Was ist die bessere Lösung: Gas oder Strom?

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In fast allen Haushalten kommt das eine oder eine Kombination aus beiden zum Einsatz. Seit es in Heiligenhafen auch von den Stadtwerken Strom und Gas für private Haushalte gibt, ist es für Einwohner einfach geworden, direkt vor Ort eine Belieferung zu sichern.

Manche setzen dabei komplett auf Strom, andere hingegen nutzen Gas für den Herd und die Heizung. Doch welche Lösung ist die sinnvollere?

Wer sich mit dem Thema bisher nie befasst hat, kommt schnell an seine Grenzen. Denn grundsätzlich ist diese Frage keine, die sich einfach so beantworten lässt. Schließlich werden Gas und Strom unterschiedlich genutzt. Fakt ist jedoch, dass es ohne die elektrische Energie im eigenen Haushalt nicht geht. Egal ob das Licht im Dunkel, der Akku der geladen werden muss oder die Türklingel – Strom ist essenziell. Einen Gasanschluss hingegen findet man nicht an jedem Haus. Laut Erhebung der VuMA 2017, haben in Deutschland weniger als die Hälfte aller Haushalte einen Gasanschluss.

Kochen am Gasherd oder Stromherd?

Köche schwören ja auf die echte Flamme und somit auf das Gas. Insofern ist auch wenig verwunderlich, dass viele von einem Steel Landhausherd träumen, der nicht nur ein echter Blickfang ist, sondern den ganzen Luxus des Kochens offenbart. Jedoch wird zur Nutzung ein Gasanschluss benötigt. Zudem wird durch das Zubereiten von Speisen mit Gas Energie gespart. Ob das Kochen und Backen an einem solchen Herd etwas für den individuellen Anspruch sind, muss jedoch differenziert entschieden werden. Schließlich gelten andere Umstände, wenn die offene Flamme genutzt wird.

Für einen Elektroherd hingegen wird lediglich ein Stromanschluss benötigt, der im Regelfall in jeder Wohnung und jedem Haus vorhanden ist. Jedoch ist das ein gesonderter Anschluss. Eine herkömmliche Steckdose kann nur mit speziellen Kochplatten genutzt werden. Für die Zubereitung von Lebensmitteln selbst, wird im Gegensatz zum Gasherd jedoch mehr Energie benötigt. Denn es dauert länger, bis das Essen die gewünschte Temperatur erreicht. Ebenfalls besteht eine Verbrennungsgefahr, da die Herdplatten eine ganze Zeit lang, nachdem sie bereits abgestellt sind, noch heiß sind. Jedoch ist es mit dieser Variante einfacher, Speisen warmzuhalten und kontinuierlich auf kleiner Temperatur zu erwärmen.

Wer hingegen auf einen Induktionsherd setzt, kann die Vorteile von beiden kombinieren. Aufgrund des magnetischen Wechselfeldes lassen sich die Lebensmittel, ähnlich wie bei einem Gasherd, sehr schnell erhitzen. Dabei werden die genutzten Töpfe oder Pfannen selbst zwar heiß, der Rest hingegen bleibt aber relativ kühl. Insofern ist er energieeffizienter als ein herkömmlicher Elektroherd. Allerdings ist der Anschaffungspreis etwas höher und es wird speziellen Kochgeschirr benötigt, da das klassische nicht funktioniert.

Gasheizung oder Stromheizung?

Gasheizungsanlagen, die als Beispiel "Made in Germany" sind, sind nicht nur beliebt, sondern in der Anschaffung günstig. Zudem überzeugen sie mit effizientem Verbrauch sowie aufgrund des Umstands, dass keine Lagerfläche für Brennmaterialien nötig ist. Moderne Geräte nutzen die entstehenden Abgase gleich für die Erzeugung von Wärme. Ebenfalls ist die Gasheizung im Gegensatz zur Ölheizung die deutlich umwelt-schonendere Variante.

