Aktiv-Hus Heiligenhafen
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Nach der Absage für den Steinwarder favorisiert eine knappe Mehrheit der Stadtvertretung eine Fläche östlich vom Aktiv-Hus als neuen Schwimmbad-Standort.

Mit 12:11 Stimmen wird eine Machbarkeitsstudie für 60000 Euro erstellt

Mit hauchdünner Mehrheit: Schwimmbad für Heiligenhafen bleibt weiter Thema

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Heiligenhafens Stadtvertretung bleibt hartnäckig, wenn es um das geplante Schwimmbad auf der Fläche östlich vom Aktiv-Hus geht. Mit 12:11 Stimmen wurde bei einer Enthaltung entschieden, die benötigten 60000 Euro für eine Schwimmbad-Machbarkeitsstudie in den Haushalt für 2022 einzustellen. 

  • Knappe Mehrheit der Stadtvertretung lässt nichts unversucht, um doch noch ein Schwimmbad zu bauen.
  • Die großen Fraktionen sind untereinander nicht einig bei diesem brisanten Thema.
  • Breite Unterstützung für Beach-Club am Binnensee.

Heiligenhafen – Somit will die knappe Mehrheit der Stadtvertretung das Thema noch nicht aufgeben und glaubt weiterhin an eine Realisierung. Vorausgegangen war eine Anfrage von Bürgermeister Kuno Brandt an das Kieler Wirtschaftsministerium, ob ein Schwimmbad östlich vom Aktiv-Hus überhaupt förderfähig wäre. Grundsätzlich sei eine Förderung für ein „touristisch geprägtes Erlebnisbad“ am neuen favorisierten Standort möglich, „aber dann reden wir nicht mehr von 90 Prozent Förderung, sondern von 60, bestenfalls 70 Prozent“, hatte Kuno Brandt im jüngsten Stadtentwicklungsausschuss über sein Gespräch in Kiel berichtet. Für das von den Bürgern Heiligenhafens abgelehnte Schwimmbad auf dem Steinwarder hätte es bekanntlich eine 90-prozentige Baukostenförderung gegeben. 

Wie geht es nun weiter? Erst mit einer ausgearbeiteten Machbarkeitsstudie wird das Kieler Wirtschaftsministerium eine verbindliche Förderzusage geben. Sollte ein Schwimmbad-Bau auf Grundlage der dann bekannten Zahlen wirtschaftlich darstellbar sein, soll das  Projekt in einer Einwohnerversammlung den Heiligenhafener Bürgern vorgestellt werden. Doch damit nicht genug: Vor einer gegebenenfalls weiteren Beschlussfassung durch die Stadtvertretung soll das Projekt den Einwohnerinnen und Einwohnern im Rahmen eines Bürgerentscheids zur Abstimmung vorgelegt werden. Es wäre also noch ein ganz langer Weg, bis die ersten Bahnen geschwommen werden können. Wie brisant das Thema ist, zeigte das Abstimmungsverhalten der Stadtvertretung. Auch einige Fraktionen sind sich alles andere als einig und sprachen nicht mit einer Stimme.  

Grünes Licht gab es von der Stadtvertretung für einen Grundsatzbeschluss zur Erweiterung des Arid-Hus. Im Zuge neuer Bestimmungen des Bundesteilhabegesetzes muss der Verein dringend seinen zur Verfügung stehenden Wohnraum für die Patienten erweitern.

Auch der vom Fehmaraner Kai Enseleit vorgestellte Beach-Club am Steinwarder-Südstrand konnte die Mehrheit der Stadtvertreter hinter sich vereinen. Bei zwei Nein-Stimmen der Fraktion Zukunft 20 haben alle anderen Stadtvertreterinnen und Stadtvertreter mit ihrer Zustimmung signalisiert, dass sie von dem Konzept am Binnensee grundsätzlich überzeugt sind. Detailfragen müssen in Zukunft aber wohl noch einige geklärt werden. So knüpften die Grünen ihre Zusage beispielsweise an die Bedingung, dass das Grundstück am aufgeschütteten Strand nicht verkauft, sondern nur verpachtet wird. Das wiederum hatte Investor Kai Enseleit im Stadtentwicklungsausschuss nahezu ausgeschlossen.

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