Ameos-Neurologie mit 26 Betten und 28 Mitarbeitern von Heiligenhafen nach Oldenburg umgezogen

Versorgungsqualität verbessert

Großes Willkommen für die Heiligenhafenerin Theresia Loose (r.), die als eine der ersten Patientinnen in den neuen Räumlichkeiten in Oldenburg von Jutta Bestgen (Sana-Unternehmensleitung Pflege und Service), Ameos-Geschäftsführerin Theresia Kleikamp, Pflegefachkraft Susanne Lietzau sowie den Ärzten Dr. Kai Enno Brogmus, Dr. Andreas Jakobeit und Dr. Ingo Göken (v.l.n.r.) begrüßt wurde. Foto: Höppner

OLDENBURG/HEILIGENHAFEN (hö) • Die Neurologie der Ameos Klinik Heiligenhafen ist nach rund zweijähriger Planung und Vorbereitung am 29. Dezember in die Sana Klinik Oldenburg umgezogen. Alle Beteiligten sehen darin für die Patienten im Nordkreis und bis nach Lütjenburg eine Verbesserung der medizinischen Versorgung.

„Die Bedürfnisse einer Akut-Klinik konnten wir in Heiligenhafen nicht mehr befriedigen“, sagte Ameos-Chefarzt Dr. Kai Enno Brogmus. So sei eine intensivmedizinische Betreuung z.B. bei epileptischen Anfällen oder Hirnhautentzündungen in Heiligenhafen nicht möglich gewesen. Wesentliche Verbesserungen sieht Brogmus durch den Umzug auch bei der Versorgung von Schlaganfällen, wo jede gewonnene Minute wertvoll sei. „Die therapeutischen Möglichkeiten haben sich zum Wohle der Patienten erweitert“, fasste Brogmus die wesentlichen Vorteile des Umzugs in eine somatische Klinik zusammen. Lange Wege nach Lübeck oder Kiel blieben den Patienten und den Angehörigen erspart.

Auch der internistische Chefarzt der Sana Klinik, Dr. Andreas Jakobeit, sieht in dem Umzug einen Gewinn, denn im internistischen und neurologischen Bereich hätten die Patienten häufig gleiche Grundmuster der Erkrankungen. Die kurzen Wege in der Klinik kämen den Patienten ohnehin zugute.

• Wegfall der

• Transportwege

Transportwege blieben den Patienten nun erspart, sieht der Ärztliche Direktor der Sana Klinik, Dr. Ingo Göken, den Zeitgewinn bei der Notfallbehandlung als größten Gewinn für die Patienten. Positiv sei auch, so Göken, dass die Integration der neurologischen Abteilung nun eine 24 Stunden-Bereitschaft für die Computertomographie ermögliche. In dem Zusammenschluss sieht der Ärztliche Direktor letztendlich das Ergebnis der erfolgreichen Zusammenarbeit der letzten zweieinhalb Jahrzehnte. Er zeigte sich überzeugt, dass die bisherige gute Zusammenarbeit sich weiter verbessern werde.

„Wir sind ein eingespieltes Team mit einer großen neurologischen Erfahrung“, ist Dr. Brogmus erfreut, dass sämtliche 28 Mitarbeiter, darunter vier Ärzte, mit nach Oldenburg umziehen. „Weil alle Kollegen an Bord bleiben, können wir nahtlos mit der gewohnten medizinischen und menschlichen Qualität die Versorgung fortsetzen“, erklärte der Ameos-Chefarzt.

In dem komplett sanierten Trakt stehen insgesamt 26 Betten in Ein- und Zweibettzimmern zur Verfügung. Theresia Kleikamp, Geschäftsführerin der Ameos Krankenhausgesellschaft Holstein, geht davon aus, dass pro Jahr rund 1200 Patienten in der Neurologie in Oldenburg ambulant und stationär versorgt werden.

• 1,5 Millionen Euro

• für den Umbau

In den Umbau investiert haben die Sana Kliniken rund 1,5 Millionen Euro, wobei das Land eine 50-prozentige Förderung gewährte. Die Ameos Klinik tritt als Mieter auf. „Das gemeinsame Engagement mit Sana sehen wir vor allem vor dem Hintergrund unserer Verantwortung für die Menschen im Nordkreis und ihrer medizinischen Versorgung. Wir freuen uns sehr, dass das Land Schleswig-Holstein den Umbau gefördert hat“, so Kleikamp abschließend.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.