Touristischer Masterplan Sprungbrett zum Erfolg in Heiligenhafen / Steigerung auch für 2017 erwartet

Positiver Trend bei den Gästezahlen

Viele neue Touristen entdecken die Warderstadt auch in der Nachsaison. Das Ziel ist der Ganzjahrestourismus.

HEILIGENHAFEN -ft/mb-  „Die positiven Prognosen, die wir mit der Entwicklung des touristischen Masterplans aufgestellt haben, treten ein. Heiligenhafen verzeichnet 2016 einen Anstieg der Gästezahlen. Auch in den bisher eher schwachen Monaten verzeichnen wir kräftige Steigerungen“, so Tourismusleiter Manfred Wohnrade auf Anfrage der HP. Bis zum Ende des Jahres erwarte er eine historische Steigerung bei den Gäste- und Übernachtungszahlen. Auch der Nachbar am Sund kann Positives berichten.

Diese Entwicklung werde auch 2017 weitergehen, schließlich hat die „Bretterbude“ erst Ende August dieses Jahres offiziell eröffnet, das „Beach-Motel“ wird noch im Dezember an den Start gehen. Stolz betonte der HVB-Geschäftsführer, dass über 70 Prozent der Gäste in den neuen Häusern zum allerersten Mal in Heiligenhafen Urlaub machen würden. Wohnrade: „Ich habe mit einigen Gastronomen und Einzelhändlern gesprochen, die mit den Umsatzsteigerungen sehr zufrieden sind. Und wir stehen erst am Anfang.“ Als große Herausforderungen, die jetzt anzugehen seien, nannte Wohnrade die Schaffung von mehr Parkraum, einhergehend mit einem intelligenten Parkleitsystem, sowie die Schaffung neuer, attraktiver Rad- und Wanderwege. Ein weiteres Thema, das man im Auge haben müsse, sei die Belebung der Innenstadt. Heiligenhafen müsse berücksichtigen, dass die neuen Gäste auch außerhalb ihrer Unterkünfte höhere Erwartungen hätten.

Schließlich würde „ein gutes Shopping- und Gastronomieangebot das Urlaubserlebnis beflügeln“. Die Gästezahlen des Jah- res bis zum 31. August 2016 sehen für Heiligenhafen folgendermaßen aus: In diesem Zeitraum gab es 82.132 Anreisen von Gästen. Im Vorjahr waren es 71.696 Gäste, die Heiligenhafen besuchten. Das bedeutet ein Plus von 10.436 Anreisen (14,55 Prozent). Bis Ende August 2016 verzeichnete der Tourismus-Service zudem 464.723 Übernachtungen. Im Vorjahreszeitraum wurden 412.648 Übernachtungen registriert, was eine Steigerung von 12,62 Prozent bedeutet. Wie Wohnrade feststellte, bedeute diese positive Entwicklung auch Mehrarbeit für die Mitarbeiter des Tourismus-Service. Mittelfristig brauche man bei der Abwicklung der Kurabgabe personelle Verstärkung, anders sei die Arbeit nicht mehr zu bewerkstelligen. 

Großenbrode Spitze bei der Aufenthaltsdauer 

Das Ostseebad am Sund kann mit den Zahlen in Heiligenhafen nicht mithalten, aber Großenbrodes Tourismuschef Ubbo Voss verweist zu Recht auf den hinkenden Vergleich: „Wir konnten bis Ende August im Vergleich zum letzten Jahr mit 4,4 Prozent moderat zulegen. Eine Steigerung wie in Heiligenhafen ist natürlich nicht möglich, da es einen derartigen Anstieg an Betten hier nicht gibt.“ Dennoch erwarte er für die nächste Saison einen spürbaren Zuwachs, wenn die Bautätigkeiten im „Holiday Vital Resort“ abgeschlossen seien und 43 Ferienhäuser mit durchschnittlich acht Betten in die Vermietung gehen würden. Genaue Zahlen zur Entwicklung des Tourismus in Großenbrode könne er aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Digitalisierung bei der Erfassung der Gäste erst zum Neujahrsempfang präsentieren. Abschließend merkte Voss an, dass Großenbrode bei den Gästen bezüglich der Aufenthaltsdauer im Kreis Ostholstein vorne liegen würde. „Mit im Schnitt neun Tagen sind wir im Vergleich zu 4,9 Tagen im kreisweiten Durchschnitt gut aufgestellt.“ 

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