Hotelier aus Willingen in Hessen stellte seine Baupläne vor / Ohne Hotel gibt es auch kein Schwimmbad

Ein Steinwarder-Hotel für Familien

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So könnte das Familienhotel auf dem Steinwarder aussehen.

Heiligenhafen –PETER FOTH– Noch ist alles offen, aber die Pläne für den Bau eines Familienhotels auf dem Steinwarder nahmen auf der Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses schon Form an. 120 Zimmer, belegt von Familien mit Kindern, sind der Grundgedanke von Hotelier Marc Vollbracht, dessen Familie in Willingen das „Familotel Sonnenpark“ (vier Sterne) betreibt.

Das geplante Hotel in Heiligenhafen soll ein zweiter Standort werden, und genau wie in Hessen praktiziert, ganz auf Familien mit Kindern ausgerichtet sein.

Nach einer Anlaufzeit von drei Jahren strebt der Investor rund 85000 Übernachtungen im Jahr an. „Unsere Zielgruppe ist ganz klar die Familie“, sagte Vollbracht. Das Hotel sollte deshalb nicht nur einen Wellnessbereich für Erwachsene, sondern auch eine Kinderbetreuung, eine Kinderanimation und einen direkten Zugang zum Erlebnisbad haben.

Aus der vorgestellten Planung war zu ersehen, dass das Gebäude drei Vollgeschosse haben wird. Die Wohn- und Schlafräume sind im zweiten Stock und liegen höher als 3,5 Meter, damit diese bei Hochwasser im Trockenen bleiben. Von allen Ebenen werde es Zugang zu den Kinderspielplätzen geben und durch helle Glasflächen könnten die Eltern immer einen Blick auf die spielenden Kinder haben. Allgemein sieht der Architekt vor, als Material viel Glas und Holz zu verwenden und die Dächer zu begrünen. Zum Parken sind 100 Stellplätze und weitere 20 für Mitarbeiter vorgesehen. Im neuen Familienhotel will der Investor 80 feste Arbeitsplätze schaffen. Deshalb sei es der Wunsch von Marc Vollbracht, auch Mitarbeiterwohnungen in Heiligenhafen zu bauen. Dabei setze er auf die Hilfe der Stadt Heiligenhafen, so der Hotelier. Über den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes soll auf der nächsten Sitzung der Stadtvertretung abgestimmt werden.

Fortschritte beim Erlebnisbad

Das Erlebnisbad auf dem Steinwarder wird die Stadt Heiligenhafen bauen. Ein Investor ist bisher nicht in Sicht. Mit dem Bau des angrenzenden Familienhotels soll ein Großteil der Unterhaltungskosten aufgefangen werden. Damit es weitergeht, hat der Stadtentwicklungsausschuss der Einleitung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes zugestimmt und wird es der Stadtvertretung zur Beschlussfassung empfehlen. Für die Entwürfe des Architektenbüros Michelmann aus Hamburg strebe man eine europaweite Ausschreibung an, sagte HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel. Zahlen lagen im Ausschuss auch schon vor. So soll das Bad jährlich 10000 Besucher einwerben. Vorgesehen sind ein Sportbecken, ein Freizeitbecken, ein Kinderbecken sowie ein Außenpool und eine Wasserrutsche. Die Höhe des Bades hält sich mit 15 Metern in Grenzen und ermöglicht noch den freien Blick aus dem zweiten Stock des Familienhotels.

Die Ausdehnung der Parkmöglichkeiten soll durch eine Parkpalette auf dem jetzigen Parkbereich ermöglicht werden. Die vorhandenen Nutzungen der öffentlichen Parkplätze und der Stellplätze für den Sportboothafen werden in die Planung integriert und sichergestellt. Die Planungskosten in Höhe von 55000 Euro sollen im Nachtragshaushalt eingebracht werden.

Heiligenhafen hat beim Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume Pläne zum Bau von E-Bike-Lade- und Servicestationen eingereicht. Ziel der Maßnahme ist es, weitere Ladestationen einzurichten, an denen auch Möglichkeiten für Reparaturen vorhanden sind. Für die Aufbewahrung von Helm, Tasche und Rucksack sollen Schließfächer vorhanden sein. Zur Finanzierung werden etwa 22425 Euro benötigt.

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