Umbau der Schullandschaft kostet: 400 000 Euro für neue Klassenräume in der Franz-Böttger-Schule

„Zwei Millionen für zwei Schulen“

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Die Franz-Böttger-Schule ist dringend sanierungsbedürftig. Der Ausschuss für Bildung und Soziales berät darüber, ob die Sanierung über mehrere Jahre gestreckt wird.

HEILIGENHAFEN · Die Stadt Heiligenhafen lässt es sich etwas kosten, wenn es darum geht, die Warderstadt als Schulstandort zu sichern. So sind rund 1,6 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt für den Erweiterungsbau an der Regionalschule am Sundweg. Doch mit dem Umzug der Grundschule von der Weidestraße in die frei werdende, aber auch sanierungsbedürftige Franz-Böttger-Schule (FBS) in der Friedrich-Ebert-Straße ist ein weiterer finanzieller Kraftakt erforderlich. Der Ausschuss für Bildung und Soziales befasst sich am Dienstag (14. Juni) mit dieser Angelegenheit.

Ausschussvorsitzender Stephan Karschnick (CDU) hält die zusätzlichen Ausgaben für die Sanierung des Schulgebäudes für unvermeidbar, wenngleich man in Anbetracht der schwierigen Haushaltslage über den Zeitraum dieser Maßnahmen durchaus reden müsse. „Zwei Millionen für zwei Schulen“, stöhnte der CDU-Fraktionssprecher.

Nach Kostenschätzungen des zuständigen Architekten würden für eine nachhaltige Sanierung der Klassenräume Kosten in Höhe von bis zu 400 000 Euro anfallen. Aufwendungen für eine Sanierung des Verwaltungsbereiches sowie der Flure sind in dieser Auflistung allerdings noch nicht enthalten.

Die Stadtverwaltung sieht in der Streckung der Maßnahme auf vier Jahre eine praktikable Lösung. 100 000 Euro wären dann jährlich in den Haushalt einzustellen. Bereits in diesem Jahr könnte laut Verwaltung mit den zur Verfügung stehenden Haushaltsmitteln drei Klassenräume und ein vorgelagerter Flur beispielhaft saniert werden.

Umzug an Bedingungen geknüpft

Diese auf mehrere Jahre gestreckte Sanierung steht allerdings im Widerspruch zum Wunsch der Schulkonferenz, den diese bereits Ende des letzten Jahres geäußert hat. Einen Umzug der Grundschule von der Weidestraße an die Friedrich-Ebert-Straße knüpft diese jedoch an mehrere Bedingungen:

a) Umzug sämtlicher Hauptschulklassen von der FBS an den Sundweg.

b) Moderne Ausstattung der Fach- und Klassenräume (z.B. Sonnenschutz, Beleuchtung, Internetanschluss etc.).

c) Mängel in der Bausubs-tanz und bei der Ausstattung sind behoben.

d) Räume und Flure sind umfassend renoviert.

e) Ein Zeitplan für die Umgestaltung des Schulhofes liegt vor.

Die Schulkonferenz der Grundschule mit Förderzentrumsteil ist überzeugt, dass „nur mit einer starken attraktiven Grundschule eine Zukunft auch für die weiterführende Schule am Ort denkbar ist“.

Das weitere Vorgehen wird nun im Ausschuss für Bildung und Soziales beraten, der Dienstag (14. Juni) um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses tagt. Zu den Themen zählt auch die zukünftige Namensgebung für die Grundschule. Bereits in der letzten Sitzungsrunde hatte die Schulkonferenz darauf gedrängt, den schulischen Neuanfang durch den Namen „Warderschule“ zu dokumentieren. Das Thema war aber vertagt worden. In der Zwischenzeit hatte es auch noch eine öffentliche Diskussion um eine mögliche NS-Vergangenheit des Namensgebers der Franz-Böttger-Schule gegeben, sodass der zweite Anlauf zur „Warderschule“ erfolgreicher verlaufen könnte. · hö

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