Bürgervorsteher Gottfried Grönwald und Stadtvertreter Gerhard Poppendiecker sind die ersten Kunden

Strom und Gas von der Stadt

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Gerhard Poppendiecker (l.) und Gottfried Grönwald unterschrieben die ersten Verträge über eine Energielieferung durch die Stadtwerke Heiligenhafen.

HEILIGENHAFEN -ft- Ab März werden die Stadtwerke Heiligenhafen Strom und Gas an private Haushalte liefern. Die Preise werden einen Cent pro Kilowattstunde unter den Tarifen anderer Anbieter bei der Grundversorgung liegen. Bei „Optimal-Strom“ und anderen Tarifen werde man einen halben Cent günstiger sein, sagte der Geschäftsführer der Stadtwerke, Joachim Gabriel. Gestern hat Bürgervorsteher Gottfried Grönwald den ersten Vorvertrag für die Belieferung mit Gas unterschrieben. Der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses, Gerhard Poppendiecker, setzte seine Unterschrift unter den ersten Vorvertrag als neuer Stromkunde der Stadtwerke.

Poppendiecker und Grönwald wollen damit ein Zeichen setzen und auch andere Heiligenhafener auf das Angebot der Stadtwerke aufmerksam machen. Wie Joachim Gabriel bestätigte, habe die Kommunalaufsicht die Genehmigung für den Strom- und Gasverkauf durch die Stadtwerke erteilt. Daraufhin sei man eine Kooperation mit den Stadtwerken Eutin eingegangen, die bei der erfolgten Ausschreibung das günstigste Angebot abgaben und auch vertraglich zusicherten, den Heiligenhafenern jedes Risiko von der Hand zu halten. So könnten Strom- und Gaspreise zu festen Konditionen angeboten werden.

Die Stadtwerke Heiligenhafen erbringen die Dienstleistungen, dazu gehören die Kundenberatung, das Schreiben der Rechnungen und das Ablesen der Zählerstände, die Energielieferung erfolge durch die Eutiner. „Uns geht es um mehr Bürgernähe und deshalb wolle man die Mitarbeiter des Tourismus-Service auch in Fragen der Energieberatung schulen. Bereits Anfang März werde es einen Anlaufpunkt der Stadtwerke Heiligenhafen im Hause des Tourismus-Service in der Bergstraße geben, so Gabriel. Und noch ein Vorteil hat der Verkauf von Strom und Gas durch die Stadtwerke: Die lange Telefoniererei mit Call-Centern habe dann ein Ende.

Schon bei 200 privaten Abnehmerstellen und den 23 Verbrauchsstellen bei den Heiligenhafener Verkehrsbetriebe könnte ein Gewinn von 10000 Euro erwirtschaftet werden, der direkt der Stadt Heiligenhafen zu Gute komme, denn die Stadtwerke sind ein Eigenbetrieb der Stadt, stellte HVB-Geschäftsführer Gabriel fest.

Poppendiecker: „Wir haben in der Stadtvertretung uns jahrelang dafür eingesetzt, dass wir eigene Stadtwerke bekommen, welche die Energieversorgung übernehmen. Für mich ist es da ganz logisch, dass auch die Stadtverwaltung Kunde bei den eigenen Stadtwerken wird, denn der Überschuss fließt in die Stadtkasse.“ Und Bürgervorsteher Gottfried Grönwald fügte hinzu: „Ich bin froh, dass die Stadtvertretung nach einem langen und steinigen Weg, die Stadtwerke auf den Weg gebracht hat. Um zukünftige Projekte umsetzen zu können, ist es wichtig, dass die Wertschöpfung in Heiligenhafen bleibt und deshalb bin ich gerne bereit, hier als erster Gaskunde einzusteigen.“ Im Internet sind die Stadtwerke unter info@stadtwerke-heiligenhafen.de heute schon erreichbar. Hier kann man alle Informationen rund um die Stadtwerke erfragen und auch Kontakt zur Geschäftsführung aufnehmen, um mehr über die Tarife zu erfahren oder auch schon heute einem Vorvertrag abzuschließen, um sich dadurch die Energielieferung zu sichern. Die Stadtwerke Heiligenhafen übernehmen auch die Formalitäten für die Kündigung beim jetzigen Anbieter. Wichtig wäre es noch, zu sagen, dass es sich im Strombereich um reinen Öko-Strom handelt, den die Stadtwerke anbieten, so Gabriel.

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