Kater Casper
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Kater Casper hatte ein markantes und geflecktes Fell. Die Besitzerin erkannte ihn im Internet wieder.

Ärgernis um gechippte Katze

Warum wurde Kater Casper vermittelt?

  • Hans-Jörg Meckes
    vonHans-Jörg Meckes
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Im Mai letzten Jahres verschwand Kater Casper von zu Hause und kam nicht mehr wieder. Obwohl er gechippt war, vermittelte ihn anscheinend die Katzenklappe in Oldenburg. Das ärgert nun seine alte Besitzerin.

  • Kater Casper lief im Mai 2020 von zu Hause weg und kam nicht mehr wieder.
  • Er wurde wahrscheinlich bei einer Futterstelle des Vereins „Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn“ von einer Privatperson gefunden und zur Katzenklappe nach Oldenburg gebracht.
  • Die Katzenklappe soll ihn im Internet weitervermittelt haben, obwohl er gechippt war.

Heiligenhafen – Es war ein Schock für Katzenbesitzerin Viviane Wendt, als ihr Kater Casper im Mai letzten Jahres verschwand und nicht mehr zurückkehrte. Vor etwa drei Wochen entdeckte eine Bekannte von ihr den markanten und schwarz-weiß gefleckten Stubentiger auf der Facebookseite des Vereins „Tiere in Not Heiligenhafen-Fehmarn“. Er soll von der Katzenklappe des Vereins in Oldenburg vermittelt worden sein, obwohl er laut Wendt mit einem Chip des Vereins TASSO versehen wurde, so ihr Vorwurf.

Kater Casper hatte ein markantes und geflecktes Fell. Die Besitzerin erkannte ihn im Internet wieder.

Bei Casper soll es sich um einen sogenannten Freigänger handeln. Das sind Katzen, die tagsüber weglaufen und abends wieder zu ihren Besitzern zurückkehren. Als Wendt den Verein kontaktierte und Fotos von ihrem Kater zuschickte, kam laut ihr zur Sprache, dass er an einer Futterstelle von „Tiere in Not“ auf dem hinteren Gelände des Ameos-Klinikums von einer Privatperson gefunden und eingefangen worden sein soll. Diese Person soll den Vierbeiner dann zur Katzenklappe in Oldenburg gebracht haben, einer Unterstelle von „Tiere in Not“.

Die Vorsitzenden von „Tiere in Not“ äußern sich zu den Vorwürfen

Die Vorsitzenden des Vereins, Hans-Detlef und Carola Stölken, können selbst keine genauen Angaben zu dem Sachverhalt machen. Dass die Katze bei der Futterstelle gefunden wurde, sei eine Vermutung, könne aber nicht sicher gesagt werden, so Carola Stölken. Zudem erklärt sie, dass die besagte Katze nicht von einem Mitglied des Vereins nach Oldenburg zur Katzenklappe gebracht worden sei, sondern von einer Privatperson. Hans-Detlef Stölken betont, dass er nicht ausschließen möchte, dass auch im Verein „Tiere in Not“ Fehler gemacht werden können. Seine Frau und er finden den Fall um Kater Casper selbst ärgerlich.

Die Verantwortliche für die Katzenklappe in Oldenburg wollte sich auf Nachfrage nicht zu dem Thema äußern, da Viviane Wendt mittlerweile einen Anwalt eingeschaltet habe.

Wendt, die vorher selbst Mitglied in dem Verein war und ihn dann wegen Meinungsverschiedenheiten verließ, ist vor allem verärgert über die Katzenklappe, die den Kater ihrer Aussage nach gechippt vermittelt haben soll. Ihr gehe es mittlerweile nicht mehr darum, das Tier zurückzubekommen, sagt sie, „aber ich möchte schon wissen, wo Casper ist“.

Verschwinden von Casper war für alle Beteiligten ärgerlich

Auch die Stölkens äußerten, dass sie es begrüßen würden, wenn sich die Person, die den Kater in Heiligenhafen gefunden hat oder die ihn jetzt besitzt, noch einmal melden würde.

So lässt sich bis jetzt nur festhalten, dass der Fall um Casper und sein Verschwinden im letzten Mai für alle Beteiligten vor allem eines war: ärgerlich.

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