Städtisches „HOW!“-Projekt: 16 Personen haben sich beteiligt / Erster Erfolg: 24 Wohnungen werden saniert

Wohnraumbedarf: Nur wenig Resonanz

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Erfolg auf dem Wohnungsmarkt: Insgesamt 24 Einheiten werden von einem Investor entkernt und anschließend saniert.

HEILIGENHAFEN -ra- Im Zuge des Projektes „HOW!“ – Heiligenhafener Offensive: Wohnraumbedarf – hat die Stadt vor sechs Wochen damit begonnen, Fragebögen zur Ermittlung der Wohnraumsituation innerhalb des Stadtgebietes auszugeben. Das Zwischenfazit fällt ernüchternd aus: Gerade einmal 16 Personen haben von dem städtischen Angebot Gebrauch gemacht. „Der massive Bedarf, der von vielen Seiten immer angeführt wird, ist nicht erkennbar“, sagte Bürgermeister Heiko Müller (parteilos).

Bei der Aktion handelt sich um eine Bedarfserhebung und die Option, anhand der ermittelten Daten die erforderlichen Grundlagen für mögliche Handlungsstrategien und politische Entscheidungen vorzubereiten. Doch die große Resonanz blieb bislang aus. „Dabei ist die Hemmschwelle, den im Internet heruntergeladenen Fragebogen auszufüllen und bei der Stadt in den Briefkasten zu stecken, sehr gering. Es muss auch nicht zwangsläufig das Gehalt mit angegeben werden“, erklärte Stadtmanagerin Sandra Hamer, die ergänzte: „Alle Daten werden streng vertraulich behandelt.“

Eine Deadline für die Fragebögen gibt es erst einmal nicht. Wer als Einzelperson, Paar oder als Familie Bedarf an bezahlbarem und gleichzeitig modernem Wohnraum hat, der kann sich weiterhin vertrauensvoll an die Stadt Heiligenhafen wenden. „Wir können natürlich nicht aus dem Stehgreif helfen und sofort eine Wohnung besorgen. Aber langfristig gesehen ist es wichtig, dass wir den Bedarf der Menschen kennen, um etwas tun zu können“, so Heiko Müller, der auch weiß, dass sich auf dem Wohnungsmarkt etwas verändern muss.

Positive Nachrichten gibt es derweil aus dem Bereich Postlandstraße/Am Kalkofen. Hier ist es einem Investor gelungen, einen Bestand von 24 Wohnungen zu erwerben, die er zunächst entkernen und dann komplett sanieren lassen will. „Uns wurde das Konzept vorgestellt, und das hat überzeugt. Zwar wird die Kaltmiete etwas steigen, doch nach den umfangreichen Umbaumaßnahmen werden die Nebenkosten rapide sinken“, so Müller, der hier von bezahlbarem und dennoch qualitativ hochwertigem Wohnraum spricht, der entsteht. Sogar Balkone soll es zukünftig dort geben. An Investoren, die alte Wohnungen vernünftig herrichten, dabei aber auf eine Luxus-Ausstattung zugunsten einer moderaten Miete verzichten, mangelt es nicht. „Es gibt zahlreiche Interessenten für die vielen in die Jahre gekommenen Wohnungsblöcke. Das Problem bleiben die Eigentümer, die Wohnungsgesellschaften, die nicht investieren, aber auch nicht verkaufen wollen“, so Müller. Man werde den Druck weiter erhöhen, um die Gesellschaften doch noch zu einem Umdenken zu bewegen.

Der Fragebogen kann unter www.heiligenhafen.de/aktuelles.html heruntergeladen werden oder ist direkt im Rathaus erhältlich.

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