Nach 30-jähriger Bewirtschaftung des Sportlerheims gehen Helene und Hans-Hermann Ploog in den Ruhestand

"Zuverlässig auf hohem Niveau"

Die Vorstandsspitze des SV Großenbrode mit Stefan Kraus (r.), Birgit Wigger (2.v.r.) und Heiko Kähler (l.) verabschiedeten das Pächterehepaar des Sportlerheims, Hans-Hermann und Helene Ploog, in den Ruhestand. Foto: Höppner

GROSSENBRODE (hö)  • Mit dem sich zu Ende neigenden Jahr wird unter ein Teilstück der Vereinsgeschichte des SV Großenbrode (SVG) der Schlussstrich gezogen, denn nach 30 Jahren legen Helene und Hans-Hermann Ploog als Pächterehepaar des Sportlerheims die Verantwortung in jüngere Hände. Am 28.

Dezember wurden beide im Rahmen eines Empfangs durch den 1. Vorsitzenden des SV Großenbrode, Stefan Kraus, offiziell in den Ruhestand verabschiedet.

Ihren Platz hatten sie am Sonntag nun vor dem Tresen, sichtlich wohler gefühlt hatten sie sich in den 30 Jahren zuvor aber hinter dem Tresen und in der Küche. „Das Besondere ist, dass es eigentlich nichts Besonderes gab“, ließ Kraus seine Gedanken in die Vergangenheit schweifen. Das Besondere an Helene und Hans-Hermann Ploog sei jedoch gewesen, dass sie ihre Arbeit über den 30-jährigen Zeitraum „gleichmäßig, pünktlich und immer zuverlässig auf hohem Niveau“ verrichtet hätten, lobte der 1. Vorsitzende unter dem zustimmenden Applaus der Gäste im Sportlerheim.

Zunächst, so Kraus, sei das Sportlerheim ab 1978 durch Helene Ploog, Helga Effe und Anneliese Thaden als eine Art Kantine geführt worden, ehe es 1981 den ersten Pachtvertrag mit den Ploogs gegeben habe. Seitdem habe es ganz viele Aufstiegs- und Nicht-Abstiegsfeiern gegeben, aber auch für Familienfeste von der Konfirmation bis zur goldenen Hochzeit sei das Sportlerheim zu einer guten Adresse geworden.

Krankheit und Urlaub hätten sie nie gekannt, „für uns waren sie immer da“, würdigte Kraus das Engagement des Pächterehepaares, von dem „der Sportverein profitiert hat“. Als kleines Dankeschön überreichten Kraus und die stellvertretenden Vereinsvorsitzenden Heiko Kähler und Birgit Wigger den Jubilaren einen Reisegutschein im Wert von 650 Euro, damit sie in Zukunft den Ruhestand genießen und gemeinsam die weite Welt erkunden könnten.

An bestimmte Reiseziele denkt Hans-Hermann Ploog aber noch nicht. „Erst einmal zur Ruhe kommen, dann mal sehen – 30 Jahre, das wird nicht einfach“, so der 69-Jährige, der ebenso wie seine ein Jahr jüngere Ehefrau die Bewirtschaftung des Sportlerheims mit einer gehörigen Portion Wehmut an das neue Pächterehepaar Manuela und Andreas Lund abgibt. „Auf diesem Wege“, so Ploog, „möchten wir uns auch bei denjenigen bedanken, die uns über all die Jahre hinweg die Treue gehalten haben“.

Vermissen würde man sicherlich auch die charakteristischen Sätze der beiden, so Kraus. Der SVG-Vorsitzende erinnerte gestenreich an den häufig gebrauchten Ausspruch Hans-Hermann Ploogs: „Das ist doch nicht zu fassen.“ Oder aber an die sympathische Bestimmtheit Helene Ploogs, wenn diese ihren Schnitzel bratenden Ehemann mit den Worten „Hermann, komm‘ mal!“ vom Herd wegholte.

„Vom Ehepaar Ploog haben wir alle profitiert“, fand auch Bürgermeister Klaus Reise lobende Worte für die langjährigen Pächter des Sportlerheims. Der Dank gebühre aber auch dem gesamten Team unter der Leitung von Hans-Hermann und Helen Ploog, so Reise.

Ganz besondere Dankesworte parat hatten zudem noch Eckart Jens als Ältermann der Olen Gill sowie Bernhard Focke als 1. Vorsitzender des Shanty-Chors Großenbrode, der das Sportlerheim seit 20 Jahren als Übungsstätte nutzt. Nicht fehlen durfte schließlich Volker Hinkelmann, der im Namen der Altherrenfußballer des SVG die freundschaftliche Verbindung zum Pächterehepaar beschwor.

Beim anschließenden Imbiss, bereits zubereitet von den neuen Pächtern, brachte die Gästeschar gemeinsam mit den Jubilaren noch so manche Anekdote aus den letzten 30 Jahren auf den Tisch.

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