Stadt Heiligenhafen erwirbt sechs Hektar großes Areal

Neuer Wohnraum am Höhenweg?

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Die Stadt hat sich mit dem Besitzer geeinigt. Bis zum Neuratjensdorfer Weg reicht das Grundstück.

Heiligenhafen -ra- Die mögliche Gründung einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum steht zwar erst bei der Sitzung des Wirtschafts- und Finanzausschusses am kommenden Donnerstag (20. Juni) auf der Tagesordnung, für reichlich Diskussionsstoff hat das Thema aber bereits bei der Sitzung des Hauptausschusses am Montag gesorgt. Unterstützt wird der Antrag von allen Fraktionen, lediglich Forum BisS ist nicht mit dabei.

„Dass wir sozialen Wohnungsbau brauchen, steht außer Frage. Aber uns liegen drei Gutachten vor, die alle davon abraten, es selbst zu machen. Es sollen Profis machen, die sich damit auskennen“, sagte Bürgermeister Heiko Müller (parteilos), der auch auf die umfangreiche Verwaltertätigkeit der Immobilien hinwies. Simon Schulz (BfH) entgegnete, dass man in Heiligenhafen auf die „Profis“ bereits seit 2008 warte. „Ein Investor, der in Absprache mit der Stadt bezahlbaren Wohnraum schaffen will, ist noch nicht um die Ecke gekommen. Ich bin es leid, noch länger zu warten.“ Monika Rübenkamp (SPD) erklärte: „Wenn wir es selbst machen, haben wir die Hand drauf. Wir können festlegen, wie hoch die Gewinne sein sollen und welche städtischen Grundstücke zur Verfügung gestellt werden.“

Heiko Müller regte unterdessen an, über den Bau von Wohnungen am Höhenweg nachzudenken. Hier wird die Stadt Heiligenhafen Besitzerin von sechs Hektar Land. „Wir haben uns mit dem Besitzer auf einen Kaufpreis geeinigt. Für die Stadt ist es enorm wichtig, dass sie sich dort oben weiterentwickeln kann“, so Müller. Bekanntlich soll hier auch die neue Feuerwehrwache gebaut werden. „Dort oben könnte ich mir sehr gut Wohnungsbau vorstellen.“

Elke Teegen (Forum BisS) merkte an: „Man könnte dieses Grundstück Firmen, die sich mit sozialem Wohnungsbau auskennen, anbieten.“ Eine Fortsetzung der Diskussion folgt am kommenden Donnerstag im Ausschuss.

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