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Nudeln und Kartoffeln sollte man nicht frisch gekocht essen: Für die Figur ist Warten besser

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Von: Anne Tessin

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Pellkartoffeln
Aus Pellkartoffeln können Sie viele Gerichte zaubern und das werden Sie auch tun, wenn Sie den Vorteil von kalten Kartoffeln erst kennen. © Gottfried Czepluch/Imago

Frische Nudeln sind Ihr Leibgericht? Lassen Sie den dampfenden Teller Pasta in Zukunft lieber eine Weile stehen. Es ist gesünder und kann Sie schlank machen.

Es geht doch nichts über eine frisch gekochte Mahlzeit. Aufgewärmtes hat auch seine Berechtigung – besonders Gulasch und Eintöpfe schmecken sogar besser nach dem Durchziehen – aber sonst soll bitte alles frisch auf den Tisch. Oder etwa doch nicht? Es gibt tatsächlich Lebensmittel, die sollten Sie nicht direkt nach dem Kochen essen, sondern lieber einen Tag warten und dazu gehören ausgerechnet Kartoffeln und Nudeln.

Darum sollten Sie Kartoffeln und Nudeln nicht direkt nach dem Kochen essen

Nudeln haben nicht gerade den Ruf von „Schlankmachern“. Leckere Pasta enthält jede Menge Kohlenhydrate, die von der Stärke herrühren. Das gilt auch für Kartoffeln und Reis. Wenn Sie ein paar Kohlenhydrate sparen möchten, sollten Sie allerdings diesen Tipp kennen: Erkalten Nudeln, Kartoffeln und Reis nach dem Kochen, wird die Stärke in resistente Stärke umgewandelt. Zehn Prozent macht der Anteil dieser Stärke laut eatsmarter.de nach etwa 12 bis 24 Stunden aus und das bleibt auch nach dem Aufwärmen der Speisen so. Der Clou: Resistente Stärke ist unverdaulich, landet also unverändert im Dickdarm, und schlägt sich damit nicht in der Kalorienbilanz nieder.

Zehn Prozent klingt nicht gerade viel und Sie haben recht: Um mit diesem Trick signifikant Kalorien einzusparen, müssten Sie konsequent nur noch aufgewärmte Nudeln und Kartoffeln essen. Aber nicht nur die Kalorienersparnis spricht für die resistente Stärke.

Kalte Kartoffeln und Nudeln essen: So gesund ist resistente Stärke für Ihren Darm

Laut NDR.de ist die resistente Stärke gut für Ihre Darmflora, da sie ein besonders gesunder Ballaststoff ist und die nützlichen Bakterien im Darm unterstützt. Außerdem soll sich resistente Stärke positiv und stabilisierend auf den Blutzuckerspiegel auswirken, was kalte Nudeln und Co. auch für Diabetes-Betroffene interessant macht.

Rezepte mit resistenter Stärke: Kartoffeln und Nudeln vom Vortag verbrauchen

Da die resistente Stärke nach dem erneuten Erhitzen von Kartoffeln, Reis und Nudeln erhalten bleibt, müssen Sie diese Lebensmittel nicht kalt essen, um sich den positiven Effekt der Stärke zu sichern. Es gibt viele Rezepte, für die Sie beispielsweise Pellkartoffeln vom Vortag benötigen. Kartoffelsalat gelingt besser mit kalten Kartoffeln vom Vortag, genauso wie Bratkartoffeln oder Quarkkeulchen. Steht Ihnen der Sinn nach Reis, können Sie Reis von gestern mit Gemüse, Sojasoße und Sesamöl anbraten, ein Rührei untermengen und fertig ist der leckere Bratreis. Auch gebratene Nudeln mit Ei, Schinken und Co. schmecken aus kalten Nudeln vom Vortag.

Übriggebliebene Nudeln und Kartoffeln verbrauchen: eine Gefahr droht

Sie wollen die Vorteile von resistenter Stärke für sich nutzen und Nudeln, Kartoffeln und Reis vom Vortag verbrauchen? Es ist immer gut, wenn Sie kein Essen wegwerfen müssen, aber Sie müssen eine wichtige Regel beachten: Kühlen Sie Essensreste sofort und verbrauchen Sie Nudeln und Kartoffeln spätestens nach drei Tagen und Reis nach zwei Tagen. Die enthaltene Stärke ist ein Paradies für Bakterien, die zum Teil starke gesundheitliche Probleme verursachen können. Lassen Sie sich also nicht zu lange Zeit mit dem adligen Essen „von gestern“.

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