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Corona: Kein Job, hohe Mieten – steigt jetzt auch die Zahl der Studienabbrüche?

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Von: Andrea Stettner

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Gerade Studierende trifft die Pandemie hart, denn aufgrund der Krise fallen viele Nebenjobs weg. Eine neue Studie zeigt, wie sich die Pandemie auf die Zahl der Studienabbrüche auswirkt.

Ein Großteil der Studentinnen und Studenten in Deutschland finanziert sich sein Studium ganz oder teilweise durch Nebenjobs. Gerade Jobs in der Gastronomie sind unter Studierenden weit verbreitet, da hier viele Minijobs* warten. Doch im Corona-Lockdown fallen gerade diese Verdienstmöglichkeiten weg, sodass das Geld für Miete und Lebensunterhalt schnell knapp wird. Aber auch mit anderen Herausforderungen haben Studierende während der Pandemie zu kämpfen. Wie sich das auf die Zahl der Studienabbrüche auswirkt, zeigt eine neue Studie.

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Folgen der Corona-Krise fürs Studium: Viele Studierende wohnen wieder bei den Eltern

Bei einer Befragung von über 28.000 Studierenden in ganz Deutschland hat die Job-Plattform Studitemps den Jobmarkt und die finanzielle Situation von Hochschüler:innen in der Corona Pandemie erarbeitet. Das Ergebnis:

„Insgesamt zeichnet sich für Studierende in Deutschland ein sehr ernüchterndes Bild“, kommentiert Studitemps-Chef Eckhard Köhn die Studie. „Vielen ist der Nebenjob weggebrochen, einige Eltern können ihre Kinder nicht mehr finanziell unterstützen und zu allem Überfluss ist auch noch der Quadratmeterpreis der Kaltmiete gestiegen – wahrscheinlich ein Grund dafür, dass fast jeder Vierte mittlerweile bei den Eltern wohnt.“ 

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Zahl der Studienabbrüche nur geringfügig gestiegen

Doch die Studie bringt auch Erfreuliches ans Licht: Die Wahrscheinlichkeit, dass Studierende ihr Studium abbrechen, ist in der Corona-Krise nur wenig gestiegen – von 16,3 auf 16,6 Prozent. Ein Grund dafür könnte sein, dass Studierende trotz Krisenmodus weiterhin flexibel bleiben, und auf Jobs umschwenken, in denen Arbeitskräfte gerade hängeringend gesucht werden, wie etwa in der Logistik oder im medizinischen Bereich. „Die Studierenden zeigen trotz der schwierigen Situation ein enormes Durchhaltevermögen und Arbeitseinsatz“, weiß Köhn.

So wurde die Studie durchgeführt

Für die Studie wurden Daten aus 2019 (Befragung September & Oktober 2019) und 2020 (Befragung August & September 2020) miteinander verglichen. Insgesamt nahmen 28.000 Studierende aus ganz Deutschland an der Befragung teil. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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