BfH federführend bei der Umsetzung

Stadtverkehr mit neuem Konzept

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BfH-Stadtvertreter Markus Schmidt, Fahrdienstleiter Rudolf Schlüter und die BfH-Mitglieder Doris Königer und Joachim Schmidt-Uwis (v.l.n.r.) präsentieren den neuen Stadtbusfahrplan, der am Montag in Kraft tritt; rechts Busfahrer Gunnar Harms.

HEILIGENHAFEN (ft) · Rechtzeitig zum Schulbeginn am 23. August (Montag) nimmt die Autokraft einen neu konzipierten Stadtverkehr in Heiligenhafen auf. Den neuen Fahrplan hat die Interessengemeinschaft „Bürger für Heiligenhafen“ (BfH) erarbeitet und mithilfe der Autokraft in die Tat umgesetzt.

Im Hause der Autokraft stellten Markus Schmidt, Joachim Schmidt-Uwis und Doris Königer von der BfH und der Heiligenhafener Autokraft-Fahrdienstleiter Rudolf Schlüter den neuen Fahrplan der Öffentlichkeit vor. Bürgermeister Heiko Müller habe sich zuvor im Ausschuss für Bildung und Soziales für eine Fahrplanneugestaltung eingesetzt und um umsetzbare Vorschläge gebeten, nachdem Eltern bei der Vorstellung der neuen Regionalschule die Frage nach einer Busverbindung zur Ganztagsschule im Westen der Stadt gestellt hatten, berichteten die BfH-Mitglieder.

▪ Schülerverkehr eingebunden

Nach den Worten von Ausschussmitglied Joachim Schmidt-Uwis hat sich daraufhin eine Arbeitsgruppe der „BfH“ mit diesem Thema beschäftigt. Doris Königer, Enno und Birgit Köster, Markus Schmidt und er seien sich schnell einig gewesen, dass der Stadtbus für den Schülertransfer eingesetzt werden soll. Die BfH sei erfreut, dass nicht nur die Schülerbeförderung, sondern auch wichtige Aspekte einer bedarfsgerechten Anbindung in den neuen Fahrplan eingeflossen seien.

„Die Anbindung des zukünftigen Aldi-Marktes im Westen der Stadt, sollte mit verwirklicht werden“, sagte Doris Königer. Außerdem sei das Wohngebiet Baben-Grauwisch mit einbezogen worden. Nach Probefahrten mit der Autokraft war es Markus Schmidt und Joachim Schmidt-Uwis zudem gelungen, die Rubinstraße in die neue Streckenführung mit einzubeziehen.

▪ Bus hält auch am Marktplatz

Die Vorbereitungen für den neuen Stadtbus-Fahrplan setzten dann Birgit und Enno Köster in Fahrzeiten um. „So konnte der Autokraft ein fertiges Konzept vorgelegt werden“, sagte Joachim Schmidt-Uwis. Autokraft-Fahrdienstleiter Rudolf Schlüter war von der Idee begeistert und freute sich, dass der Bus auch den Marktplatz befahren soll. Schlüter sei es zu verdanken, „dass die neue Streckenführung auch befahrbar ist“, freute sich Markus Schmidt. Und auch die Autokraft-Zentrale in Neustadt gab grünes Licht.

In Anbetracht der Kürze der Zeit sei die Verwirklichung der Umstellung zum Schuljahresbeginn nicht ganz unproblematisch gewesen, doch durch die Initiative der Autokraft-Chefs in Neustadt sei es in nur fünf Wochen gelungen, das Konzept in einen regulären Fahr- und Dienstplan umzusetzen. Dabei sieht die BfH auch Vorteile für die Autokraft, denn es wird nur noch ein Bus und ein Fahrer benötigt, ein Umsteigen am Wilhelmsplatz entfällt.

Der Bus wird während der Schulzeit um 12.15 Uhr und um 13.05 Uhr an der Regionalschule am Sundweg halten, um die Schüler über Ortmühle, Feldstraße und Rubinstraße zur Offenen Ganztagsschule zu befördern. Weiter geht es bei dieser Tour über den Marktplatz und zurück zum Wilhelmsplatz.

Von Montag bis Freitag werden insgesamt sechs Abfahrten angeboten, sonnabends vier und am Sonntag eine. Vom Wilhelmsplatz geht es über Haltestellen „Am Strande“, Stadtteich, Feldstraße, Sackenkamp, Grauwisch, weiter zum Röschkamp, Kursaal, durch die Ameos-Klinik zur Franz-Böttger-Schule und weiter zum Markt, zum Kattsund und wieder zum Wilhelmsplatz. Ohne Aufenthalt geht es weiter zur Realschule und nach Ortmühle. Vom Abzweiger bei famila geht es in das Gewerbegebiet Tollbrettkoppel, dann über die Theodor-Storm-Straße, Liliencronstraße, Wachtelberg, Feldstraße, Rauher Berg, Aldi-West ins Neubaugebiet Baben-Grauwisch und wieder zum Röschkamp und Ferienpark. Auch im Eichholzweg und auf dem Steinwarder hält der Stadtbus, bevor er wieder über den Markt zum Wilhelmsplatz fährt. 1,65 Euro kostet die Rundtour durch die Warderstadt, die mit knapp über einer Stunde Fahrzeit sogar für eine Stadtrundfahrt infrage kommt.

Die Stadt Heiligenhafen bezuschusst den Stadtbusverkehr zurzeit mit 60 000 Euro pro Jahr. Bis Ende 2010 gehen BfH und Autokraft von Kostenneutralität aus. Dann soll eine neue Gesprächsrunde zeigen, ob der Stadtbus von der Bevölkerung und den Gästen angenommen wird und ob er zu diesen Kosten weitergeführt werden kann. Das letzte Wort hat dann die Stadtvertretung, die eine zukünftige Finanzierung im Haushalt sicherzustellen hat.

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