Neue Schilder in der Brückstraße.
+
Auch in der Brückstraße dürfen Fahrradfahrer ab sofort Richtung Binnensee fahren. Autofahrer können ihnen dabei natürlich entgegenkommen.

Vier Einbahnstraßen im Stadtgebiet ab sofort in beide Richtungen befahrbar

Freie Fahrt für Radfahrer in Heiligenhafen: Einbahnstraßen werden geöffnet

  • Patrick Rahlf
    VonPatrick Rahlf
    schließen

Das Durchfahren der Altstadt mit dem Fahrrad von Ost nach West ist seit Ende vergangener Woche einfacher geworden. Radfahrer haben nun mehr Rechte, müssen sich mit Autofahrern aber verständigen. Rücksichtnahme ist gefragt.

  • Vier Einbahnstraßen im Stadtgebiet für Radfahrer freigegeben.
  • Ohne gegenseitige Rücksichtnahme geht nichts.
  • Erste Ideen des Verkehrskonzeptes sind damit umgesetzt.

Heiligenhafen – Neue Verkehrsschilder erlauben es Radfahrern ab sofort offiziell, im oberen Thulboden-Bereich als auch in der Bergstraße entgegen der Einbahnstraßen-Fahrtrichtung in die Pedale zu treten. Die Regelung gilt auch in der Brückstraße und Fischerstraße. 

Das langfristige Ziel ist es, Heiligenhafen in den kommenden Jahren zu einer fahrradfreundlicheren Stadt zu machen. In diesem Zusammenhang sind nun erste Vorschläge des im Sommer vorgestellten Verkehrskonzeptes umgesetzt worden. „Die ganze Maßnahme funktioniert nur, wenn Radfahrer und Autofahrer besonders Rücksicht aufeinander nehmen. Wichtig ist es, zu erwähnen, dass die Radfahrer mit der neuen Regelung keineswegs bevorrechtigt sind“, sagte Bürgermeister Kuno Brandt am Freitagmorgen.

Auf das untere Schild müssen Autofahrer nun achten: Es besagt, dass ihnen Radfahrer entgegenkommen können.

Gemeinsam mit der Kreisverkehrsbehörde und der Polizeidirektion Lübeck habe man sich die betreffenden Straßen, wo überall Tempo 30 herrscht, in Ruhe angesehen und sei zu der Erkenntnis gelangt, dass eine Öffnung für Radfahrer entgegen der Einbahnstraßenregelung Sinn ergebe. Von den untersuchten Bereichen hat lediglich die Mühlenstraße aufgrund ihrer baulichen Eigenart eine Absage erhalten. 

„Wenn es eng wird, werden Radfahrer auch mal absteigen müssen – das wird nicht ausbleiben“

Kuno Brandt, Bürgermeister der Stadt Heiligenhafen

„Wenn es eng wird, werden Radfahrer auch mal absteigen müssen – das wird nicht ausbleiben. Auch werden sich die Verkehrsteilnehmer mit Handzeichen verständigen müssen. Ein Ausweichen auf den Fußgängerweg bleibt natürlich untersagt“, so Brandt. Parkplätze sollen unterdessen keine wegfallen, auch in der Bergstraße nicht. „Es handelt sich um einen überschaubaren Bereich, in dem man sich mit Blickkontakt und Handzeichen verständigen muss.“ 

Kuno Brandt und Arne Rieck, Leiter der Heiligenhafener Ordnungsverwaltung, bewerten es derweil positiv, dass die neuen Schilder erst jetzt und nicht schon in den Sommermonaten aufgestellt worden sind. „Nun ist es ruhiger und alle können sich an die neuen Regelungen gewöhnen“, erklärte Rieck, der ebenso wie sein Chef an die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr appelliert.  

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare

Regeln fürs Kommentieren: Bitte bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht.