Schulerweiterungsbau für 1,6 Millionen Euro zugestimmt

Für „Schule, die sich sehen lassen kann“

HEILIGENHAFEN (ft) · Trotz „Bauchschmerzen“ haben sich die Stadtvertreter aller Parteien einstimmig dazu entschlossen, den Erweiterungsanbau für die Schule am Sundweg auf den Weg zu bringen und damit eine „vorbildliche Regionalschule“ für Heiligenhafen zu schaffen.

Wie der CDU-Fraktionschef Stephan Karschnick betonte, sehe man sich gezwungen, die für die Erweiterung erforderliche Summe von 1,6 Millionen Euro aufzunehmen und „eine Schule der Zukunft zu schaffen“, obwohl es keinen Cent Zuschuss geben würde.

Karschnick: „Wir haben Bauchschmerzen bei einer Finanzierung von 1,6 Millionen, aber man hat uns aufgefordert, mit anderen Schulen in Konkurrenz zu treten, das werden wir tun.“ Wenn die Sach- und Raumausstattung dementsprechend sei und ein „granatenmäßiges Konzept“ der Lehrerschaft hinzukomme, dann brauche Heiligenhafen sich keine Zukunftssorgen machen. Karschnick machte aber auch deutlich, dass Heiligenhafen es dann ganz allein und ohne Hilfe geschafft habe. Von seiner Landespartei bräuchte deshalb keiner hier anklopfen, um zu sagen, „das haben wir gemeinsam hinbekommen“, ließ der CDU-Fraktionschef deutliche Worte in Richtung Kiel los.

Für die Sozialdemokraten sagte Peter Ascheberg: „Wenn wir hier ein neues Schulkonzept versuchen durchzusetzen, dann werden wir auch dafür sorgen, dass es vernünftig ausgestattet ist und auf einer vernünftigen Basis starten kann.“ Man habe darauf geachtet, dass es „angemessen, nicht überzogen, aber trotzdem ausbaufähig ist und hier eine vorbildliche Schule untergebracht werden kann“.

Ascheberg wies darauf hin, dass die Eltern sich heutzutage die Schule aussuchen könnten. Konkurrenz belebe aber das Geschäft und so hofft die SPD, dass auf der Basis des Umbaus und der vielen Verbesserungen, die geplant sind, auch wirklich eine Schule entsteht, die sich sehen lassen kann und sich wieder mehr Schüler für einen Schulbesuch in Heiligenhafen entscheiden.

Wie die Vorsitzende des Finanzausschusses Monika Rübenkamp (SPD) deutlich machte, werde die Kreditaufnahme von 1,6 Millionen Euro über einen Zeitraum von 40 Jahren finanziert und somit auch die nachfolgende Generation treffen. Doch müsse man sich auf eine langfristige Finanzierung einlassen, weil man nicht wisse, was in Zukunft noch alles auf die Stadt zukommen werde.

Für die Grünen-Fraktion sagte Gerd Panitzki dass die Regionalschule das Ziel gewesen sei und man hier im Wort stehe.

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