Peter Ascheberg und Monika Rübenkamp führen die SPD-Liste an – Für die Gemeinschaftsschule

SPD stellte Kandidaten vor

Mit dieser Mannschaft gehen die Sozialdemokraten in den Wahlkampf (v.l.): Maria Waschner, Peter Ascheberg, Monika Rübenkamp, Gerhard Poppendiecker, Amos Saba, Horst Spieckermann, Claus Meyer, Bernd Lüthmann und Robert Karsten. Nicht auf dem Foto ist Armin Legendre.

HEILIGENHAFEN (ft) • Auch bei den Sozialdemokraten läuft jetzt der Wahlkampf für die Kommunalwahl am 25. Mai 2008 auf Hochtouren.

Im SPD-Wahlprogramm, das Peter Ascheberg am Sonnabend im Bürgerhaus vorstellte, machen die Sozialdemokraten deutlich, dass sie in Heiligenhafen etwas bewegen wollen. So kandidieren auf den vorderen Listenplätzen Peter Ascheberg (1), Monika Rübenkamp (2) und Gerhard Poppendiecker (3) als die „Zugpferde“ der SPD.

Die Kandidatenliste für das Stadtparlament wird fortgesetzt mit bewährten „alten Hasen“ wie Claus Meyer (4), Amos Saba (5), Armin Legendre (6) und Robert Karsten (7). In der SPD weiß man, dass „ohne Frauen kein Staat zu machen ist“, und so wurde mit Maria Waschner (8) eine weitere Frau in die SPD-Mannschaft geholt. Als Newcomer stellen sich Bernd Lüthmann (10) und der parteilose Horst Spieckermann (9) zur Wahl.

Im Wahlbezirk 1 (Realschule) kandidieren für die SPD Gerhard Poppendiecker und Claus Meyer. Im Wahlbezirk 2 (Bürgerhaus) treten Amos Saba und Robert Karsten an. Der Wahlbezirk 3 Theodor-Storm-Schule) wird von Armin Legendre und Bernd Lüthmann besetzt. Im Wahlbezirk 4 (Rathaus) werden Monika Rübenkamp und Peter Ascheberg versuchen, ein Direktmandat zu erringen. Im Wahlbezirk 5 (Franz-Böttger-Schule) kämpfen Maria Waschner und Horst Spieckermann um Stimmen für die SPD.

„Für Heiligenhafen ! Wir packen es an !“ steht über dem Wahlprogramm der Sozialdemokraten. Wie Peter Ascheberg im Bürgerhaus deutlich machte, sage die Sammlung von CDU-Zielen nichts darüber aus, was sich in den kommenden fünf Jahren in Heiligenhafen ändern sollte. Hier könnten auch Aussagen zum Weltfrieden und der Seligsprechung des Bürgermeisters stehen. Die SPD hingegen nenne Fakten und wiederhole die Forderung, die leerstehende Gorch-Fock-Schule zum Bürgerhaus umzubauen. Auch Monika Rübenkamp gab sich kämpferisch und sagte anhand von Haushaltszahlen, dass der Bürgermeister den Erlös aus dem Verkauf der Gorch-Fock-Schule und des Bürgerhauses, insgesamt fast 800 000 Euro, schon fest im Haushalt mit eingeplant habe.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende machte auf der SPD-Versammlung deutlich, dass von der SPD die Anmietung eines Bürgersaales – wie vom Bürgermeister angedeutet – kategorisch abgelehnt werde.

Peter Ascheberg: „Im jetzigen Bürgerhaus sind wir nur noch geduldete Gäste, und die nebulösen Vorstellungen des Bürgermeisters – die durch die Entschlusslosigkeit der CDU auch nicht besser werden – sind bisher nur Ankündigungen wie Muster ohne Wert.“

Ein weiterer Punkt im SPD-Wahlprogramm ist die Schulreform. Der richtige Weg in die Zukunft heißt für die Sozialdemokraten Gemeinschaftsschule. Einen entsprechenden Antrag habe die SPD schon in der Stadtvertretung gestellt. In der Gemeinschaftsschule werden alle Schülerinnen und Schüler in der 5. und 6. Klasse noch gemeinsam unterrichtet, danach jedoch, je nach ihrem schulischem Leistungsvermögen, auf verschiedenen Anforderungsebenen unterrichtet. Es gäbe dann Lerngruppen, in denen nach den Anforderungen der Haupt-, Realschule und dem Gymnasium von den zugehörigen Lehrkräften unterrichtet werde.

Unter dem Stichwort „touristische Aufwertung unserer Stadt“ unterstützt die SPD massiv den Bau des Dünenparks auf dem Steinwarder, die Seebrücke, das geplante Hotel, die Verlagerung des Wohnmobilplatzes und die Verbesserung der Infrastruktur der Innenstadt. So solle die Altstadt möglichst fußgängerfreundlich, sprich autofrei oder mit reduziertem Verkehrsaufkommen gestaltet werden. Dazu seinen auch sinnvolle Planungen für Radwege vorzusehen. Die SPD habe großes Interesse daran, dass die bestehenden Geschäfte erfolgreich wirtschaften können und neue Geschäfte die Ange-botspalette erweitern.

Bei einer Mehrheit im Stadtparlament werde die SPD auch dafür sorgen, dass Gelder für die Verschönerung Heiligenhafens zur Verfügung stehen. Wie Ascheberg sagte, seien da oftmals Dinge zu bewältigen, die nicht viel Geld kosteten oder schrittweise realisiert werden können“.

Ein aufgestockter Papierkorb-Entleerungsdienst, einige Bänke, Bepflanzung und Pflege möglichst vieler kleiner Beete und ansehnliche Blumenkübel, aber auch die Aktion „Rosenstöcke in den Altstadtstraßen“ sollte neu aufleben.

„Konkurrenz belebt“

Ein lebendiger Hafen sei für die Wirtschaft und das touristische Angebot unverzichtbar. So will die SPD die Weichen stellen, dass die im Hafen tätigen Betriebe erfolgreich arbeiten können. Touristisch gesehen sei der Ausbau der Hafenpromenade ein Schritt in die richtige Richtung.

Wie Ascheberg weiter ausführte, habe die CDU gegen den Grundsatz der Gewerbefreiheit verstoßen, als sie nach dem „Hauen und Stechen“ in der Stadtvertretung die Verkaufsfläche der neuen Tankstelle am Sundweg auf 200 Quadratmeter beschränken wollte. Die SPD werde auch weiterhin die Klientel-Politik der CDU, die da heiße, „wenn Konkurrenz auftaucht, wollen wir das nicht“, nicht unterstützen. In der SPD-Fraktion vertrete man immer noch den Grundsatz „Konkurrenz belebt das Geschäft“.

Auch wenn Gerhard Poppendiecker die Stirn runzelte, so musste er doch hinnehmen, dass es in der SPD auch Kräfte gibt, die Chancen für diese Region beim Bau der Brücke zwischen Dänemark und Deutschland sehen. Nach den Worten von Peter Ascheberg seien auch Beschlüsse wichtig, die eine schnelle Schaffung von Gewerbeflächen und die Ansiedlung neuer Betriebe ermöglichen. Auch die Städtepartnerschaft mit Maribo wollen die Sozialdemokraten neu beleben. Dafür sollen im städtischen Haushalt mehr Mittel zur Verfügung gestellt werden.

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