Am Wachtelberg: Heiligenhafener Feuerwehr holt vormittags Frau aus ihrer Wohnung und muss für einen weiteren Brand abends erneut anrücken 

Zwei Feuerwehreinsätze im gleichen Hauseingang

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Die Einsatzkräfte der Heiligenhafener Wehr am Einsatzort. Rechts ist das geöffnete Küchenfenster zu sehen.

HEILIGENHAFEN -mb- Am gestrigen Vormittag wurde aufgrund eines Wohnzimmerbrandes Am Wachtelberg Großalarm für die Feuerwehr in Heiligenhafen ausgelöst. Am Abend war die Wehr für einen Küchenbrand – ebenfalls im Erdgeschoss – erneut vor Ort. Heute Morgen gab es einen weiteren Einsatz in der Ameos-Klinik.

Um 11.20 Uhr erhielten Heiligenhafens Wehrführer Michael Kahl und die Polizei die Meldung eines Wohnungsbrandes Am Wachtelberg 11. Mit dem Kommandowagen begab sich Kahl, der zu diesem Zeitpunkt zuständiger Einsatzleiter war, zum Einsatzort, um einen ersten Eindruck von der Situation vor Ort zu bekommen. Durch den Kommandowagen habe die Heiligenhafener Wehr einen dreiminütigen Vorsprung in der Erkundungssphase, erklärte Kahl, der nach dem Eintreffen sofort Großalarm für Heiligenhafen auslöste, da starker schwarzer Qualm im Erdgeschoss sichtbar war.

Nachdem die etwa 30 Einsatzkräfte der Heiligenhafener Feuerwehr eingetroffen waren, durchsuchten Atemschutzgeräteträger zunächst die Wohnung im Erdgeschoss und retteten die Bewohnerin, die daraufhin dem Rettungsdienst mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung übergeben wurde.

Dierk Dürbrook von der Pressestelle der Polizeidirektion Lübeck teilte auf HP-Nachfrage mit, dass im Wohnzimmer der Frau Restmüll durch die Glut eines Aschenbechers Feuer fing und eine Tischplatte in Brand setzte. Daraufhin löste der Rauchmelder aus. Vom Brand war keine weitere Wohnung betroffen, der Einsatz wurde um 12 Uhr beendet. Abschließend verschloss das Heiligenhafener Ordnungsamt die Wohnung der Frau.

Am gestrigen Abend wiederholte sich das Szenario: Nachdem die Feuerwehr alarmiert wurde, fuhr Einsatzleiter Michael Kahl im Kommandowagen voraus, stellte eine unklare Rauchentwicklung im Treppenhaus fest und löste daraufhin um 21.10 Uhr Großalarm aus. Ursache des Brandes – ebenfalls im Erdgeschoss – sei angebranntes Essen auf dem Herd gewesen, so Wehrführer Kahl. Da nicht unmittelbar der Bewohner der Wohnung ausfindig gemacht werden konnte – dieser hatte die Wohnung bereits verlassen und stand vor dem Haus –, mussten die Einsatzkräfte der Feuerwehr zunächst die Quelle des Rauches ausfindig machen, so Michael Kahl auf Nachfrage der HP. Zu Schaden kam niemand; Polizei und Rettungsdienst waren ebenfalls vor Ort.

Weiterer Einsatz in den frühen Morgenstunden

Heute Morgen um 4.29 Uhr musste die Freiwillige Feuerwehr Heiligenhafen erneut ausrücken und in der Ameos-Klinik eine Türöffnung durchführen. Zudem habe man die Nachtalarmierung ausgelöst, da im verschlossenen Raum Wasser ausgetreten sei und man im Flur das Wasser habe abpumpen müssen, erklärte Michael Kahl.

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