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Ein Blick zurück: Vor 25 Jahren kaufte die Gemeinde Großenbrode das Grundstück der ehemaligen Marine-Küsten-Schule

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Altbürgermeister Hartmut Deiterding, Bürgermeister Jens Reise und Jürgen Zuch
Großenbrodes ehemaliger Bürgermeister Hartmut Deiterding (v.l.), der jetzige Bürgermeister Jens Reise und der damalige Büroleitende Beamte Jürgen Zuch kamen 25 Jahre nachdem die Gemeinde das Gelände der ehemaligen Marine-Küsten-Schule gekauft hat am Gedenkstein an der Mole zusammen. © Hans-Jörg Meckes

Vor 25 Jahren kaufte die Gemeinde Großenbrode das Grundstück der ehemaligen Marine-Küsten-Schule. Heute blicken Altbürgermeister Hartmut Deiterding, Bürgermeister Jens Reise und der ehemalige Büroleitende Beamte Jürgen Zuch zurück.

Großenbrode – Vor 25 Jahren kaufte die Gemeinde Großenbrode das circa 84 Hektar große Gelände vom Hafen bis nördlich zum Wald und im Westen bis zur Grenze zu CP Kelco dem Bund ab. Kosten: 5,4 Millionen D-Mark. Heute blicken Großenbrodes ehemaliger Bürgermeister Hartmut Deiterding, der aktuelle Bürgermeister Jens Reise und der damalige Büroleitende Beamte, Jürgen Zuch, auf die Zeit zurück, als auf dem Grundstück noch die ehemalige Marine-Küstenschule aktiv war.

Damals ging es um Abrüstung und die Förderung der weitläufigen Infrastruktur.

Jürgen Zuch, damals Büroleitender Beamter

Zuch erinnert sich zurück, wie es am 23. April 1997 zum Kauf kam: „Der Bund hat damals gesagt, wir verkaufen nur im Ganzen. Wir von der Gemeinde Großenbrode wollten erreichen, dass auf dem Gelände wieder Leben herrscht und Arbeitsplätze geschaffen werden.“ Der Grund, weshalb der Bund das Grundstück nicht mehr brauchte, lag in der damaligen Zeit begründet: „Damals ging es um Abrüstung und die Förderung der weitläufigen Infrastruktur“, reminisziert Zuch, der von 1977 bis 2007 bei der Gemeinde gearbeitet hat und heute als Leiter des Regionalbüros in Burg die Gemeinden Fehmarn und Großenbrode zur Festen Fehmarnbeltquerung berät. Froh war die Verwaltung, dass ihr damals der Zweckverband Ostholstein die Erschließung abgenommen habe.

Gemeinde konnte Grundstücke im Anschluss schnell verkaufen

Als neue Möglichkeit für die 2000-Einwohner-Gemeinde am Sund hat den Kauf auch der damalige Bürgermeister Hartmut Deiterding gesehen: „Ich habe es als Chance gesehen, hier kann was entstehen.“ Die Gemeinde hatte auch Glück, dass das Interesse groß war und sie die Grundstücke im Anschluss schnell verkaufen konnte, sagt der heute 78-Jährige. Aktuell befinden sich auf dem Gelände mehr als 50 Arbeitsplätze. Die alten Kasernengebäude, die sich zwischen der Straße Am Kai aufreihen, erinnern weiterhin an die frühere militärische Nutzung. Für sie wurde eine Erhaltungssatzung aufgestellt, erklärt Deiterding.

Das Gelände ist ein Zugewinn sondergleichen.

Jens Reise, Bürgermeister von Großenbrode

Großenbrodes aktueller Bürgermeister Jens Reise verbindet mit dem früher für die Öffentlichkeit abgesperrten Grundstück viele Kindheitserinnerungen: „Als Kinder wurden wir hier alle zwei Jahre zum Tag der offenen Tür eingeladen.“ An der Mole habe die Gemeinde mit dem Kauf zwei neue Häfen mit 200 Liegeplätzen für Boote hinzugewonnen.

„Das Gelände ist ein Zugewinn sondergleichen, vor allem touristisch, aber auch mit der großen Waldanpflanzung“, so Reise.

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