Handwerker ehren verstorbenen Handwerkskollegen und taufen Häuschen auf seinen Namen

Schwanenvilla heißt nun Hauke

Gedenkminute der Bezirkshandwerker für den verstorbenen Handwerkerkollegen Hauke Struck, der das Schwanenhaus entworfen hat.
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Gedenkminute der Bezirkshandwerker für den verstorbenen Handwerkerkollegen Hauke Struck, der das Schwanenhaus entworfen hat.

Heiligenhafen –ft– Das Schwanenhaus auf der kleinen Insel im Stadtpark ist ein Hingucker und zeugt von guter, fachgerechter Handwerksarbeit „Made in Heiligenhafen“. Dass jetzt wieder ein Schwanenhaus im Stadtparksee steht, ist dem Fleiß der Bezirkshandwerkerschaft zu verdanken.

  • Schwanenhaus nach verstorbenem Handwerkerkollegen Hauke Struck benannt
  • Taufakt mit Messingschild im Heiligenhafener Stadtpark
  • Handwerkerschaft tief verbunden mit der Warderstadt

Zu den fleißigen Handwerkern gehörte auch Bootsbaumeister Hauke Struck, der die Pläne für das hübsche Schlösschen im Stadtteich gezeichnet hatte. Leider war es Hauke Struck durch seinen frühen Tod nicht vergönnt, sein fertiges Werk im Stadtpark zu bestaunen. Doch schon mit der Fertigstellung des kleinen Bauwerkes stand für die Handwerker fest: Das Haus soll den Namen seines Urvaters Hauke Struck bekommen.

Das Unterteil des Häuschens sei aus Thermobuche hergestellt, sagte Zimmerermeister Gerhard Schwarck, in dessen Werkstadt in der Tollbrettkoppel das Schwanenhaus unter Beteiligung vieler Handwerker gebaut wurde. „Das Dach ist mit echten Kupferschindeln, alle in Handarbeit hergestellt, eingedeckt“, ergänzte der 1. Vorsitzende der Bezirkshandwerkerschaft, Joachim Knorr.

Gedenkminute im Stadtpark

Dienstag war es dann soweit. Die Bezirkshandwerker waren am Stadtteich um das Schwanenhaus versammelt und gedachten in einer Gedenkminute ihres verstorbenen Kollegen Hauke Struck. Dann ergriff Knorr das Wort und dankte allen Handwerkskollegen, die an der Fertigstellung des Schwanenhauses mitgewirkt haben. Wie Knorr erinnerte, wurde das Material für das Häuschen mit Erlösen der Heiligenhafener „Kult(o)urnacht“ finanziert. Die Handwerksmeister hatten ihre Arbeit ehrenamtlich und ohne Bezahlung – wie auch beim Dachreiter auf der Kirche, dem Badekarren, dem Wasserstandsanzeiger am Hafen und anderen Projekten – geleistet. „Das steht für die Verbundenheit der Handwerkerschaft zur Warderstadt“, so Knorr.

Der Taufakt für das Schwanenhaus wurde gestern zu einem kleinen Festakt – mit eingehaltenen Abstandsregeln. Jetzt ist der Name von Hauke Struck auf einem keinen Messingschild über dem Eingang der Schwanenvilla verewigt.

Das Schwanenhaus im Stadtteich hat eine lange Geschichte und ist in einem Lied von Anke Hallmann, Leiterin der Heiligenhafener Schifferklavierspieler, zu einer Legende geworden. Die Bezirkshandwerker hatten das neue Schwanenhaus zum ersten Mal beim Umzug zu den Hafenfesttagen im letzten Jahr gezeigt und viel Zuspruch erhalten.

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