Langfristig brauchen die Ehrenamtler unbedingt ein Kühlfahrzeug / Informationsoffensive geplant

Zukunftssorgen beim Tafel-Vorstand

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Monika Knoepfle (v.l.), Oliver Müller, Sabine Christophersen, Sofia Retterath und Antje Schisler bilden den aktuellen Tafel-Vorstand und wollen in die Informationsoffensive gehen.

HEILIGENHAFEN -ra- Die Heiligenhafener Tafel, gegründet im Jahr 2007, hat aktuell zu kämpfen. Um die Arbeit auch zukünftig fortführen zu können, ist die Anschaffung eines Kühlfahrzeugs langfristig gesehen unerlässlich. Das große Problem: Gute gebrauchte Fahrzeuge sind kaum billiger als Neuwagen – und diese kosten rund 40000 Euro.

„Die Vorschriften werden immer komplexer. Die Discounter, von denen wir Lebensmittel erhalten, pochen immer mehr darauf, dass wir ein Kühlfahrzeug vorhalten können“, erklärte Monika Knoepfle, Vorsitzende der Heiligenhafener Tafel. Aktuell arbeite man noch mit Kühlboxen, doch der Tag werde kommen, an dem die strengen Lebensmittelvorschriften der Tafel einen Strich durch die Rechnung machen. „Wenn es uns auf lange Sicht nicht gelingt, ein Kühlfahrzeug zu organisieren, steht die Existenz der Heiligenhafener Tafel auf dem Spiel“, so die deutlichen Worte Knoepfles.

Auf Fehmarn habe die Tafel durch Spenden ein Kühlfahrzeug erhalten, die Oldenburger Kollegen hätten einen jahrelang andauernden finanziellen Kraftakt schließlich mit einem Happy End krönen können. Und auch in der Warderstadt will der Tafel-Vorstand in den kommenden Monaten in die Offensive gehen. „Wir wollen die Menschen über die Bedeutung unserer ehrenamtlichen Tätigkeit informieren. Wir sind immer auf der Suche nach zusätzlichen Helfern und natürlich Personen, die uns mit einer Spende unterstützen wollen“, sagt Sofia Retterath, die gemeinsam mit Monika Knoepfle die Doppelspitze des Tafel-Vorstandes bildet.

Jeden Dienstag kommen im Durchschnitt 40 Personen in die Tafel-Räumlichkeiten, die für sich und ihre Familien Lebensmittel abholen. „Wir schätzen, dass 150 bis 200 Personen in Heiligenhafen auf das Angebot der Tafel dringend angewiesen sind“, berichtet Sofia Retterath.

Zwar habe man den Abgang der jahrelangen Tafel-Vorsitzenden, Pastorin Elisabeth Caesar, mit vereinten Kräften gut auffangen können, dennoch möchte der neue Vorstand, der seit Frühjahr dieses Jahres im Amt ist, an seinem Bekanntheitsgrad arbeiten. „Pastorin Caesar hatte natürlich eine gewisse Lobby, die wir uns erst einmal erarbeiten müssen“, sagt Monika Knoepfle. Gemeinsam mit ihren Vorstandskollegen Sofia Retterath, Sabine Christophersen, Antje Schisler und Oliver Müller will die Tafel nun umfassend informieren, auch eine Teilnahme an der Wardermesse im November wird ins Auge gefasst.

Wer sich an der Anschaffung eines Kühlfahrzeuges finanziell beteiligen möchte, kann an die Heiligenhafener Tafel spenden. IBAN: DE07213900080080006823. Als Verwendungszweck bitte „Kühlfahrzeug“ angeben.

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