Marco Kleinschmidt und Thomas Atzpodien übernehmen ab 2014 das Ruder

Weichen für die neue Wehrführung sind gestellt

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Im Oktober übernimmt Thomas Atzpodien die stellvertretende Wehrführung von Andreas Maeke; zum Jahreswechsel macht Marco Kleinschmidt als Nachfolger von Gemeindewehrführer Andreas von der Heyde (von links) die neue Spitze der Oldenburger Wehr komplett.

OLDENBURG · Zum letzten Mal hieß Gemeindewehrführer Andreas von der Heyde am Freitag seine Kameraden zur Jahreshauptversammlung der Oldenburger Feuerwehr willkommen. Obwohl noch gut elf Monate Dienstzeit vor ihm liegen, wurden bereits jetzt die Weichen für den Führungswechsel gestellt. Von der Heydes Vize Andreas Maeke gab an diesem Abend ebenfalls den Staffelstab ab und auch in der Jugendwehr weht künftig ein neuer Wind an der Spitze.

Eine Abschlussbilanz wolle er noch nicht ziehen, betonte Andreas von der Heyde – dafür werde in seiner verbleibenden Amtszeit sicherlich noch zu viel passieren. Doch nach zwölf Jahren an der Wehrspitze sei es allmählich an der Zeit, Platz für Nachfolger zu machen. Zudem wolle er sich künftig mehr Zeit für die Familie nehmen, begründete der scheidende Gemeindewehrführer. Seine Nachfolge tritt am 1. Januar 2014 Marco Kleinschmidt an. Bereits im Oktober 2013 übernimmt Thomas Atzpodien die stellvertretende Wehrführung. Der bisherige Gruppenführer „beerbt“ damit Andreas Maeke, der sich ebenfalls nicht zur Wiederwahl zur Verfügung stellte.

Digitale Alarmierung sorgt für „graue Haare“

Mit sofortiger Wirkung in ihr Amt gelangten die neuen Zugführer André Hasselmann und Arne Petersen, wiedergewählt wurde Gerätewart Thorsten Hoffmann.

Doch zunächst zogen die noch amtierenden Wehrführer Jahresbilanz. Insbesondere die digitale Alarmierung war es hier, die von der Heyde „so manches graue Haar“ bescherte. Bereits 2010 sollte die Umstellung auf die neue Technik erfolgen; zahlreiche Komplikationen und Mängel hatten jedoch dafür gesorgt, dass die Kameraden immer noch auf analogem Wege alarmiert werden. Derzeit laufe noch der Probebetrieb, mit einer Umstellung in Ostholstein wird 2015 gerechnet.

Auch die Nachwuchsgewinnung für die Oldenburger Blauröcke sei ein wenig ins Stocken geraten; „das Ehrenamt verliert leider immer mehr an Bedeutung“, konstatierte der Wehrführer. Hier sei es auch an der Politik, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, damit engagierte Kameraden leichter den Brückenschlag zwischen Arbeit, Familie und Feuerwehrdienst schafften, so von der Heyde in Richtung der zahlreich anwesenden Gäste aus dieser Branche.

Den Posten des stellvertretenden Jugendwarts gab Michael Wulff an Jörn Krause ab, während Thies Hansen die Spitze der Jugendwehr von Oliver Wellendorf (von links) „erbte“.

Mit ihrer Jugendwehr, die im kommenden Jahr 50 Jahre Bestand hat, habe er um die Zukunft der Oldenburger Wehr jedoch wenig Sorge, ließ von der Heyde durchblicken; „Wir sind ein starkes Team.“ Apropos Jugendwehr: Auch hier gab es einiges Stühlerücken an der Spitze. So stieg Thies Hansen zum neuen Jugendwart auf, sein Stellvertreter ist Jörn Krause. · wob

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