Ein kleiner Teil der gestrigen Workshopteilnehmer in Großenbrode: Tourismuschef Ubbo Voss (hinten rechts) und Stefan Kraus (M.) vom Kurmittelcentrum begrüßten unter anderem Hans-Jürgen Kütbach (hinten links), Vorsitzender des Heilbäderverbandes Schleswig-Holstein.
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Ein kleiner Teil der gestrigen Workshopteilnehmer in Großenbrode: Tourismuschef Ubbo Voss (hinten rechts) und Stefan Kraus (M.) vom Kurmittelcentrum begrüßten unter anderem Hans-Jürgen Kütbach (hinten links), Vorsitzender des Heilbäderverbandes Schleswig-Holstein.

Großenbrode will auch zukünftig Ostsee-Heilbad bleiben: Zertifizierung wurde angeschoben

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
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Großenbrode ist seit Ende der 80er-Jahre Ostseeheilbad und will diesen Titel sehr gerne auch in Zukunft führen. Der Heilbäderverband Schleswig-Holstein hat sich gestern zu einem Workshop im „MeerHuus“ getroffen. Auch die gescheiterten Hotelbau-Pläne wurden dabei thematisiert.

Großenbrode – Die Gemeinde am Sund, die rund 600000 Gäste-Übernachtungen im Jahr vorweisen kann, ist eines der Seeheilbäder des Verbandes, die – neben den Kneippkurorten – die Mehrheit der Mitglieder ausmachen. Für die Ortsprädikate sind umfangreiche Voraussetzungen zu erfüllen, allen voran das Vorhandensein eines ortsgebundenen Heilmittels wie zum Beispiel Meerwasser. 

Großenbrode ist seit Ende der 80er-Jahre Ostseeheilbad und will diesen Titel sehr gerne auch in Zukunft führen. „Wir haben im vergangenen Jahr ein Luftqualitätsgutachten auf den Weg gebracht, um erneut zertifiziert zu werden“, erklärte Tourismuschef Ubbo Voss am Rande des Treffens, das dazu dienen würde, „über den eigenen Tellerrand hinauszuschauen“. 

Neben der Klassifizierung ist auch das Vorhalten von entsprechenden Einrichtungen vor Ort unerlässlich. So haben auch Stefan Kraus, Betreiber des Kurmittelcentrums in Großenbrode, und Klaus Jäcker, Leiter der Kurklinik Miramar am Südstrand, an dem Workshop im „MeerHuus“ teilgenommen. „Wir sind stolz auf diese Einrichtungen, die Großenbrode einen hervorragenden Ruf eingebracht haben“, erklärte Ubbo Voss 

Der Verbandsvorsitzende Hans-Jürgen Kütbach sagte gegenüber der HP: „Der Heilbäderverband Schleswig-Holstein ist die landesweite Koordinationsstelle rund um das Thema Gesundheitstourismus. Ein derartiger Workshop dient immer dazu, zu erörtern, wohin wir wollen. Wie können wir voneinander profitieren, wo drückt der Schuh?“ 

„Bürgerinitiative hat Hotel vermasselt“

In der Vorstellungsrunde  des Workshops stellte die 2. stellvertretende Bürgermeisterin von Großenbrode, Christel Georgi (CDG), die touristischen Kennziffern der Gemeinde vor. „Herr Kraus und Herr Jäcker sorgen dafür, dass auch der Gesundheitstourismus einen hohen Stellenwert bei uns genießt.“ In den vergangenen Jahren hätte sich Großenbrode sehr gut weiterentwickelt, nicht zuletzt durch den Promenaden-Neubau. „Abgerundet hätte diese Entwicklung noch ein neues Hotel mit angeschlossener Gastronomie, doch dieses Vorhaben wurde uns von einer Bürgerinitiative vermasselt“, so Georgi am Dienstagvormittag gegenüber den Versammlungsteilnehmern. 

Auch Ubbo Voss lobte den eingeschlagenen Weg der Gemeinde am Sund und berichtete den Anwesenden auch von zukünftigen Projekten. „Wir haben großes Interesse daran, unsere Seebrücke zu erneuern, auch das ‚MeerHuus‘ ist mittlerweile in die Jahre gekommen“, so Voss, der hofft, dass das Hotelprojekt am Kai in der Zukunft eine zweite Chance erhält. 

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