Auto Unfall Fehmarnsundbrücke.
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Zunächst kippte ein nahezu leerer Lkw auf der Fehmarnsundbrücke um, rund drei Stunden später verkeilte sich ein Fahrzeug in der Leitplanke.

Unfälle auf der Fehmarnsundbrücke 

Sturmtief „Nadia“ fegte über den Norden: Hunderte Einsätze für die Feuerwehren

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Das Sturmtief „Nadia“ hat am Wochenende in Norddeutschland für Hunderte Feuerwehreinsätze gesorgt. Allein die Leitstelle Bad Oldesloe, die auch für Ostholstein zuständig ist, meldete bis heute Mittag 400 Einsätze.  

  • Alleine die Feuerwehr Oldenburg hatte 29 Sturm-Einsätze zu bewältigen.
  • Die Feuerwehr Großenbrode kümmerte sich um einen Unfall auf der Fehmarnsundbrücke.
  • In Heiligenhafen blieb es vergleichsweise ruhig.

Heiligenh./Großenbr./Oldenb. – Auch im Bahnverkehr kam es wegen Sturmschäden zu massiven Problemen. Am späten Sonnabend wurde der Fernverkehr in ganz Norddeutschland vorübergehend eingestellt. 

Zahlreiche Einsätze mussten auch die Feuerwehren im Verbreitungsgebiet der HP bewerkstelligen, die sich teilweise mit Böen von bis zu 115 km/h konfrontiert sahen. Besonders gefordert war hierbei die Feuerwehr Oldenburg, die alleine bis heute Nachmittag 29 Mal im Stadtgebiet und in den Nachbarorten im Einsatz gewesen ist. Diverse technische Hilfeleistungen aufgrund des Sturms, lose Dachziegel sowie umgekippte Bäume auf Fahrzeuge und Straßen sorgten für eine arbeitsreiche Nacht. 

Stark gefordert wurde auch die Feuerwehr Großenbrode, die insgesamt neun Mal ausrücken musste. „Ereignis- und arbeitsreiche Stunden liegen hinter uns. Doch zum Glück konnten wir durch gute und kameradschaftliche Zusammenarbeit alle Einsätze schnell und sicher abarbeiten. Alle Beteiligten sind gesund nach Hause zurückgekehrt“, erklärte Wehrführer Jan Koblitz heute gegenüber der HP. 

Zahlreiche Bäume drohten umzukippen oder kippten später um. Auch hier mussten die Feuerwehren helfen.

Auch die Großenbroder mussten sich mit diversen Sturmschäden auf Straßen und auf den Bahngleisen auseinandersetzen, hinzu kam ein Einsatz in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag auf der Fehmarnsundbrücke. Ein Auto hatte sich gegen 1 Uhr in einer Leitplanke verkeilt, die Feuerwehr befreite es aus der misslichen Lage und nahm auch die ausgelaufenen Betriebsstoffe auf. „Wir waren eigentlich nur durch Zufall vor Ort, weil wir einen Rettungswagen über die Brücke gebracht haben. In Absprache mit der Rettungsleitstelle haben wir den Einsatz übernommen“, sagte Jan Koblitz. 

Wenige Stunden vorher war auf der Fehmarnsundbrücke gegen 22 Uhr bereits ein Klein-Lkw von einer Böe erfasst worden und daraufhin umgekippt. Der betroffene Lkw, dessen Fahrer leicht verletzt wurde, war nach Auskunft der am Einsatz beteiligten Feuerwehren nahezu unbeladen und hätte nicht über die Brücke fahren dürfen – entsprechende Schilder haben darauf hingewiesen. 

Die Fehmarnsundbrücke war nicht nur aufgrund der Einsätze für längere Zeit gesperrt, auch die Ampelanlage sprang aufgrund der orkanartigen Böen zeitweise ohnehin auf Rot, berichtete der Großenbroder Wehrführer. 

Hier räumt die Feuerwehr Heiligenhafen eine Straße wieder frei, die von einem Baum versperrt wurde.

Die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Heiligenhafen hatten im Vergleich zu den Nachbarwehren etwas weniger zu tun. Insgesamt vier Einsätze, die mit dem Sturmtief in Verbindung standen, hatte es gegeben. So musste unter anderem ein umgekippter Baum auf einer Straße entfernt werden, ein Rolladen drohte abzureißen, zudem gab es Probleme mit der Giebelwand einer Halle. Ebenfalls gab es einige Einsätze für die Feuerwehren der Umlandgemeinden zu verzeichnen.

Bevor nun alle ehrenamtlichen Einsatzkräfte eine wohlverdiente Pause einlegen, geht es mit den Warnungen schon weiter: Der Deutsche Wetterdienst hat heute Nachmittag vor einer Sturmflut an der Ostseeküste gewarnt, die unter anderem auch Heiligenhafen und Großenbrode betrifft.

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