Rente

Zahlen belegen: So viele Menschen erreichen schon jetzt nicht das gesetzliche Rentenalter

Die Debatte um eine Erhöhung des Rentenalters reißt nicht ab. Doch wie viele Beschäftigte in Deutschland können die Rente mit 67 überhaupt erreichen?

Sollte das gesetzliche Rentenalter erhöht* werden oder sollten Beschäftigte gar schon früher in den Ruhestand gehen? Bei dieser Debatte gehen die Meinungen in der Politik bekanntlich auseinander. Doch wie viele Beschäftigte kommen überhaupt in den Genuss ihrer Rente?

Debatte um Rente mit 67 in Deutschland

Einem Bericht der Berliner Morgenpost zufolge zeigen Zahlen, dass im Jahr 2019 jeder Siebte in Deutschland vor dem Erreichen des gesetzlichen Rentenalters gestorben ist. Wie das Bundesinnenministerium auf eine Anfrage der Linken im Bundestag mitgeteilt habe, seien 14,4 Prozent aller 2019 Verstorbenen unter 65 gewesen, heißt es in dem Bericht auf morgenpost.de (Stand: 25. Oktober 2020). „Dies waren rund 136.000 Personen.“

Das Ministerium beziehe sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes, heißt es in dem Bericht. „Läge das gesetzliche Rentenalter bereits heute bei 67 Jahren, würde der Anteil derer, die vor Renteneintritt sterben, sogar 17,0 Prozent beziehungsweise ein Sechstel betragen. Insgesamt starben 2019 etwa 159.000 Personen unter 67.“

Das Renteneintrittsalter und die Bezugsdauer der Rente sind angestiegen.

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Debatte über Rente – steigende Lebenserwartung

Wie außerdem aus einer weiteren Antwort des Innenministerium auf eine Anfrage der Sozialexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, hervorgehe, sei für die zukünftige Generation trotz steigender Lebenserwartung die durchschnittliche Erwartung an Jahren ohne gesundheitliche Einschränkungen gesunken, schreibt das Portal. Dies gelte insbesondere für Mädchen. „Wenn sie 2018 geboren wurden, haben sie eine Lebenserwartung von 83,4 Jahren und damit zwei Monate mehr als der Jahrgang 2015.“ Allerdings seien die Aussichten des Geburtsjahrgangs 2015 „statistisch besser, mehr Zeit bei guter Gesundheit zu verbringen“. Kamen Mädchen 2015 zur Welt, heißtes in dem Bericht, „können sie den Angaben zufolge statistisch davon ausgehen, bis 67,7 ohne gesundheitliche Einschränkungen zu leben“. Beim Jahrgang 2019 seien es dagegen nur 66,3 Jahre.

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Bei Jungen gebe es eine solche Diskrepanz zwar auch, allerdings sei sie dort weniger stark, wie in dem Bericht weiter heißt: „Zwischen den Geburtsjahrgängen 2015 und 2018 stieg die Lebenserwartung von 78,3 auf 78,6 Jahre an, während die Aussicht auf gesunde Lebensjahre statistisch von 65,3 auf 65,1 Jahre zurückgeht.“  (ahu) *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Zentral-Redaktionsnetzwerks

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Das Geld vor dem Euro: Kennen Sie diese EU-Währungen noch?

Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung.
Pesetas, italienische Lire oder Franc: Jedes europäische Land hatte vor dem Euro eine eigene Währung. © pixabay
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein.
Die Deutsche Mark, auch DM oder D-Mark genannt, war als Bargeld von 1948 bis Ende 2001 die offizielle Währung der Bundesrepublik Deutschlands. Eine Deutsche Mark war wiederum unterteilt in einhundert Pfennig. Neben Münzen gab es sie auch in fünf- bis tausend-DM-Scheinen. Noch heute sollen Milliarden D-Mark im Umlauf sein. Ein Euro soll heutzutage zwei DM wert sein. © pixabay
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire.
Die italienische Lira war von 1861 bis zur Einführung des Euro das offizielle Zahlungsmittel Italiens. Sie war zudem auch in den beiden Zwergenstaaten San Marino und Vatikanstadt offizielle Währung. Doch vor 2001 spielten wegen einer anhaltenden Inflation nur noch die Werte 50, 100, 200, 500 und 1.000 Lire eine Rolle im Zahlungsverkehr. Ein Euro beträgt nach heutigem Umrechnungskurs etwa 2.000 Lire. © pixabay
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert.
Die griechische Drachme galt von 1831 bis 2001. Sie war das offizielle Zahlungsmittel in Griechenland. Der Name ist bereits seit der Antike geläufig und bezeichnete schon damals eine Gewichts- und Münzeinheit aus Silber. Ihre Untereinheit war das Lepto, 100 davon ergaben eine Drachme. Umgerechnet wäre heutzutage ein Euro circa 340 griechische Drachmen wert. © pixabay
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc.
Der Franc (zu deutsch: Franken) war vor der Einführung des Euro die Währung Frankreichs. Zudem galt er seit 1795 in der Schweiz sowie Belgien, Luxemburg und Monaco und den ehemaligen französischen Kolonien wie dem Kongo, Guinea, Ruanda oder Französisch-Polynesien. Ein Franc war wiederum unterteilt in 100 Centimes. Ein Euro wären etwa 6,5 Franc. © pixabay
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden.
Die spanischen Peseta (zu deutsch: Peseten) und wurde 1869 in Spanien eingeführt. Sie galt ebenfalls im Pyrenäenstaat Andorra. Der offizielle Umrechnungskurs beträgt heute für einen Euro etwa 165 Pesetas. Laut der spanischen Nationalbank können übrig gebliebene Peseten sogar noch bis zum 31. Dezember 2020 in Euro umgetauscht werden. © pixabay

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