Kursaal-Abriss: Neubauprojekt wird Kommunalpolitikern nach Sommerpause vorgestellt

Vorplanungen bald abgeschlossen

Damit der Besitzer seine Pläne umsetzen kann, ist eine Änderung des B-Plans notwendig. Bei erfolgter Baugenehmigung wird das Gebäude-Ensemble abgerissen.
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Damit der Besitzer seine Pläne umsetzen kann, ist eine Änderung des B-Plans notwendig. Bei erfolgter Baugenehmigung wird das Gebäude-Ensemble abgerissen.

Heiligenhafen –ra– Der Kursaal im Ferienpark hat auf seine alten Tage eine kleine Wiederbelebung erfahren. Diverse Ausschusssitzungen haben dort in den vergangenen Wochen stattgefunden, zuletzt hat die Stadtvertretung im Kursaal getagt. Das alles ist natürlich der Corona-Krise geschuldet gewesen, da ein großzügiger Veranstaltungsort für die Einhaltung der Hygieneregeln benötigt wurde. Aber auch für frühere Großveranstaltungen, wie die Bürgermeisterkandidaten-Vorstellungsrunde im Februar, hat sich der Kursaal als passend erwiesen.

  • Bünning hält an Neubauplänen fest
  • Erst wenn alles in trockenen Tüchern ist, soll Bauantrag gestellt werden
  • Derzeit Anatomie-Ausstellung im Kursaal

Doch zukünftig muss die Stadt eine neue Location finden, denn die Tage des Gebäudes sind bekanntlich gezählt. Investor Hans-Jürgen Bünning hält an seinen Neubauplänen fest, die vorbereitenden Planungen laufen im Hintergrund weiter, teilte er auf HP-Nachfrage mit. „Für die B-Plan-Änderung sind diverse Gutachten nötig, die durchgeführt werden“, sagte Bünning am Montag.

Bünning: Von Konzept nicht abgewichen

Auf dem Gelände der Kurhausgaststättenbetriebe im Ferienpark soll ein zehngeschossiger Gebäudekomplex mit Ferienwohnungen und Dachterrassen-Skybar

entstehen. Im Erdgeschoss sind neben Gastronomie und Einzelhandel auch eine Bowlingbahn sowie ein Kino vorgesehen, des Weiteren ist eine Tiefgarage geplant. „Wir sind von unserem ursprünglichen Konzept nicht abgewichen“, stellte der Immobilienunternehmer klar.

Die Stadtvertretung hatte im Herbst 2018 Hans-Jürgen Bünning grünes Licht für seine weiteren Planungen gegeben. Die Kommunalpolitik wird sich aber noch einmal mit dem Thema befassen. „In der Sitzungsrunde nach der Sommerpause haben wir unsere Hausaufgaben abgeschlossen und das Gesamtprojekt wird dann noch mal vorgestellt“, erklärte Hans-Jürgen Bünning. Erst wenn alles in trockenen Tüchern sei, werde er den Bauantrag stellen. Bis die Abrissbagger anrollen, wird es also noch etwas dauern. Zudem könnte es sein, dass Besitzer von Wohnungen im Ferienpark gegen die Baugenehmigung klagen. Eine Interessengemeinschaft, die dem Vorhaben sehr kritisch gegenübersteht und bereits Anwälte eingeschaltet hat, gibt es bereits (wir berichteten).

„Das Grundstück liegt mitten in einem Feriengebiet und wird selbstverständlich von uns gepflegt, solange die Gebäude stehen“, so Bünning. Um die laufenden Kosten für die leerstehende Immobilie etwas zu decken, wird der Kursaal hin und wieder vermietet. Aktuell ist dort eine Anatomie-Schau für die kommenden zwei Monate aufgebaut, schließlich ist Heiligenhafens Politik bereits in der Sommerpause und benötigt den Saal in den kommenden Wochen nicht. Rund 200 ausgestellte Exponate thematisieren derzeit im Kursaal die Anatomie des Menschen bis ins kleinste Detail.

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