig mit der Strandsicherung weitergeht, ist dagegen noch unklar. Das Land bekräftigte zuletzt, nicht jedes Jahr aufs Neue einen Hilfefonds einrichten zu wollen, um die Schäden von Sturmfluten zu beheben. „Neuigkeiten vom Buhnenkonzept gibt es leider noch nicht. Hier werden die Gespräche im Frühjahr weitergeführt. Wie bekannt ist, ist das Umweltministerium von der Erweiterung des bestehenden Konzeptes nicht überzeugt. Somit fiel die geplante Umsetzung der Buhnenverlängerung im Herbst aus“, sagte HVB-Geschäftsführer Manfred Wohnrade am Freitag auf Nachfrage.

Ebenfalls wurde in der Sitzung der Haushalt für das kommende Jahr diskutiert. Seit Kurzem steht bekanntlich fest, dass die Regenrückhaltebecken dringend vom Schlamm befreit werden müssen. Mit 740000 Euro für vier Becken, die auf der Prioritätenliste ganz oben stehen, wurde kalkuliert (wir berichteten). Diese Summe wäre allerdings kaum zu stemmen, sodass reduziert werden muss. 170000 Euro für die Instandsetzung von drei Becken werden nun in den Haushalt eingestellt, zudem Planungskosten in Höhe von 30000 Euro für den Teich im Stadtpark. Diesen wieder herzurichten und von fast 2000 Kubikmeter Schlamm zu befreien, kostet mehr als eine halbe Million Euro. Diese Maßnahme wird erst einmal aufgeschoben. Die Erhöhung der Niederschlagswassergebühren hat der Ausschuss in diesem Zusammenhang empfohlen.

Ebenfalls Thema war die Vergabe von Baugrundstücken östlich der Lindenstraße. Hier will die Stadt jungen Familien vergünstigt Bauland für ein Eigenheim zur Verfügung stellen. Mittlerweile ist auch ein Kriterienkatalog für die Auswahl erstellt worden, denn die Bewerbungen für Grundstücke stapeln sich bei der Stadt. Bei der Vergabe werden Anzahl und Lebensalter der Kinder, Pflegebedürftigkeit, Grad der Behinderung, Einkommen, Ortsansässigkeit, Berufstätigkeit sowie ehrenamtliches Engagement gewichtet. Alle Personen, die sich auf die Bewerberliste haben setzen lassen, werden Anfang kommenden Jahres von der Stadt zu einer Informationsveranstaltung eingeladen.

Diskutiert wurde auch darüber, wie zukünftig nachhaltig Mietwohnraum geschaffen werden kann. Die Form einer Wohnungsbaugenossenschaft ist von den Mitgliedern des Finanz- und Wirtschaftsausschusses mit großer Mehrheit abgelehnt worden. Stattdessen setzen sie auf eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung.

Wie Kämmerin Ute Dost abschließend erklärte, gehe sie bei der Haushaltsplanung aktuell von einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,42 Millionen Euro aus.

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