Polizei greift ein

Demos gegen Corona-Einschränkungen in Berlin und Stuttgart

Ein Demonstrant wird bei der Kundgebung in Berlin abgeführt. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Ein Demonstrant wird bei der Kundgebung in Berlin abgeführt. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Demonstranten halten bei der Kungebung in Berlin Schilder hoch, auf denen sie unter anderem Bill Gates und die WHO angreifen. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Demonstranten halten bei der Kungebung in Berlin Schilder hoch, auf denen sie unter anderem Bill Gates und die WHO angreifen. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Eine Teilnehmerin sitzt bei der Kundgebung in Berlin-Mitte auf einer mitgebrachten Decke. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Eine Teilnehmerin sitzt bei der Kundgebung in Berlin-Mitte auf einer mitgebrachten Decke. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Etwa 1000 Menschen versammelten sich am und um den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte. Foto: Jörg Carstensen/dpa
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Etwa 1000 Menschen versammelten sich am und um den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte. Foto: Jörg Carstensen/dpa
Auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelten sich zwischen 350 und 500 Menschen. Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Auf dem Stuttgarter Schlossplatz versammelten sich zwischen 350 und 500 Menschen. Foto: Christoph Schmidt/dpa
Die Demonstranten in Baden-Württembergs Landeshauptstadt folgten dem Aufruf der Initiative "Querdenken" - sie protestierten gegen eine Einschränkung der Grundrechte. Foto: Christoph Schmidt/dpa
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Die Demonstranten in Baden-Württembergs Landeshauptstadt folgten dem Aufruf der Initiative "Querdenken" - sie protestierten gegen eine Einschränkung der Grundrechte. Foto: Christoph Schmidt/dpa

Die Beschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie greifen auch in Grundrechte ein. Während viele das hinnehmen oder allenfalls zu Hause murren, gehen andere auf die Straße - teilweise ohne Erlaubnis.

Berlin (dpa) - Trotz eines weitgehenden Verbots von Demonstrationen haben sich am Samstag in Berlin mehr als 1000 Menschen versammelt, um gegen die Corona-Einschränkungen zu protestieren.

Viele der Demonstranten standen vor Absperrgittern, die die Polizei rund um den Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte aufgestellt hatte, um zu verhindern, dass der Platz zu voll wird. Die Polizei forderte die Menschen immer wieder auf, den Ort zu verlassen. Einzelne Teilnehmer wurden von der Polizei vorläufig festgenommen. Schließlich zerstreute sich die friedliche Menschenmenge nach und nach am Nachmittag. Genaue Zahlen zu Teilnehmern und Festnahmen lagen zunächst noch nicht vor.

Die Polizei war mit knapp 200 Beamten, die Schutzmasken trugen, im Einsatz. Es sei verhindert worden, dass sich eine große geschlossene Menschenmenge gebildet habe, sagte ein Polizeisprecher.

Schon an den vergangenen vier Samstagen hatten sich trotz des Verbots Demonstranten versammelt. Für den 1. Mai ist eine weitere Kundgebung im Internet angekündigt.

Die Mehrheit der Protestierer ließen sich nicht eindeutig bestimmten politischen oder anderen Gruppen zuordnen. Das unterschied die Demonstration zum Teil von den meisten anderen Kundgebungen. Unter den Teilnehmern waren einige bekannte Rechtspopulisten und Verschwörungstheoretiker. Einige Meter entfernt vom Platz und den Absperrungen protestierten etwa 20 linke Aktivisten gegen die größere Kundgebung.

In Stuttgart folgten Hunderte Menschen dem Aufruf der Initiative "Querdenken" und demonstrierten gegen eine Einschränkung der Grundrechte während der Corona-Krise. Zwischen 350 und 500 Menschen versammelten sich dabei auf dem Stuttgarter Schlossplatz, wie die Stadt und die Polizei übereinstimmend berichteten. Bei der als "überparteilich" bezeichneten Demonstration forderte Initiator Michael Ballweg die Einhaltung der Grundrechte wie Versammlungsfreiheit und Glaubensfreiheit.

Die Demonstration fand bereits zum dritten Mal statt. Nach einem ersten Verbot der Stadt hatte die Initiative vor einer Woche trotzdem demonstrieren dürfen, weil das Bundesverfassungsgericht einem Eilantrag gegen das Verbot stattgegeben hat.

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