Veranstalter sind stolz auf erfolgreiche 4. Wardermesse in Heiligenhafen / Lobeshymnen an alle Mitwirkenden

Zufriedener Blick aufs Wochenende

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Der Spielmannszug Heiligenhafen eröffnete am Sonnabendvormittag die Wardermesse im Aktiv-Hus.

HEILIGENHAFEN -og/mf- Auf ein Wochenende mit intensiven Gesprächen, neuen Kontakten und Tausenden interessierten Gästen, die sich an den liebevoll gestalteten Ständen der Wardermesse informiert und ausgetauscht haben, kann Heiligenhafen zurückblicken. Zufrieden sind nicht zuletzt auch die Organisatoren der großen Messe.

Schon vor der offiziellen Eröffnung der 4. Wardermesse schlenderten viele Besucher um das Aktiv-Hus herum. Begleitet von feierlichen Klängen des Spielmannszuges, der bei strahlend blauem Himmel entlang der Ferienparkpromenade bis in die obere Etage des Aktiv-Hus marschierte, wo zahlreiche Aussteller ihre Angebote präsentierten und auf die Besucher warteten. HVB-Geschäftsführer und Mitorganisator Manfred Wohnrade nahm den Spielmannszug in Empfang und wies darauf hin, dass auch der Spielmannszug Heiligenhafen Nachwuchs ausbildet.

Wohnrade, der sichtlich stolz auf die Veranstaltung war, bedankte sich bei seinem Messe-Team, das sich viel Mühe gegeben und ein tolles Programm vorbereitet habe. Über 50 Aussteller waren in diesem Jahr auf der Messe, darunter auch einige neu hinzugewonnene Aussteller aus der unmittelbaren Region. Die Wardermesse dient unter anderem dazu, auf das große Angebot von Handwerk, Touristik und Handel in der Region aufmerksam zu machen.

Die Wardermesse hat wieder einmal ein Programm für die ganze Familie geboten. Kinder konnten in der Kinderwelt toben, Jugendliche konnten sich über die Möglichkeiten von Ausbildung in der Region informieren, und die Erwachsenen konnten sich unter anderem über das Angebot der heimischen Wirtschaft informieren.

Der HVB-Geschäftsführer bedankte sich bei den Mitorganisatoren vom Gewerbeverein „Partner mit Herz“, bei der Bezirkshandwerkerschaft Heiligenhafen und dem Team der HVB, „die mit vollem Einsatz diese Messe organisiert und mit viel Schweiß und Überstunden aufgebaut haben“.

Ein besonderer Gruß mit besten Genesungswünschen richtete Manfred Wohnrade an den Vorsitzenden der Bezirkshandwerkerschaft Joachim Knorr, der in den letzten Wochen alles gegeben hatte und kurzfristig die Eröffnung der Wardermesse krankheitsbedingt absagen musste. Ein weiterer Dank ging an Jens Burchhardt, Ole Mäder, Thomas Kowoll und die Crew von „PmH“, die dieses Jahr die Heiligenhafener Tafel mit dem Erlös der Tombola unterstützen wird, um dem Wunsch von einem so dringend benötigtem Kühlwagen ein großes Stück näher zu kommen.

Nachdem Manfred Wohnrade die Aussteller, Stadtvertreter, den stellvertretenden Bürgermeister und die zahlreichen Besucher der Wardermesse begrüßte und alle Danksagungen ausgesprochen hatte, lud er Bürgervorsteherin Petra Kowoll und Landrat Reinhard Sager auf die Bühne ein. Petra Kowoll schloss sich den Worten Wohnrades an und bedankte sich herzlich bei allen Verantwortlichen, die diese 4. Wardermesse organisiert und auf die Beine gestellt hatten.

Zur offiziellen Eröffnung trat Landrat Reinhard Sager ans Mikrofon und richtete zunächst herzliche Grüße von Kreispräsident Harald Werner an alle Verantwortlichen aus. Sager wies darauf hin, wie wichtig es in Zeiten des Internets sei, Dienstleistung, Handel und Handwerk live und regional zu präsentieren. Die Wardermesse zeige, wie breit das Angebot in der Region Ostholstein tatsächlich ist. Die Wardermesse komme gerade wie gerufen, um auf das regionale Handwerk und Gewerbe aufmerksam zu machen. „Die Wardermesse ist mit erwarteten 10000 Besuchern vorbildlich für Ostholstein und sogar für den ganzen Norden“, so Sager, der ergänzte: „Wer meint, im Nordkreis sei die Strukturschwäche am größten, wird bei einem Blick auf die aktuellen Arbeitsmarktzahlen vom Gegenteil überzeugt.“

