Graswarder-Haus Heiligenhafen.
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Ein richtiger Strandbereich ist vor den Graswarder-Häusern nicht mehr zu erkennen. Auf älteren Bildern ist noch ein Strand vorhanden.

Erster Januarsturm hinterlässt auch Schäden an der Steinwarderdüne

Hochwasserschäden: Land unter auf dem Graswarder in Heiligenhafen

  • Peter Foth
    VonPeter Foth
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Das Tief „Annette“ ist über die Warderstadt hinweggefegt und hat erhebliche Schäden an der Stranddüne auf dem Steinwarder verursacht und zu Hochwasserschäden auf dem Graswarder geführt. Wie die Stadt nun reagiert.

  • Erhebliche Sturmschäden: Windrichtung war für Heiligenhafen sehr ungünstig.
  • Stadt und HVB wollen gemeinsam eine Besandsaufnahme machen.
  • Eine erneute Sandaufspülung ist derzeit nicht vorgesehen.

Heiligenhafen – Die Windlage kündigte sich schon in der ersten Januarwoche an und erreichte am letzten Wochenende mit Windgeschwindigkeiten von neun Beaufort ihren Höhepunkt.

Für Heiligenhafen war die Windrichtung aus Nord-West, drehend auf Nord-Ost und wieder West, total ungünstig, denn die Wellen griffen mit einer vollen Breitseite die Warder an. Die Schäden sind derweil enorm. Auf dem Graswarder sind teilweise die schützenden Betonfundamente vor den Häusern freigespült worden. Der Strand ist, so war es gestern zu sehen, teilweise stark zurückgegangen. Eine bittere Pille für die Besitzer der Graswarderhäuser. Nicht wenige fragen sich, wie lange der Graswarder solche stürmischen Hochwasserlagen noch aushalten kann. 

Teile des Dünenfußes wurden freigespült

Auch der Schaden am Steinwarderstrand ist alles andere als unerheblich. Hier wurden in einigen Abschnitten Teile des Dünenfußes freigespült und die Steine des Deckwerkes freigelegt. Heiligenhafens Bauamtsleiter Roland Pfündl setzt auf Schadensbegrenzung. Hier müsse bis zur Saison etwas geschehen. In den nächsten Tagen werde man eine Bestandsaufnahme mit dem Bürgermeister und der Geschäftsführung der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) machen. Der Bauamtsleiter sprach davon, dass der Strandbereich in das Gebiet Tourismus falle und somit die HVB mit ins Boot geholt werden müsse. 

Auf Höhe der DLRG-Hauptwache, aber auch in anderen Strandbereichen hat der Sturm das Deckwerk im Dünenfuß freigelegt.

Wie HVB-Geschäftsführer Joachim Gabriel gegenüber unserer Zeitung sagte, habe es durch Januar-Winterstürme immer wieder erhebliche Sandverluste im Bereich des Badestrandes auf dem Steinwarder gegeben. „Auch durch das vergangene Hochwasser sind wieder Sandverluste zu verzeichnen. Soweit jedoch das Ausmaß der Schäden beziehungsweise der Sandverluste ein Gradmesser für die Wirksamkeit des Testbuhnenfeldes östlich des Badesteges auf dem Steinwarder sein kann, dann hat sich bei dem aktuellen Hochwasser gezeigt, dass die Verluste geringer sind als in einigen Vorjahren. Das mag aber auch an der Intensität des Hochwassers gelegen haben“, sagte Gabriel. 

Erfahrungsgemäß baue sich der Oberwasserstrand in den nächsten Monaten bis zur Saison durch das abgetragene Sandmaterial, das sich noch im System vor Ort befindet und dessen Verdriften nach Osten die Testbuhnen aufgehalten beziehungsweise reduziert haben, zum Teil wieder auf. Der Umfang sei jedoch zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht abzusehen. Die Schäden am Deckwerk der Düne müssten aber beseitigt werden, so Gabriel. 

Seitens der HVB wird jedenfalls aktuell nicht beabsichtigt, den Oberwasserstrand durch zusätzliche Seesandmengen zu verstärken. 

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