Bis zu sieben Meter hohe Wellen

Deutsches Rettungsschiff mit 47 Flüchtlingen an Bord sucht Schutz vor Sturmtief

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Das Rettungsschiff „Sea Watch 3“ ist angesichts eines Sturms im Mittelmeer auf der Suche nach einem Hafen. 47 Flüchtlinge befinden sich an Bord.

Trotz eines nahenden Sturms weigern sich Malta und Italien, ein Rettungsschiff mit 47 Flüchtlingen anlegen zu lassen. Die Hilfsorganisation veröffentlichte nun einen Hilferuf auf Twitter.

Ein Rettungsschiff mit 47 Flüchtlingen an Bord sucht angesichts eines Sturms im Mittelmeer einen Hafen zum Anlegen. „Die SeaWatch3 sucht Schutz vor bis zu sieben Meter hohen Wellen, Regen und eisigem Wind“, schrieb die deutsche Hilfsorganisation Sea-Watch am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter, gefolgt von dem Aufruf: „Europa, wir brauchen einen sicheren Hafen!“ Italiens Innenminister Matteo Salvini hatte zuvor kategorisch ausgeschlossen, Menschen von Bord der „Sea Watch 3“ in Italien an Land gehen zu lassen.

Auf Twitter schrieb der Parteichef der rassistischen Lega von einer „Provokation“ der Retter, die nach Tagen in maltesischen Gewässern Kurs auf die italienische Küste genommen hätten. „Niemand wird in Italien aussteigen“, warnte Salvini. Sein Land sei bereit, Medikamente und Lebensmittel an Bord zu bringen, „aber italienische Häfen sind und bleiben geschlossen“.

Malta und Italien weigern sich, das Schiff anlegen zu lassen

Das unter niederländischer Flagge fahrende Hilfsschiff hatte die Einwanderer und Asylsuchenden vor sechs Tagen vor Libyens Küste aufgegriffen. Seitdem weigern sich die nächstgelegenen EU-Länder Malta und Italien trotz eines nahenden Sturms, das Schiff anlegen zu lassen. Nach Angaben maritimer Kursverfolgungs-Webseiten war die „Sea Watch 3“ zuletzt in Richtung Sizilien unterwegs.

Am Samstag waren beim Untergang zweier Flüchtlingsboote im Mittelmeer vermutlich mehr als 170 Menschen ertrunken.

AFP

Noch im Augsut 2018 wurde die „Sea Watch 3“ in Malta blockiert, obwohl das Schiff korrekt registriert war. 

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