Siebenjähriger aus Heiligenhafen soll fast das Opfer einer Entführung geworden sein

Wie Fake News die Runde machen

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Immer wieder haben „Mitschnacker“ Kinder im Visier und sprechen diese an. Der jüngste Vorfall in Heiligenhafen fällt aber unter die Rubrik Fake News.

Heiligenhafen –Von Patrick Rahlf– Immer wieder kommt es vor, dass sogenannte „Mitschnacker“ Kinder ins Visier nehmen und versuchen, diese in ihre Autos zu locken oder aber zum Mitgehen zu bewegen. Bei der Oldenburger Kriminalpolizei laufen derzeit Ermittlungen zu einem Vorfall vom vergangenen Freitag (17. Januar), der sich in der Warderstadt abgespielt haben soll und in den sozialen Medien für große Aufregung sorgte. Der Vorfall wurde laut Polizei aber völlig falsch dargestellt.

Den Gerüchten zufolge hat eine unbekannte Frau in der Straße Jägersmühle versucht, ein siebenjähriges Kind in einen schwarzen Bus zu ziehen. Der Junge habe sich aber befreien können und sei weggelaufen. Diese Darstellung machte in den vergangenen Tagen bei Facebook oder WhatsApp die Runde. In der Region war der Vorfall bei vielen Eltern ein heiß diskutiertes Thema.

Dienstagnachmittag sah sich die Polizei veranlasst, ein Statement abzugeben. Die Ermittler hätten sich sehr ausführlich mit dem Jungen und seinen Eltern über den Vorfall unterhalten. Demzufolge sei der Junge gegen 14.40 Uhr an einem dunklen VW-Bus vorbeigegangen, der in der Straße Jägersmühle am Straßenrand zum Parken abgestellt war. „Als der Junge auf Höhe des Fahrzeugs war, wurde die Beifahrertür geöffnet. Er konnte in dem Bus eine Frau erkennen, weitere Personen in dem Bus sind ihm nicht aufgefallen. Es hat niemand nach dem Jungen gegriffen, es hat ihn niemand angefasst, und er ist nicht angesprochen worden“, stellte Polizeipressesprecher Dierk Dürbrook klar und ergänzte: „Dennoch wirkte die Situation irgendwie bedrohlich auf den Siebenjährigen und er lief zu seinem auf ihn wartenden Freund. Zu Hause berichtete der Junge seinen Eltern von dem Erlebnis, die diese Situation wiederum der Polizei in Heiligenhafen schilderten.“

Weitere Infos zum Thema und was TSS-Schulleiter Bernd Wiegand sagt, ist am Mittwoch in der HP zu lesen. 

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