Rückkehrern drohen Gefahren

Abschiebungen nach Syrien? Innenminister einigen sich

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Ein Mitarbeiter der Organisation Syrischer Roter Halbmond geht durch eine Stadt im syrischen Rebellengebiet Ost-Ghuta nahe Damaskus

Abschiebungen ins Bürgerkriegsland Syrien sind wegen der dortigen Sicherheitslage umstritten. Jetzt haben sich die Innenminister der Bundesländer auf ein Vorgehen geeinigt.

Wegen der unsicheren Lage im Bürgerkriegsland Syrien werden dorthin auch in den kommenden Monaten keine Menschen abgeschoben. Die Innenminister der Länder einigten sich bei ihrem Herbsttreffen in Magdeburg auf eine Verlängerung des Stopps bis Mitte des Jahres. Das sagte Sachsen-Anhalts Innenminister Holger Stahlknecht am Freitag zum Abschluss. Der CDU-Politiker ist in diesem Jahr Chef des Ländertreffens.

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Gleichzeitig werde das Auswärtige Amt aufgefordert, seine Einschätzungen zu Syrien zu aktualisieren. Verbessere sich die Situation nicht, verlängere sich der Stopp automatisch bis zum Ende kommenden Jahres.

Für das Bürgerkriegsland gilt bis Ende dieses Jahres eine komplette Aussetzung von Abschiebungen. Eine Verlängerung galt seit einigen Wochen als wahrscheinlich.

Grund dafür ist der aktuelle Lagebericht des Außenministeriums. Demnach drohen Rückkehrern in Syrien willkürliche Folter, Haft oder gar der Tod. Seehofer hatte sich daraufhin für einen weiteren Stopp ausgesprochen. Einige unionsgeführte Innenminister drängten darauf, Straftäter abzuschieben.

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