Sager erklärte weiter, dass im Norden des Kreises mehr sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschaffen werden als im Süden des Kreises und mehr als im Schnitt von ganz Schleswig-Holstein. Auch die touristische Entwicklung habe in Heiligenhafen, Grömitz, Großenbrode und Fehmarn für zusätzliche 1000 Arbeitsplätze in den vergangenen Jahren gesorgt. „Dies ist unter anderem ein Verdienst der HVB unter Leitung von Manfred Wohnrade als auch der Stadtvertreter und allen anderen, die diese Entwicklung vorangetrieben haben. Davor kann ich nur meinen Hut ziehen und allen Aktiven, die dieses möglich gemacht haben, gratulieren“, unterstrich Sager.

Auf 60000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Ostholstein kommen rund 10000 aus dem Handwerk. Die derzeitige Konjunktur sei hervorragend. Wer heute einen Handwerker beauftragt, müsse eher warten, bevor der Handwerker ins Haus kommt. „Das spricht für volle Auftragsbücher“, so Sager.

Einen wichtigen Aspekt stellte der Landrat ans Ende seiner Eröffnungsrede. „Wir brauchen junge Menschen, die eine Ausbildung im Handwerk machen. Diese Messe ist eine wunderbare Gelegenheit, junge Menschen zu erreichen und die verschiedenen Ausbildungsberufe in der Region vorzustellen und bekannt zu machen und für das nächste Ausbildungsjahr 2019 zu gewinnen.“ In diesem Sinne wünschte Landrat Reinhard Sager allen Ausstellern, Veranstaltern, zukünftigen Auszubildenden und Besuchern viel Erfolg auf der Wardermesse 2018.

Die Wardermesse präsentiere sich in diesem Jahr noch professioneller und habe mittlerweile eine Strahlkraft über Ostholsteins Grenzen hinaus erreicht. Dafür bedankte sich Wohnrade abschließend noch bei Reiner Schäfer, dem technischen Leiter der Firma Gerhard Schwarck, die mit ihrem Einsatz der Wardermesse zu noch mehr Glanz verholfen habe.

„Die Stimmung ist perfekt“, freute sich Manfred Wohnrade bereits am Sonnabend über die bis zum Nachmittag dreieinhalbtausend gut gelaunten Messebesucher. Besonders positiv fiel dem Mitveranstalter das gut besuchte Zelt vor dem Aktiv-Hus auf, das wetterbedingt, wie Wohnrade vermutete, besonders viele Gäste zu vermerken hatte. Auch für die Wahl des schönsten Messestandes war der Tourismuschef mitverantwortlich – und die Wahl fiel in diesem Jahr auf das Beautystudio Ellen Tröger. Hier konnten Besucher nicht nur Pflegeprodukte und Schmuck kaufen, sondern sich auf der Liege auch gleich noch verwöhnen lassen. „Uns gefiel das Innovative“, begründete Wohnrade die Wahl.

Bürgervorsteherin Petra Kowoll wusste die ausführlichen Gespräche mit den einzelnen Fachleuten zu den verschiedenen Gesprächen zu schätzen und freute sich auch über die positiven Rückmeldungen, die sie besonders von einigen Ausstellern bekam. „Vom Gefühl her sind es vielleicht nicht ganz so viele Menschen wie vor zwei Jahren, aber dafür sind die Gespräche auch anders als sonst – intensiver“, so die Bürgervorsteherin. „PmH“-Vorsitzender Thomas Kowoll glaubte, dass es auch am Standort läge, dass die Wardermesse so erfolgreich sei. „In Heiligenhafen kennt man sich – Handwerker sowie Gewerbetreibende, man arbeitet Hand in Hand.“ Für Thomas Kowoll ist auch das passend getroffene Thema wichtig, denn man könne nicht nur auf Tourismus in der Region setzen.

Ebenso wichtig sei das Werben auf der Messe für Ausbildungen. Nach wie vor stellen sich Handwerker die Frage, wie sie es schaffen, Nachwuchs heranzuholen. Auf der Messe konnten Jugendliche dank „Wir-bilden-aus“-Schilder an den Ständen auf den ersten Blick Lehrbetriebe erkennen und mit ihnen in Kontakt treten. Und wer weiß, vielleicht hat sich der eine oder andere Schüler gleich einen Ausbildungsplatz sichern können.

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