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Gazprom kann Weiterbetrieb von Nord-Stream-Pipeline nicht garantieren

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Von: Nail Akkoyun

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Russlands Energieriese Gazprom pumpte durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 sein Gas trotz des Ukraine-Krieges weiter nach Europa – damit könnte nun Schluss sein.
Russlands Energieriese Gazprom pumpte durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 sein Gas trotz des Ukraine-Krieges weiter nach Europa – damit könnte nun Schluss sein. © Igor Russak/dpa

Aktuell fließt aufgrund von Routinewartungen kein Gas durch die Pipeline Nord Stream 1. Laut Gazprom könnte es dabei bleiben.

Moskau/Berlin – Der russische Gaskonzern Gazprom hat den Weiterbetrieb der Pipeline Nord Stream 1 vor dem Hintergrund der Reparatur einer dafür notwendigen Turbine in Kanada infrage gestellt. Gazprom habe bislang keine schriftliche Bestätigung, dass die reparierte Turbine aus Kanada dem für die Installation verantwortlichen Unternehmen Siemens tatsächlich geliefert werde, hieß es am Mittwoch (13. Juli)in einer Erklärung des russischen Konzerns.

„Unter diesen Umständen“ könne Gazprom den künftigen Betrieb der Leitung nicht garantieren. Unter Verweis auf die defekte Turbine hatte Moskau die Gaslieferungen durch die Ostsee-Pipeline bereits Mitte Juni stark gedrosselt. Die Turbine wurde daraufhin zur Reparatur in ein Siemens-Werk in Kanada gebracht. Wegen kanadischer Sanktionen gegen Russland war zunächst nicht klar, ob die Rücksendung des inzwischen reparierten Gerätes möglich ist.

Energiekrise: Gazprom will von Reparaturarbeiten nichts wissen

Am Wochenende gab die Regierung in Ottawa jedoch grünes Licht für die Ausfuhr. Der Siemens-Konzern kündigte an, die Turbine so schnell wie möglich zu installieren. „Gazprom verfügt über kein einziges Dokument, das es Siemens erlaubt, den Gasturbinenmotor, der derzeit in Kanada repariert wird, aus dem Land zu holen“, erklärte der russische Konzern hingegen.

Am Montag (11. Juli) hatten außerdem reguläre Wartungsarbeiten an der Nord-Stream-Pipeline begonnen, sodass vorerst kein Gas mehr fließt. Die Arbeiten sollen rund zehn Tage dauern. Es gab jedoch Zweifel daran, ob danach tatsächlich wieder Gas fließen würde. (nak/afp)

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