Legten die Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung in den Boden ein: Andreas Kröhl, Leiter der Wagrienschule (v.l.), Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba, Knut Volkens, Konrektor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, sowie Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees
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Legten die Zeitkapsel bei der Grundsteinlegung in den Boden ein: Andreas Kröhl, Leiter der Wagrienschule (v.l.), Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba, Knut Volkens, Konrektor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, sowie Oldenburgs Bürgervorsteherin Susanne Knees.

Arbeiten für neuen Schulcampus in Oldenburg schreiten voran

  • Hans-Jörg Meckes
    VonHans-Jörg Meckes
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Auf dem ehemaligen Sportplatz in Oldenburg/Holstein entsteht in drei Bauabschnitten ein neuer Gebäudekomplex für das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium und die Wagrienschule. Geplant sind ein Fachklassentrakt, ein Gebäude mit allgemeinen Unterrichtsräumen und eine Vier-Felder-Sporthalle.

  • Neuer Bildungscampus in Oldenburg kostet rund 50 Millionen Euro.
  • Auf dem Campus werden ein Fachklassentrakt, ein Schulgebäude für die Gemeinschaftsschule Wagrien und eine Vier-Felder-Sporthalle neu errichtet.
  • Das Hauptgebäude des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums wird in einem weiteren Bauabschnitt grundsaniert.

Oldenburg – Nachdem Mitte Januar der erste Spatenstich auf dem neuen Schulcampus in Oldenburg vollzogen wurde, war gestern – knapp dreieinhalb Monate später – Zeit für die Grundsteinlegung. Etwa 90 Gäste schauten sich an, wie die Hauptbeteiligten des Projektes die Zeitkapsel befüllten und sie in den Boden einließen.

So soll der neue Schulcampus in Oldenburg in Zukunft einmal aussehen.

„Das Investitionsvolumen beträgt, Stand heute, circa 50 Millionen Euro“, erklärte Oldenburgs Bürgermeister Jörg Saba (parteilos). Gefördert werde der Bau durch Bundesmittel in Höhe von 8,7 Millionen Euro, auch das Land Schleswig-Holstein beteilige sich mit 2,5 Millionen Euro an dem Projekt. „Es werden rund 900 Tonnen Baustahl und 9500 Kubikmeter Beton sowie 190000 Verblendsteine verbaut. Dieser Campus wird für die nächsten Jahrzehnte das Herz unseres Bildungsstandortes sein“, sagte Saba. Er könne natürlich nicht verschweigen, dass er mit den aktuellen weltpolitischen Verhältnissen auch ein wenig mit Sorge in die Zukunft schaue, betonte der Bürgermeister. „Die Entwicklung der Baustoffpreise treibt allen, die an diesem Projekt beteiligt sind, Sorgenfalten auf die Stirn. Ich wünsche mir natürlich, dass der Bau schnell und ohne Zwischenfälle voranschreitet.“

„Man muss sich vorstellen, dass Schule eben nicht mehr so aussieht, wie es mal vor 50 Jahren war. Sie hat sich weiterentwickelt.“ 

Architekt Nils Dethlefs

Architekt Nils Dethlefs beschrieb, wie beeindruckt er von der Größenordnung des Projektes ist. „Wir realisieren hier insgesamt drei Neubauten plus die Sanierung vom Gymnasium. Wir stehen jetzt hier im Fachklassentrakt, das ist das Gebäude, was nachher von beiden Schulen gemeinsam genutzt werden wird.“ Auch er musste zugeben, dass es aktuell nicht die beste Zeit sei, so ein großes Projekt zu bauen, „aber wir stehen alle eng beieinander“. Alle haben darauf hingearbeitet, die Schule kompakt zu gestalten, aber trotzdem alle Vorzüge einer zukunftsfähigen Bildungseinrichtung umzusetzen. „Man muss sich vorstellen, dass Schule eben nicht mehr so aussieht, wie es mal vor 50 Jahren war. Sie hat sich weiterentwickelt.“ Man brauche heute mehr Fläche, die in Oldenburg in Form von offenen Lernlandschaften geschaffen werde, so der Architekt. Es gebe bewusst Flächen für Lerngruppen. Auch das Thema Energie haben die Verantwortlichen berücksichtigt. So werde auf dem neuen Campus eine Photovoltaik-Anlage mit 600 Quadratmetern umgesetzt, und auch die Heizungstechnik werde auf Niedertemperatur ausgelegt.

„Es war immer ein offenes Ohr da“

Andreas Kröhl, Schulleiter der Wagrienschule, sagte, er werde die Fertigstellung des Baus in seiner Dienstzeit nicht mehr erleben. Ihm sei es in all den Jahren wichtig gewesen, dass in Oldenburg etwas für die Kinder aus der Region geschaffen werde. „Wir sind wirklich als Schule von Anfang an stark in die Planung eingebunden worden. Wir konnten also die Pläne ansehen, wir konnten bestimmte Dinge anmerken. Es war immer ein offenes Ohr da.“

Knut Volkens, Konrektor des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums, sagte, er sei überwältigt von den Arbeiten, die er bis jetzt sehen konnte. „Ich freue mich auch, dass hier heimische Firmen zum Zug gekommen sind.“ Darüber hinaus lobte er die Bauleitplanung für die Rücksichtnahme auf die Abiturprüfungen.

Im Anschluss nahmen die Redner die Zementkellen in die Hand und ließen die vorher von Dachdecker Hans-Jürgen Schmidt verschlossene Zeitkapsel in den Boden ein.

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