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Wer sich aktuell nach einem neuen Job umsieht, könnte es schwer haben.

Weniger Stellenangebote

Neuer Job: Wer jetzt kündigt, tut sich mit der Stellensuche womöglich schwer

Die Corona-Krise wirkt sich weiterhin negativ auf den Arbeitsmarkt aus: Wer aktuell nach einer neuen Stelle sucht, könnte es schwer haben.

  • Aufgrund der Corona-Krise haben viele Unternehmen für einen längeren Zeitraum Kurzarbeit angemeldet.
  • Während dieser Phase gilt bekanntlich ein Einstellungsstopp.
  • Die negative Folge: Die Zahl der offenen Stellen in Deutschland ist drastisch gesunken.

Ihr Job sagt Ihnen schon seit längerer Zeit nicht mehr zu, weil die Kollegen nerven*, der Chef anstregend ist oder Sie mit Ihren Aufgaben überfordert sind? Hierbei dürfte es sich wohl um klassische Anzeichen für einen dringenden Job-Wechsel handeln.

In der aktuellen Situation empfiehlt es sich allerdings, die Zähne zusammenzubeißen und etwas länger durchzuhalten: Wie das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) kürzlich mitteilte, ist die Zahl der offenen Stellen momentan nämlich besonders niedrig.

Neuer Job gesucht? Aktuell ist die Zahl der offenen Stellen sehr niedrig

Wer jetzt ohne Plan B dem Chef eine Kündigung überreicht, könnte sein blaues Wunder erleben: Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) verkündete vor wenigen Tagen, dass die Zahl der offenen Stellen im zweiten Quartel um eine halbe Million gesunken ist. Das entspricht einem Rückgang von 36 Prozent im Vergleich zum ersten Quartel, berichtet unter anderem Business Insider.

Konkret ist von um die 893.000 offenen Stellen im zweiten Quartel die Rede - was im ersten Moment nach einer großen Menge an Jobs klingen könnte. Bedenkt man aber, dass auch die Arbeitslosigkeit in den letzten Monaten zunahm, kommt auf drei Arbeitslose nur noch ein Stellenangebot.

Lesen Sie auch: Sie sind unzufrieden im Job? In diesem Fall sollten Sie trotzdem nicht kündigen.

Kaum offene Stellen: Darum werden weniger Jobs angeboten

Ein Grund für den Rückgang der Stellenangebote dürfe die Corona-Krise darstellen, vermutet IAB-Arbeitsmarktforscher Alexander Kubis: So sollen im Mai 2020 6,7 Millionen Menschen in Kurzarbeit gegangen sein - ein Spitzenwert in der Geschichte der Bundesrepublik. Der hohe Zahl der Unternehmen in Kurzarbeit wirkt sich wiederum schlecht auf die Zahl der Stellenangebote aus, denn bekanntlich dürfen Arbeitgeber, deren Angestellte nicht mehr Vollzeit arbeiten, keine neuen Mitarbeiter einstellen.

Da sich nach wie vor viele Unternehmen und einzelne Abteilungen in Kurzarbeit befinden, dürfte es eine Weile dauern, bis sich der Stellenmarkt erholt. Bis dahin empfiehlt es sich, vorerst nicht zu kündigen oder sich zuerst eine Stelle zu sichern und anschließend das Beschäftigungsverhältnis zu beenden. Schulabsolventen sollten hingegen die Hoffnungen nicht aufgeben und lieber ein paar mehr Bewerbungen abschicken als geplant. Zudem gilt zu bedenken, dass sich die Corona-Krise nicht auf alle Branchen schlecht ausgewirkt hat. Wer einen Job sucht, sollte sich rechtzeitig erkundigen, wie es um neue Stellen im gewünschten Berufsfeld bestellt ist.

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Gehalt: Zehn Berufe, in denen Sie super verdienen - ohne Chef zu sein

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