Private Altersvorsorge

Aufgepasst: So viel Prozent von Ihrem Einkommen sollten Sie monatlich für die Rente sparen

Arbeitnehmer sollten jetzt schon neben der gesetzlichen Rente auch privat fürs Alter vorsorgen.
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Arbeitnehmer sollten jetzt schon neben der gesetzlichen Rente auch privat fürs Alter vorsorgen.

Viele haben Angst, dass die gesetzliche Rente im Alter nicht ausreicht. Um Ihren Lebensstandard aufrecht erhalten zu können, sollten Sie jetzt Geld zurücklegen.

  • Für viele deutsche Rentner ist es bittere Realität: Sie haben nur wenige hundert Euro im Monat zur Verfügung, um ihren Lebensunterhalt zu decken.
  • Die gesetzliche Rente, die sie erhalten, reicht oftmals nur für das Nötigste. Doch um den Lebensstandard im Alter halten zu können, sollten Arbeitnehmer jetzt schon monatlich Geldbeträge zurücklegen.
  • Wie das geht, erklärt Ihnen die Redaktion.

Private Altersvorsorge: So halten Sie Ihren Lebensstandard im Alter

Das Rentenniveau liegt aktuell bei 48 Prozent. Das bedeutet konkret, dass die durchschnittliche Rente eines Ruheständlers, der 45 Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt hat, nur knapp der Hälfte eines durchschnittlichen Arbeitnehmereinkommens entspricht.

Und es kommt noch dicker: Laut eines aktuellen Rentenversicherungsberichts der Bundesregierung soll das Rentenniveau bis 2033 sogar auf bis zu 44,5 Prozent sinken. Daher empfehlen Experten Arbeitnehmern dazu, jetzt schon fürs Alter vorzusorgen. So gibt es Richtwerte, an denen Sie sich bei der Planung orientieren können.

Zuerst sollten Sie sich überlegen, wie viel Sie im Alter benötigen werden und anschließend wie viel Geld Sie im Monat überhaupt zur Seite legen können. Schließlich wird der voraussichtliche Bedarf später einmal nicht mehr so hoch sein wie während der Arbeitnehmerzeit. So fallen dann oftmals Kosten wie Anfahr- und Abfahrzeit zur Arbeit weg, Hypotheken aufs Haus sind größtenteils getilgt und die Kinder sind in der Regel meist alt genug, um finanziell auf eigenen Beinen zu stehen.

Tragisch: "Ich stehe unter enormen Stress": Schwerkranker Rentner (68) lebt nur von fünf Euro im Monat.

Daher ist als Faustformel davon auszugehen, dass etwa 80 Prozent des letzten Nettogehalts nötig sind, um den Lebensstandard in der Rente zu halten. Aber Vorsicht: Wenn Sie eine Immobilie besitzen, kann es sein, dass nach einigen Jahren eine teure bzw. altersgerechte Renovierung ansteht. Zudem kommen auch noch Kosten für Pflege und Medikamente auf Sie zu. Daher sollten Sie besser von 95 Prozent ihres letzten Nettogehalts ausgehen.

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Private Altersvorsorge: So viel Geld sollten Sie im Monat jetzt schon zurücklegen

Doch wie viel Geld sollten Sie jetzt schon am besten monatlich zurückzulegen? Auch hier gibt es eine simple Faustformel, die besagt, dass sie e t wa zehn bis 15 Prozent des Nettogehalts monatlich für Ihre private Altersvorsorge aufwenden sollten. Besser ist natürlich noch mehr oder so viel Sie in der Lage sind, zur Seite zu legen.

Der Grund dafür: Beginnen Sie zum Beispiel mit 30 Jahren 15 Prozent in die private Altersvorsorge einzuzahlen, werden Sie beim Renteneintritt ein Niveau von etwa 80 Prozent des Nettoeinkommens erreicht haben. Doch auch hier gibt es ein Aber: In die Kalkulation fließt mit ein, dass das Gehalt über die Jahre hinweg sowie auch die Inflation steigt - und die private Altersvorsorge Rendite abwirft.

Generell ist es daher ratsam, so früh wie möglich mit dem Sparen zu beginnen. Starten Sie erst mit 40 Jahren oder später neben der gesetzlichen auf für die private Altersvorsorge Geld zurückzulegen, muss der Betrag auch entsprechend höher ausfallen. Nur so erreichen Sie das benötigte Vermögen bis zum Renteneintrittsalter.

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Das gilt für Arbeitnehmer - doch wie sieht es für Selbstständige aus? Diese müssen laut Experten mehr einplanen, Beamte dagegen weniger. Generell ist die oben genannte Faustformel nur eine erste Orientierungshilfe, die je nach den individuellen Lebensumständen (Familienplanung, Krankheitsfälle etc.) angepasst werden muss.

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jp

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