Die Suche hat ein Ende: Kristina Depenau ist neue Schulleiterin der Warderschule

Eine Wohlfühlschule schaffen

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Kristina Depenau hat schon viele Ideen, die sie in der Warderschule verwirklichen möchte.

Heiligenhafen –Mareike Falz– Gut Ding will Weile haben, heißt es doch so schön im Volksmund. Wenn diesem Sprichwort Glauben geschenkt werden darf, dann können sich Schüler, Eltern und Lehrer der Warderschule jetzt über frischen Wind und eine starke Spitze an der Schule im Sundweg 100 freuen. Denn die lange Suche hat ein Ende: Nach über einem Jahr ohne offizielle Schulleitung wurde endlich eine Nachfolgerin für die ehemalige Direktorin Dorothea Hansen – die ihre Pensionierung aufgrund eines fehlenden Nachfolgers sogar zweimal nach hinten verschoben hatte – gefunden.

Gute Laune, ein sympathisches Lächeln und ein präsentes Auftreten: Kristina Depenau ist eine Frohnatur. Ihr Ziel als neue Schulleiterin ist es, die Warderschule zu einer Wohlfühlschule zu machen. Für die aus Baden-Württemberg stammende Lehrerin war die Warderschule aber auch bereits vor ihrem Amtsantritt kein fremdes Pflaster. Nach ihrem Umzug 2012 von Baden-Württemberg nach Ostholstein unterrichtete die Pädagogin zunächst ein Jahr an der Warderschule, bevor sie an die Wagrienschule nach Oldenburg wechselte.

Sich nach 20 Jahren Schuldienst verändern zu wollen, war der Startschuss für Depenau, den Karriereweg als Schulleiterin einzuschlagen. – und es war der richtige. Gleich zu Beginn der dafür vorausgesetzten Weiterbildung merkte sie: „Das ist genau meins.“ Nun ist sie wieder in Heiligenhafen und hat auch schon einige Ideen, die sie an ihrer neuen Schule umsetzten möchte.

Digitalisierung vorantreiben

Wichtig ist ihr unter anderem, die Zusammenarbeit mit den Eltern zu vertiefen: „Wir brauchen die Elternschaft, um etwas in Gang zu setzen. Ich freue mich auf die gemeinsame Arbeit“, so Depenau, die mit „wir“ das schulleitende Dreier-Team – bestehend aus ihr selbst, Konrektor Jan Warnecke und Katinka Walter, Koordinatorin der fünften und sechsten Klassen – meint. Außerdem möchte die neue Leiterin die Digitalisierung an der Schule vorantreiben: „Wlan ist ein Basic, ich weiß aber, dass die Stadt schon dran ist.“

Auch möchte die Mutter einer 14-jährigen Tochter und eines vierjährigen Sohnes, dass die Gemeinschaftsschule generell mehr in das Stadtleben integriert wird. Die Warderschule könne sich zum Beispiel bei Veranstaltungen aktiv beteiligen, ist eine Idee der 44-Jährigen.

Die Interessen der Schüler selbst werden dabei allerdings nicht außer Acht gelassen. Gerade erst vor dem Gespräch mit der HP hatte Kristina Depenau ein Zusammenkommen mit allen Klassensprechern organisiert, um die Betroffenen selbst zu fragen, was sie benötigen, um noch besser an der Warderschule lernen zu können. Das Ergebnis: Viele gute Anregungen und Vorschläge, „die wir mal angehen können, keine unlösbaren Sachen“, freute sich die in Weißenhäuser Strand wohnhafte Lehrkraft über das Engagement, das sie auch schon im Kollegium erleben durfte.

Um auf jedes einzelne Kind eingehen zu können, sei das überschaubare System der Warderschule von Vorteil: „Das ist für mich wichtig, weil mir die Schüler am Herzen liegen und ich die Kinder kennenlernen möchte“, sagte die Schulleiterin, die in Karlsruhe an der pädagogischen Hochschule Französisch, Biologie und Englisch studiert und im Jahr 2000 ihr Referendariat abgeschlossen hat. Da der Bedarf an Biologielehrern abgedeckt ist und die Schule keinen Französisch-Unterricht anbietet, wird ihr Unterrichtsschwerpunkt auf dem Fach Englisch liegen.

Eines war Kristina Depenau noch besonders wichtig zu betonen: „Ich nehme jedes Kind, so wie es ist. Es gibt viele interessante Charaktere, und jedes Kind soll mit seiner eigenen Persönlichkeit geachtet werden.“ Dafür müsse jeder an einem Strang ziehen – im Interesse der Kinder.

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