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VR Bank zwischen den Meeren: Vertreterversammlungen stimmen für Fusion

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Von: Hans-Jörg Meckes

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Vorstand und Aufsichtsrat der fusionierten VR Bank zwischen den Meeren
Vorstand und Aufsichtsrat der künftigen VR Bank zwischen den Meeren kamen nach der Vertreterversammlung der VR Bank Ostholstein Nord-Plön für ein gemeinsames Foto zusammen: Stefan Frahm (v.l.), Dr. Eckhard Boll und Lars Nissen vom bisherigen Standort Ostholstein Nord-Plön sowie Dr. Rainer Bouss, Detlef Beckmann und Dirk Dejewski vom bisherigen Haus in Neumünster, das sich bereits im letzten Jahr in VR Bank zwischen den Meeren umbenannte. Unter diesem Namen will die fusionierte Bank künftig firmieren. © Hans-Jörg Meckes

Die Fusion zwischen der VR Bank Ostholstein Nord-Plön und der VR Bank zwischen den Meeren in Neumünster ist nun beschlossene Sache. Die Vertreterversammlungen beider Banken stimmten der Fusion zu.

Weissenhäuser Strand – Im November letzten Jahres trafen sich die VR Banken Ostholstein Nord-Plön und Neumünster zum ersten Mal, um über eine Fusion zu sprechen. Anfang Dezember informierten sie umfassend über ihre Pläne. Dabei soll die VR Bank Ostholstein Nord-Plön die Bank in Neumünster übernehmen. Der neue Name wird wiederum von der VR Bank in Neumünster übernommen, die sich seit Mai 2021 in VR Bank zwischen den Meeren umbenannt hat. Bereits Ende letzten Jahres stimmten die Vorstände und Aufsichtsräte beider Banken einstimmig für die Fusion. Am Dienstag stimmte nun die Vertreterversammlung der VR Bank Ostholstein Nord-Plön in Weissenhäuser Strand einstimmig mit allen ihrer 101 anwesenden Mitglieder für die Fusion. Notwendig war mindestens eine Dreiviertelmehrheit.

Als großes Unternehmen können Sie sich um gewisse Themen sehr gut kümmern.

Lars Nissen, Vorstandssprecher

„Betriebswirtschaftlich passen die beiden Banken wirklich in jeder Hinsicht gut zueinander“, sagte Vorstandsmitglied Stefan Frahm. Als juristischer Sitz der gemeinsamen VR Bank zwischen den Meeren sei Neumünster vorgesehen. Lensahn bleibe aber zentraler Verwaltungssitz für den bisherigen Teil Ostholstein Nord-Plön, betonte Frahm. In schwierigen Zeiten wie diesen sei das Thema Fusion genau richtig platziert, ergänzte Vorstandssprecher Lars Nissen. „Als großes Unternehmen können Sie sich um gewisse Themen sehr gut kümmern.“

Mitgliedern und Kunden der VR Bank versicherte Stefan Frahm, dass das Unternehmen eine Genossenschaftsbank vor Ort bleibe, die nun jedoch zusätzliche Leistungen anbieten könne wie etwa bei der Beratung und beim digitalen Zugang. Beide Banken hätten sich das Verhalten ihrer Kunden – unabhängig von den Fusionsüberlegungen – natürlich angeschaut und das Netz der Geschäftsstellen daraufhin überprüft und angepasst. Der 51-Jährige unterstrich: „Die persönliche Kundennähe gehört zu unserer genossenschaftlichen DNA.“ Wenn die Banken fusioniert seien, müssten nicht zulasten der Kundennähe Kosten eingespart werden.

Auch Vorstand und Aufsichtsrat fusionieren

Die verschmolzene Genossenschaft wird einen vierköpfigen Vorstand erhalten, der aus den bisherigen beiden Vorständen des Hauses Ostholstein Nord-Plön, Lars Nissen und Stefan Frahm, sowie den bisherigen beiden Vorständen von Neumünster, Dr. Rainer Bouss und Dirk Dejewski, bestehen soll.

Dem Aufsichtsrat von Ostholstein Nord-Plön gehörten bis jetzt neun Mitglieder an, dem von Neumünster acht. Im neuen Aufsichtsrat der fusionierten VR Bank zwischen den Meeren sollen die beiden bisherigen Aufsichtsräte zusammengehen. Demnach werde er mit 17 Mitgliedern starten, erklärte Nissen. Aufsichtsratsvorsitzender der neuen Bank soll Dr. Eckhard Boll werden, der bisher auch Vorsitzender des Aufsichtsrates der VR Bank Ostholstein Nord-Plön war. Sein Stellvertreter wird der bisherige Aufsichtsratsvorsitzende der VR Bank zwischen den Meeren in Neumünster, Detlef Beckmann.

Die neue Vertreterversammlung setzt sich aus den Vertretern aus allen Regionen im Verhältnis zur Mitgliederzahl zusammen. Der Vertreterschlüssel passt sich dem Verhältnis 200:1 an, womit die fusionierte Bank circa 270 Mitgliedervertreter haben wird.

Vertreterversammlung in Neumünster stimmt mit 99,2 Prozent für Fusion

Einen Tag später kamen am Mittwochabend die Kollegen der Vertreterversammlung von Neumünster zusammen, um ebenfalls über die Fusion abzustimmen. Dort stimmten 126 von 127 anwesenden Vertretern bei einer Enthaltung für die Fusion. Die technische Fusion der beiden Banken sei nun aber noch nicht vollständig vollzogen, sagte Lars Nissen. Die Fusion müsse erst im Genossenschaftsregister eingetragen sein. Damit rechnet er im Juni.

Die fusionierte VR Bank zwischen den Meeren

Die künftig fusionierte VR Bank zwischen den Meeren wird über 420 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verfügen. Sie will sich mit ihren dann 52000 Mitgliedern laut eigener Aussage auf ein intensives Kundengeschäft im ländlichen Raum konzentrieren. Mit einer breiteren Präsenz vor Ort will sie für ihre 117000 Kunden bereitstehen. Es sollen mit einer Bilanzsumme von 3,9 Milliarden Euro auch größere und komplexere Kreditwünsche ermöglicht werden.

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