Wer zum Heizen auf Strom setzen möchte, kann dies auf zwei Arten tun. Zum einen gibt es die veraltete Nachtspeicherheizung. Diese wird über die Nacht beheizt, speichert die Wärme und kann diese dann tagsüber wieder abgeben. Der Nachteil ist, dass diese Heizungsart nicht dazu geeignet ist, spontan zu heizen, da es immer die Nacht benötigt, um Energie aufzuladen. Effizient ist diese Art somit nicht. Zudem sind die Kosten für den Strom, der gebraucht wird, um die Materialien der Nachtspeicherheizung aufzuwärmen, teuer. Auch wenn es spezielle Tarife für den Nachtstrom gibt, ist der Betrieb im Vergleich unverhältnismäßig kostenintensiv.

Die andere Variante ist die Wärmepumpe. Diese nutzt die Wärme der Luft, des Grundwassers oder des Erdbodens und erwärmt diese. So wird dann das Haus oder die Wohnung beheizt. Im Regelfall wird für diesen Prozess ebenfalls Strom verwendet – allerdings deutlich weniger, als es bei einem Nachtspeicherofen der Fall ist. Jedoch zeigt sich auch in diesem Kontext, dass es Unterschiede gibt. So ist eine Wärmepumpe, die Erdwärme nutzt, effizienter als eine Luftwärmepumpe. Und auch hier gibt es diverse Stromtarife passend zu der genutzten Wärmepumpe.

Warmes Wasser

Hier gibt es ebenfalls zwei unterschiedliche Optionen. So werden entweder Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher genutzt, in denen das Wasser dezentral erwärmt wird. Oder aber eine Heizungsanlage übernimmt diese Aufgaben. Vorteil der ersten Variante ist, dass die Warmwasseraufbereitung in diesem Fall unabhängig vom jeweiligen Heizsystem funktioniert. Beide können mit Gas oder Strom betrieben werden. Wer auf die nachhaltigere Möglichkeit setzen möchte, nutzt Warmwasserspeicher. Denn ein Durchlauferhitzer benötigt mehr Strom. Wird hingegen ein Gas-Durchlauferhitzer angeschafft, zahlt man zwar für den Kauf mehr, als für strom-basierte Durchlauferhitzer, jedoch ist der Betrieb letztendlich günstiger.

Vergleich von Gas und Strom

Welcher Variante, Gas oder Strom, sie im eigenen Zuhause nutzen, hängt oftmals schlicht von den vorhandenen Gegebenheiten ab. So ist, wenn es einen Gasanschluss gibt, das Kochen und Heizen mit dem Gas im Allgemeinen günstiger. In puncto Umweltfreundlichkeit hingegen ist Strom, wenn er aus Ökoproduktion besteht, schonender. Das ist jedoch vom Tarif abhängig. Denn Gas, auch wenn es aufgrund des geringen Anteils an Kohlenstoff relativ umweltfreundlich ist, ist eine endliche Ressource. Der fossile Brennstoff wird irgendwann ausgehen. Zudem wird er zu einem großen Teil importiert und nicht im eigenen Land hergestellt.

Mit Blick auf die Sicherheit ist das Gas nicht gefährlicher als der Strom. Zwar handelt es sich um einen hochexplosiven Stoff, dennoch sind die Geräte, wenn diese fachmännisch installiert und einer regelmäßigen Wartung unterzogen werden, absolut sicher. Zudem gibt es Zündsicherungen, die heute dafür sorgen, dass kein Gas, sollte die Flamme erlöschen, unbemerkt austritt.

Tarife

Aufgrund der individuellen Gegebenheiten sowie der unterschiedlichen Kosten der Anbieter, kann nicht pauschal gesagt werden, was günstiger ist. In jedem Fall lohnt sich der Vergleich der verschiedenen Gasanbieter sowie Stromlieferanten. In diesem Kontext ist der Gasvergleich über ein zuverlässiges Internet-Portal schnell, unkompliziert und transparent. Mit dem aktuellen jährlichen Verbrauch oder alternativ der Wohnungsgröße in Kombination mit der Postleitzahl kann so ein zuverlässiger Vergleich zwischen eine Vielzahl von Anbietern, durchgeführt werden. Ebenfalls rentieren sich unter Umständen Kombitarife von Gas und Strom. Damit hat der Nutzer den Vorteil, lediglich einen Ansprechpartner für beide Energieformen zu haben. Ebenso ist es üblich, wenn beide zusammen bei einem Energielieferanten bezogen werden, einen Rabatt zu erhalten.

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