Stadt ist für Verkehrssicherungspflicht verantwortlich / Fällung als letzte Option

Intensive Pflege für 2750 Bäume

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Im Heiligenhafener Stadtpark: Die Bauamtsmitarbeiter Max Hanne (v.l.) und Marcus Schmidt, der 1. Stadtrat Folkert Loose und Bauamtsleiter Roland Pfündl vor einer Platane, die vom Brandkrustenpilz befallen ist.

Heiligenhafen –Von Patrick Rahlf– Sage und schreibe 2750 Bäume in Heiligenhafen fallen in den Verantwortungsbereich der Stadt, was Pflege-, Rückschnitt- und auch Fällarbeiten betreffen. „Schließlich muss die Verkehrssicherungspflicht immer gewährleistet sein“, sagte Bauamtsleiter Roland Pfündl gestern im Rahmen eines Pressetermins im Stadtpark.

In den vergangenen beiden Jahren hat es bereits Unterhaltungsmaßnahmen für 741 Bäume gegeben, gerade erst wurde der mit 60000 Euro dotierte Auftrag für 457 weitere Bäume im Stadtgebiet an eine Fachfirma erteilt. Ob Kronenrückschnitt, das Entfernen von morschen Ästen oder die fachgerechte Ausdünnung: Es gibt immer etwas zu tun. Vor Kurzem musste eine Linde vor der Stadtbücherei gefällt werden, weil sie stark vom Brandkrustenpilz befallen war. „Wir konnten nicht mehr länger warten. Bei Schneefall wäre die Sicherheit der Fußgänger gefährdet gewesen, die Linde hatte kaum mehr Stabilität“, erklärte Marcus Schmidt, Mitarbeiter des Bauamtes. Eine Ersatzpflanzung wird zeitnah vorgenommen, ebenso wie die Erstellung eines digitalen Baumkatasters für das Stadtgebiet.

Um eine bereits rot markierte Platane im Stadtpark ist es ebenfalls nicht gut bestellt. Auch sie ist vom Brandkrustenpilz befallen, übe eine Fällung wird gerade noch diskutiert. „Das ist das letzte Mittel. Wir haben großes Interesse, die Bäume zu erhalten – und sei es als Habitat für Tiere“, merkte Pfündl an. Da das Thema im Bauamt sehr ernst genommen wird, haben Marcus Schmidt und Max Hanne kürzlich ein Baumkontrollseminar besucht.

Doch es gibt nicht nur den Stadtpark, auch an Gehwegen stehen zahlreiche Bäume im Stadtgebiet. „Die Wurzeln machen häufig Ärger und heben die Pflastersteine an. So entstehen Stolperfallen“, so Roland Pfündl über die Situation in der Straße Helerikendorp. „Es ist ein großes Thema, das uns die nächsten Jahre noch intensiv beschäftigen wird.“ Auch das Kappen der Wurzeln sei keine Alternative. Darunter würden Vitalität und Standfestigkeit der Bäume leiden und zur Gefahr werden. „Wenn ein Baum zu viel Ärger macht, dann bleibt am Ende doch nur die Fällung.“

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