CDU-Neujahrsempfang: "Danke-Wappen" an den Förderverein für Heimatmuseum und Kultur

"Wertvolle Arbeit" gewürdigt

Timo Gaarz (r.) überreichte im Beisein des stellvertretenden Landrates Ingo Gädechens (l.) und Bürgervorstehers Georg Rehse (2.v.r.) Hildegard Kunow das „Danke-Wappen“ der CDU. Foto: Höppner

HEILIGENHAFEN (hö)  • Neujahrsempfänge genießen landauf und landab zu Beginn eines neuen Jahres Tradition, ebenso der der CDU Heiligenhafen.

Etabliert hat es sich zudem, zu diesem Anlass ein „Danke-Wappen“ zu überreichen, um im Dienste der Allgemeinheit ausgeübtes ehrenamtliches Engagement zu würdigen. In diesem Jahr konnte Hildegard Kunow diese Auszeichnung für den Förderverein für Heimatmuseum und Kultur aus den Händen von Timo Gaarz, Ortsverbandsvorsitzender der CDU Heiligenhafen, in Empfang nehmen.

„Die Mannschaft des Fördervereins, egal in welcher Funktion, leistet eine wertvolle und unbezahlbare Arbeit auf sehr hohem Niveau. Nicht nur im Bereich der Heimatpflege, sondern auch auf dem Gebiet der Kunst und Kultur“, lobte Gaarz das Wirken des Vereins.

Als ein „wunderbares Zeichen der Ehrung“ empfand Hildegard Kunow die Auszeichnung. Unter ihrem Motto „Ein leben ohne Kultur ist kein richtiges“ legte sie den rund 80 Gästen im Pavillon am Binnensee noch einmal die Zielrichtung des Fördervereins dar. So fördere man einerseits finanziell und personell den Betrieb des Heimatmuseums, andererseits sei das zweite Standbein die Kultur, wobei es vor allem im Winter um die Bereitstellung eines kulturell wertvollen Angebotes gehe.

In seiner Rede streifte Timo Gaarz zunächst einmal die allgemeine wirtschaftliche Lage mit Wirtschafts- und Finanzkrise, nicht zu vergessen den von Barack Obama im US-Präsidentschaftswahlkampf geprägten Leitspruch „Yes, we can“.

Im Wesentlichen ging es dem CDU-Ortsverbandsvorsitzenden aber um die Entwicklung in der Warderstadt. Hier habe man seit 2008 eine neue, buntere Stadtvertretung. Es fehlten nun die klaren Mehrheiten. Diese „Mehrheiten muss man sich suchen oder man wird gesucht“, sieht Gaarz in den neuen Mehrheitsverhältnissen die Erfordernis, die Kommunikation und den Dialog zwischen den Parteien auszubauen. Eine Herausforderung für alle Parteien.

„Wenn es allerdings um die Zukunftsentscheidungen für unsere Warderstadt geht, dann steht die Stadtvertretung zusammen“, hat Gaarz rückblickend festgestellt. Eine solche Zukunftsallianz sei an dieser Stelle angemessen und sehr notwendig, so Gaarz nach vorn schauend. Der Anfang scheint gmacht, denn beim Neujahrsempfang fehlte aus den Reihen der Stadtvertretung lediglich die SPD, allerdings waren die Sozialdemokraten durch Altbürgermeister Detlef Anders vertreten. Auch Bürgervorsteher Georg Rehse (CDU) ging in seiner Neujahrsansprache auf die neuen politischen Verhältnisse in der Stadtvertretung ein, wobei er bei der Öffentlichkeit um Verständnis warb, dass in der Stadtvertretung „keine Politikprofis“, sondern „engagierte Bürger“, darunter zehn „Neulinge“, die Geschicke der Stadt lenkten.

Rehse zeigte sich überzeugt, dass man aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen könne. Er machte dies an seiner eigenen Person fest und nannte das Beispiel Erneuerung der Yachthafenpromenade. Zuerst sei er skeptisch gewesen, seine anfänglichen Vorbehalte hätten sich schließlich aber in Begeisterung verwandelt. „Der Erfolg gibt dieser Investition recht“, stellte Georg Rehse fest.

Und auch für 2009 sieht er große Aufgaben auf Heiligenhafen zukommen. Als Beispiele nannte der Bürgervorsteher die Ausgestaltung der neuen Schulform, den weiteren Weg der Kinderbetreuung, die touristische Weiterentwicklung sowie den Aufabu der Stadtwerke. Bei den geplanten Großprojekten wie Hotel, Seebrücke, Dünenpark oder Golfplatz wolle man die Bürger umfassend informieren. So sei diesbezüglich im April eine Einwohnerversammlung geplant.

• Heiko Müller:

• Flugzeugträger –

• alles Quatsch

Stichwort Seebrücke. Hier hatte in einem Pressebericht (LN, 10. Januar) die Aussage, die neue Seebrücke könne die Ausmaße eines Flugzeugträgers besitzen, bei Bürgermeister Heiko Müller für Missfallen gesorgt. „Alles Quatsch“, so Müller, der den von einer Graswarderanwohnerin gezogenen Vergleich mit dem Flugzeugträger nur kopfschüttelnd gegenübersteht. „Einen Flugzeugträger wird es nicht geben, und auch nichts, was so aussieht“, so Müller. Konkrete vorzeigbare Pläne gebe es noch nicht, doch sehr gute Intentionen, sagte der Verwaltungschef, wobei er auf ein gemeinsames Treffen der Investoren und Betreiber am 21. Januar verwies.

In diesem Zusammenhang bemängelte Müller einmal mehr die große Zeitspanne von der Planung bis zur Umsetzung. Bereits seit 2004 arbeite man an diesem Projekt eines Hotels mit Seebrücke, die in ähnlicher Form wie in Heringsdorf (Usedom) errichtet werden könnte. Bis zur Projektumsetzung dürften nach Ansicht Müllers noch einige Tage ins Land ziehen: „Der 1. Spatenstich wird wohl erst nach dem nächsten Neujahrsempfang der CDU erfolgen.“

Etwas zügiger – noch in diesem Jahr – dürfte seiner Meinung nach die Errichtung der Südtangente und des Kreisels an der Ecke Eichholzweg/Lauriz-Maßmann-Straße vorankommen. Bezüglich neuer Entscheidungen für die Zukunft Heiligenhafens hat Müller eine „konstruktiv ausgerichtete Atmosphäre“ in der Stadtvertretung ausgemacht.

„In Heiligenhafen wurde vieles gut und manches beser gemacht als woanders“, zollte der stellvertretende Landrat Ingo Gädechens (CDU) den Verantwortlichen in der Warderstadt seinen Respekt. Man sei auf einem guten Wege, gerade die CDU setze in Heiligenhafen wichtige Maßstäbe, gab‘s vom Bundestagskandidaten für die eigenen Reihen noch einen Lob-Nachschlag.

Nicht nur Heiligenhafen, sondern der gesamte Kreis Ostholstein müsse sich seiner Überzeugung auf den Bau der Festen Fehmarnbeltquerung einstellen, richtete Gädechens den Blick in die Zukunft. „Die Entschlossenheit der Dänen ist unbeugsam und deshalb gehe ich mittlerweile fest davon aus, dass der Staatsvertrag ratifiziert wird“, erklärte der stellvertretende Landrat, der selbst Mitglied im neu gegründeten Fehmarnbeltkomitee ist, das heute seine erste Sitzung abhalten wird. „Wir müssen uns auf den Weg machen ... und Gesprächspartner suchen, die unsere Interessen auch wahrnehmen“, riet Gädechens den Gästen des Neujahrsempfanges.

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