Falsche Patente, Schulden & Co.

"Die Höhle der Löwen": Schulden, falsche Patente & Co. - Maschmeyer packt über dreiste Gründer aus

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"Löwe" Carsten Maschmeyer hat bereits böse Überraschungen mit Gründern erlebt.

Der Windelsensor-Deal mit Carsten Maschmeyer ist geplatzt - weil das nötige Patent gefehlt hat. Nun verrät der "Löwe", wie die Gründer oft zu tricksen versuchen.

Immer wieder stellt sich heraus, dass ein Deal in "Die Höhle der Löwen", der während der Sendung noch so verheißungsvoll klang, plötzlich doch nicht mehr zustande gekommen sei. Viele Fans der beliebten Gründer-Show rätseln dann: Woran hat es gelegen? Haben die "Löwen" etwa in der Show nur so getan, als würden sie sich dafür interessieren? Oder ist ihnen gar das Geld ausgegangen?

"Curaluna"-Deal geplatzt: Warum gehen so viele Gründer am Ende doch leer aus?

Doch die Investoren um Carsten Maschmeyer können in Interviews stets beruhigen. Sobald die Kameras ausgehen, ist es nunmal ein kräftezehrender Balance-Akt, alle Interessen unter einen Hut zu bringen. Manchmal sind es auch die Gründer selbst, die sich dann doch anders entscheiden und es auf eigene Faust - ohne Hilfe der Investoren - versuchen wollen. So geschehen bei "Design Bubbles".

Die Gründerin Katharina Baumann wurde für ihren Pitch von den "Löwen" frenetisch gefeiert - am Ende sicherte sich Dagmar Wöhrl den Deal. Doch nur kurze Zeit später platzt dieser - weil die Gründerin ihr Startup erst einmal ohne die (finanzielle) Unterstützung aufbauen wollte. Doch gegenüber Gründerszene gab Baumann an, dass eine mögliche Finanzierung für sie noch nicht vom Tisch sei. Für Dagmar Wöhrl war es das dagegen schon - sie machte gegenüber dem Gründermagazin klar, dass ein Investment nicht mehr stattfinden werde.

Auch Carsten Maschmeyer kann von solchen unangenehmen Zwischenfällen ein Lied singen: Im Interview mit Gründerszene hat er nun einen Blick hinter die Kulissen gewährt - und sich über so manch einen Gründer beschwert. "Es wird leider hin und wieder geflunkert", so der Investor.

Falsche Versprechungen und sogar Schulden: Carsten Maschmeyer aus "Die Höhle der Löwen" packt über Gründer aus

So berichtet er, dass die Jung-Unternehmer teilweise stolze 90 Minuten vor den "Löwen" in der Show präsentieren müssten - allerdings würden dann später bei der Ausstrahlung nur wenige Minuten als Ausschnitt gezeigt. Drehschluss sei dann meist gegen 21.30 Uhr, anschließend ginge man gemeinsam in ein Restaurant, um ungezwungener weitere Details besprechen zu können.

Und eben dort wurden Maschmeyer & Co. schon böse überrascht: "Oft haben Gründer eine Scheu, ihre wirklich Marge im Fernsehen zu nennen. Oder es kommt vor, dass die versprochenen Patente nur Gebrauchsmuster sind. Es gab auch Gründer, die haben Schulden nicht erwähnt," erklärt Maschmeyer. Puh, ob er da auf den Windelsensor "Curaluna" anspielt?

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Doch nicht nur die Lügen, sondern auch die Gründer selbst, hätten sich manchmal als Mogelpackungen herausgestellt, so der Investor. "Wir haben erlebt, dass Gründer ihren Pitch wie in einer Theater-AG geübt und im TV vorgeführt haben. Aber auf ganz normale Investoren-Fragen hatten sie hinterher keine Antworten." Da mussten die "Löwen" am Ende nun auch mal die Reißleine ziehen: "In diesem sehr speziellen Fall waren die Gründer einfach unbelehrbar. Da haben wir kein weiteres Geld investiert und keine weitere Energie hineingesteckt", schließt er.

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"Die Höhle der Löwen": Neuer Deal bei Vox - investiert Carsten Maschmeyer etwa in Nasenring?

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jp / glomex

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